Wie man seinen Stil perfektioniert und in alle Lebenslagen integriert, wissen Wolfmother ganz genau. Deswegen nimmt das Neuquartett sein Album im Hippie-Mekka Byron in Australien auf, lässt anschließend mit der Veröffentlichung auf sich warten und benennt die Platte nach einer Yogaübung, die der …

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  • Vor 13 Jahren

    ok ku' .....verstehe :D

    aber hey, cool down.

    ich denke nicht, dass es immer und unter alen umständen notwendig ist, stets
    Zitat (« mit seiner intellektuellen Reflektiertheit »):
    den totalen maßstab anzulegen.

    es muss ja nicht peinlich sein, einfach mal ne scheibe für den "bauch" zu machen; die rockende bierselige party, so what?

    das können sie hervorragend. auch die immer etwas breitbeinig daherkommende cockroch-kiste a la golden age of purple, heep und co kann einfach spaß machen und hat zu recht ihren platz in der entwicklung der rockmusik.

    insofern ist es auch legitim als eine art "keeper of the spirit" den geist eines genres zu beleben bzw fortzuführen; solange es nicht zum plagiat verkommt.

    mir zumindest macht das spass. den ganzen tag kann man ja auch nicht mike patton mit john zorn hören.

  • Vor 13 Jahren

    Aber es gibt solche Tage! :D

    [size=11:d4ff0c72b2](Wollte nur mal im Vorbeizappen moin sagen ...)[/size:d4ff0c72b2]

  • Vor 13 Jahren

    Ich bin der letzte, der seine 70er-Jahre-Affinität zeitgeist-konformistisch verleugnet. Anfang Dezember werde ich (hoffentlich) mit ein paar alten Freunden zu einem Urhia Heep-Konzert gehen. Mit Suff und Männerwitzen und all dem Kram ...

    Was ich überhaupt nicht verstehe, ist der Zusammenhang zu den White Stripes. Es gibt ein paar stimmliche Parallelen. Vielleicht. Aber sonst? Ich hab' die White Stripes 2001 anlässlich White Blood Cells gesehen. Das war so ganz anders, so voll von hintergründiger Ironie. Meg White mit ihrem gekünstelt primitiven Schlagzeugspiel, das rot-weiße (meinetwegen pseudo-)avantgardistische Auftreten... verstehen diese dummen Poser von Wolfmother das eigentlich ???

    Die Formulierung "zwischen Nostalgie- und Zukunftssound" in der Laut-Review ist auf jeden Fall mal ehrlich gesagt die blödeste, hirnloseste und dem Klischee des dummen Marketing-Geschwätzes am Nahesten kommende Passage, die ich seit langem irgendwo gelesen habe,

  • Vor 13 Jahren

    Die Stelle mit dem Zukunftssound fand ich auch merkwürdig. Und Überraschung ich bin nen riesen White Stripes Fan... Aber ein wenig Hintergründigkeit kannste Wolfmother, zumindenst was ihre Texte angeht, nicht absprechen. Und nur weil zB der Drummer nicht gekünstelt primitiv Schlagzeug spielt heist das nicht, er würde nicht verstehen wieso Meg White es tut. Die Argumentation ist bescheuert denn was sollen sie deiner Meinung nach denn tun? Mehr wie die Stripes sein? Dann würdest du dich da doch auch wieder drüber aufregen.

  • Vor 13 Jahren

    Nicht das Wolfmother eine schlechte Band wären - natürlich hatte das Debüt einige hervorragende Songs und war bei seiner Veröffentlichung auch irgendwie willkommen, der Griff in die Classicrock-Mottenkiste hat zuvor ja auch schon The Darkness an die Oberfläche gespült. Doch während bei denen alles ironisch gebrochen war, reproduzieren Wolfmother diesen Hardrocksound schlicht nur - klar, kann man ja mal machen.

    Aber das Ganze im zweiten Album nochmal völlig unreflektiert wiederholen? Völlig ernst, mit der kompletten Palette an Klischees und Formeln? Abgenutzte Hardrockriffs, der typische Plant/Ozzy-Gesang,die lächerlichen, pseudo-psychedelischen Märchentexte, das peinliche Fantasy-Artwork auf dem Cover - es ist alles dabei. Dazu kommen noch die grobkörnigen Schwarz-Weiß-Einspieler auf MTV ("All eyes on"), die 70er-Atmosphäre suggerieren wollen - wenn Wolfmother keine absoluten Epigonen sind, dann weiß ich es auch nicht.

