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Platz 14: "Spirit" (2017)

Sensationelles Album. Wenn Depeche Mode keine anderen Platten veröffentlicht hätten. So aber eiert der Analogsynth-Panzer "Spirit" 2017 trotz Führerwechsel zu James Ford (Simian Mobile Disco) führerlos in der Gegend herum und macht alles platt, was sich so vor ihm auftut, vor allem Struktur und Songwriting.

Mit "Going Backwards" gehts noch halbwegs gut los, doch schon die Vorabsingle "Where's The Revolution" zeigt schmerzlich, dass sich die Zuchthengste Gore und Gahan mittlerweile in ihrem überwucherten Elektro-Blues-Irrgarten vergaloppiert haben. Dass Gahans Blues-Manierismen einen neuen Knödel-Highscore erreichen, macht die Sache nicht besser. Chef-Designer Anton Corbijn fuhr entsprechend runter auf Dienst nach Vorschrift und brachte ein Albumcover durch, das nicht einmal italienischen Bootleg-Ansprüchen genügt.

"Spirit" liefert ein Musterbeispiel dafür, wie einer etablierten Band im Herbst einer Traum-Karriere die Ziele abhanden kommen. Endstation Selbstplagiat. Die gute Nachricht: Es kann nur besser werden.

Anspieltipps:

"Going Backwards", "Scum".

Besser weiträumig umfahren:

Den Rest.

Depeche Mode Essential Playlist

"Spirit"*

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1 Kommentar

  • Vor einem Jahr

    Ganz klar ihr schwächstes Album. Ich fand schon "Delta machine" mau, weil ich keine Lust mehr auf Gahans Bluesprediger-Persona mehr hatte. (Wobei ich "Condemnation" liebe.)

    Hier kommt dann noch erschwerend hinzu, dass Gore keine Ideen mehr hatte. Ein Aufguss vom Aufguss. Ich glaube auch, dass da nix mehr kommt. Sie sind jetzt in der AC/DC-Phase.