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19. Die Biber Brüder

Am ganz anderen Ende der Fahnenstange haben wir das instrumentale Opening der Biber Brüder. Das ist einer von diesen Cartoons wie X-Ducks oder Oggy und die Kakerlaken, die peripher im kollektiven Unterbewusstsein iner ganzen Generation leben und wahrscheinlich in zwanzig Jahren wahllos in deren Alpträumen wiederkehren werden. Die Geschichte um zwei trottelige Biber-Geschwister bestand zumeist aus kaum weiter ausgedachten zehn-minütigen Sketchen ohne Story oder Sinn, die gerade genug Gekloppe und hohe Stimmen beinhalteten, um ein zehnjähriges Hirn glücklich zu machen.

Genau diesen Vibe teilt auch das Opening, das wirklich so sehr nach Cartoon-Opening klingt wie nur irgendwie möglich. Die Mariachi-Atmosphäre und das viel zu eingängige Horn-Riff bohren sich sofort durch den Schädel, und man kann gar nicht anders, als sich auf Bananen-Ausrutscher und vom Himmel fallende Flügel einzustellen.

Wer sich wundert: Die komischen Klatsch-Geräusche begleiteten in der Video-Fassung eigentlich Bilder von beiden Nagern, wie sie sich sich untereinander kloppen. Lieblich. Die Kommentarspalte allerdings steckt voll von Leuten, die einen Überlegenheits-Komplex durchmachen, weil sie in den Neunzigern geboren wurden. Weil da gab es noch … echte Fernseh-Serien? Wie die Biber Brüder. Das war noch Kultur.

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