    Für mich bleibt es ein Armutszeugnis für eine Band, wenn man Sound,Stil und Attitüde einer Ära einfach nachäfft, ohne auch nur eine einzige eigene Note erkennen zu lassen. Was soll das bitte? Gute Hardrockplatten gibt es wahrlich genug. Wolfmother sind eine reine Nostalgieband ohne Mehrwert - nett anzuhören, aber völlig irrelevant.

  • Vor 13 Jahren

    Ach kukuruz,

    so intelligent du auch bist und so erbaulich deine Posts meistens dementsprechend auch sind - dein zugang zu Musik im Allgemeinen erscheint mir immer öfter etwas arg verkrampft, verkopft.

    Kann das sein oder täusch ich mich?

  • Vor 13 Jahren

    Wenn ich mir so einige ja durchaus intelligente und nachvollziehbare Posts durchlese muss ich dann doch Thammü recht geben. Klar bieten Wolfmother keinerlei Innovation oder neue Ansätze. Aber bei ihrer Musik kann ich einfach mal den Kopf abschalten und mich an simpler, eingängiger und effektiver Musik erfreuen.

    Und dazu kommt die immer mal wieder aufflammende ironische Attitüde die die Band so sympathisch macht. Und dazu gehören ahlt auch diese Märchentexte und das "peinliche" Fantasy Artwork. Mir sind die Jungs einfach sympathisch.

  • Vor 13 Jahren

    @thammü (« dein zugang zu Musik im Allgemeinen erscheint mir immer öfter etwas arg verkrampft, verkopft.

    Kann das sein oder täusch ich mich? »):

    Darf ich mich mal ausnahmsweise selbst zitieren?
    @ein Stückchen weiter oben in diesem Thread Kukuruz («
    Anfang Dezember werde ich (hoffentlich) mit ein paar alten Freunden zu einem Urhia Heep-Konzert gehen. Mit Suff und Männerwitzen und all dem Kram ... »):

    Ich glaube nur einfach nicht, dass man um diese Art von Musik groß Aufhebens machen muss. Egal ob es sich um alte Helden oder junge Epigonen handelt.

    Meine Hypothese zum Kult-Hype um diese Band ist folgende: In den Redaktionen von Popmagazinen dürften (als feste Mitarbeiter jedenfalls) vorwiegend Leute von Anfang 30 bis vielleicht Mitte 40 sitzen. Deren popmusikalische Sozialisierung in eine Zeit fällt, als die Klassikrockdinosaurier gerade entweder auseinanderfielen oder in der Bedeutungslosigkeit versanken. Da mag sich später mancher gefragt haben, ob er nicht ungerechterweise ein wirklich grandioses Ding verpasst hat. Mindestens bei der "Melodie & Rhythmus", dem seit einiger Zeit wieder erscheinenden Ex-DDR-Popmagazin, die das Wolfmother-Debut geradezu hymnisch abfeierten, hatte ich den Eindruck, da wolle man per Medienhype einen Leichnam zum Leben erwecken. "Schweinerock mit Indie-Attitüde" hieß es plötzlich. Eine an Dummheit wirklich schwer zu übertreffende Parole.

    Mir ist es ziemlich egal, aus welcher Szene die Bandmitglieder stammen. Unvoreingenommen und als Musik-Produkt gehört handelt es sich um kraftvollen, energetischen Schweinerock mit allen Klischees, die dazu gehören. Und der klingt exakt so bescheuert, wie ein Schweinerock-Aufguss Zweitausendneun nun mal klingt.

  • Vor 13 Jahren

    @Kukuruz («

    Mir ist es ziemlich egal, aus welcher Szene die Bandmitglieder stammen. Unvoreingenommen und als Musik-Produkt gehört handelt es sich um kraftvollen, energetischen Schweinerock mit allen Klischees, die dazu gehören. Und der klingt exakt so bescheuert, wie ein Schweinerock-Aufguss Zweitausendneun nun mal klingt. »):

    Das ist genau der Punkt, den ich interessant finde.

    Klar - hab das mit dem Uriah Konzert schon mitbekommen und finde auch b), dass man um Wolfmother nicht den allergrößten Hype zaubern muss. Nicht wegen dem ganzen Retroding, sondern weil sichs fürs mich, ob der doch recht großen Eingängigkeit, bissl schnell abnutzt. Deswegen find ichs doch recht cool, aber sicher nicht weltbewegend.

    Aber: diesen scheinbar epochengesteuerten Blick auf die Musikwelt, den versteh ich einfach nicht. Was damals cool war, kann für mich heute, gut gemacht, immer noch genauso cool sein. Was schonmal ne große Szene war, muss doch nicht für immer unberührbar bleiben. Viel eher fänd ichs ja heuchlerisch wenn Jungs, die auf den Led Zep und Sabbath Scheiß stehen versuchen würden nen neuen, innovativen Sound zu kreieren, der bloß nichts mit den eigenen, alten Helden zu tun haben darf.

    Ich empfind in dem Wolfmother-Fall dementgegen als wohltuend ehrlich, wie hier "geklaut" wird. Ist ja nicht, so dass da jemand irgendwie vorgeben würde, dass die Musikszene auf derartige Erleuchtungen gewartet hätte. Frischware für die, die auf die alten Heroes (die nicht mehr können oder nicht mehr wollen oder längst peinlicher wären, als das WM je könnten) stehen. Und schon ist, für mich, jedes Kriterium erfüllt.

  • Vor 13 Jahren

    Ok Leute jetzt zieht mal bitte alle den Stock aus dem Arsch! Was muss ich hier lesen? Wolfmother sind zu sehr 70er Rock? HALLO??? Na klar sind sie das. Deswegen liebe ich diese Band (und Fans weltweit) weil sie eben nicht nur versuchen Retro zu klingen (wie diese ganzen Britrock/pop Bands oder Mando Diao) sondern durch und durch Retro sind. Das ist deren Stil. Wer das noch nciht erkannt hat tut mir echt Leid. Nachher wollt ihr mir noch erzählen dass AC/DC endlich mal anfangen sollen mehr Akkorde zu spielen. Wenn ihr die Musik von Wolfmother nicht mögt ok aber hört mit solchen Schwachsinnskomentaren auf um hier rumzutrollen.

  • Vor 13 Jahren

    @thammü (« Was damals cool war, kann für mich heute, gut gemacht, immer noch genauso cool sein. »):

    Sehe ich auch so. Nur, ich finde die immer wieder genannten Vorbilder-Bands von Wolfmother auch in ihrem damaligen Kontext ziemlich albern. Und cool fand ich sie in der neunten Klasse vor allem deshalb, weil die in der elften Klasse sie cool fanden. Vor allem die, die bei den Mädels was zu bestellen hatten.

    Diese alberne Huldigung alles "Chefischen" steckt in jeder Note, die man mit dieser Art von Rock-Recycling wieder lebendig werden lässt. Kann man ja meinetwegen tun. Aber das ganze dann "Indie-Attitüde" zu nennen ...

    Das beste, was ich zu der Platte zu sagen habe, ist ihre völlige (oder vielleicht auch nur scheinbare) Unbedarftheit und der gänzlich fehlende Sinn fürs Peinliche.

    Gegen eine oderntliche Bad-Taste-Party ist ja nix einzuwenden. Aber muss man das auch noch lang und breit reflektieren?

  • Vor 13 Jahren

    Wenn man diese Art von Musik - die von mir aus auch eher epigom daherkommt - mag, dann macht die Platte Laune.

    Und zwar mit jedem einzelnen Track :phones:

    Und da ist es mir ehrlich gesagt scheissegal, ob sich die Jungs von Wolfmother einen auf die alten Platten von Zep oder Purple runterholen ;)

  • Vor 13 Jahren

    @thammü («
    Aber: diesen scheinbar epochengesteuerten Blick auf die Musikwelt, den versteh ich einfach nicht. Was damals cool war, kann für mich heute, gut gemacht, immer noch genauso cool sein. »):

    100 % agree.

    Jede Band wurde wieder durch eine andere Band beeinflusst, wenn auch unterbewusst. Wenn einem Musik gefällt, werden die eigenen Songs nun mal nicht komplett anders klingen.

    Ich mag Wolfmother, ob nun in alter oder neuer Formation. Die Musik macht Spass und das ist die Hauptsache (vor allem live).

    Ach so. Ich denke 4/5 gehen durchaus in Ordnung.

  • Vor 13 Jahren

    @Olsen (« Mike Patton? Sänger von Faith No More? »):

    Faith no more, ist das nicht die Band die nur durch eine Kopie der Red Hot Chilli Peppers bekannt wurde und deren grösster Erfolg ein Cover von Lionel Richie war?

  • Vor 13 Jahren

    @Cyclonos (« Ich kann das Abfeiern von wieder aufgewärmten Konzepten nicht verstehen. »):

    Aber gerade du als Warbringerfan musst es doch eigentlich geil finden wenn eine Band mal wieder das Beste aus einer Musikepoche aufleben lässt ;)

  • Vor 13 Jahren

    Auch auf die Gefahr hin, mit philosophischen Einschüben die Abfeierung dieses Albums zu stören:

    Wenn Popmusik etwas ist, was zu einem Teil aus der Vorgabe der Musik selbst besteht und zum anderen etwas, das im Kopf des Hörers sowie als Teil einer öffentlichen (Gruppen)Wahrnehmung entsteht, dann ist ein Stück Musik vor 30 Jahren eben doch etwas komplett anderes als dasselbe Stück heute. Wir hören doch Musik nicht als Musikwissenschaftler sondern sie bringt quasi unsere ganze Persönlichkeit emotional in Resonanz (oder eben nicht). Und unsere Persönlichkeiten schweben eben nicht irgendwo in der
    Ewigkeit herum sondern sind Produkte der Gegenwart.

    Wenn sich die Wahrnehmung und Wertung eines Musikstils über lange Zeiträume hinweg nicht mehr ändert und nicht mehr wesentlich vom Zeitgeist abhängt, dann ist sie halt "klassisch" geworden. Ein gutes Kriterium für die Unterscheidung zwischen "Klassik" und "Pop", denke ich mal - weil es nicht von äußeren, formal-technischen, musiktheoretischen Attributen abhängt. Irgendwann waren Mozart und Bach auch mal Popmusik.

    Dass es gegenseitige Beeinflussungen über Zeiträume und Epochen hinweg gibt, ist doch völlig klar. Genauso ist klar, dass man sich vergangener Stilmittel bedient oder vergessene Künstler wieder ausgräbt und in seine eigenen Sachen einbaut. Deshalb geht der Einwand gegen Mike Patton ("Sixties Italian ...") weiter oben auch völlig am Gegenstand vorbei.

    Es ist doch überhaupt kein Widerspruch, dass man von Popmusik verlangt, dass sie einfach Spaß macht und dass man aber andererseits erwartet, dass Popmusik Identifikationsmuster schaftt, ein konkretes, zeitbezogenes Lebensgefühl musikalisch auf den Punkt bringt - oder noch besser: selbst kreiert. Zumindest sollte das für Popmusik gelten, für die es sich lohnt, mehr als zwei Sätze zu schreiben.

    Glücklicherweise schreibt drei Beiträge über mir Sancho mit klaren Worten das, was ich meine: Die Musik von Wolfmother bedient sich nicht irgendwelcher Retro-Stilmittel - sie *ist* retro.

    Aber selbst gegen die nahezu komplette und authentische Reproduktion einer untergegangenen Epoche lässt sich - wenns Spaß macht - nix weiter sagen, außer dass es sich nicht lohnt, viel darüber zu reflektieren. Und ehe ich mich hier noch weiter selbst widerspreche mach ich mal nen Punkt.

  • Vor 13 Jahren

    @Sancho (« @Olsen (« Mike Patton? Sänger von Faith No More? »):

    Faith no more, ist das nicht die Band die nur durch eine Kopie der Red Hot Chilli Peppers bekannt wurde und deren grösster Erfolg ein Cover von Lionel Richie war? »):

    Plumpe Provokation. So ähnlich ist der Stil nicht. Und der Durchbruch von FNM war zwei Jahre vor dem der Chili Peppers. Mit "The Real Thing", die wirklich überall gespielt wurde. Und sag nicht, du hast die noch nie gehört.

    Ach so: Und Patton ist natürlich Gott!! Die coolste Sau unter der Sonne. :smokool:

  • Vor 13 Jahren

    @Thelema (« @Sancho (« @Olsen (« Mike Patton? Sänger von Faith No More? »):

    Faith no more, ist das nicht die Band die nur durch eine Kopie der Red Hot Chilli Peppers bekannt wurde und deren grösster Erfolg ein Cover von Lionel Richie war? »):

    Plumpe Provokation. »):

    Das war der Plan :D