In "Money II" spielt der Rapper die Bedeutung von Geld herunter – und sorgt zugleich mit klugem Marketing für Nachschub.

Bodrum (dol) - Auf Farid Bangs jüngstem Album "Asozialer Marokkaner" stach der Song "Money" heraus, auf dem er zu drei verschiedenen Instrumentals berichtete, wie er nach Geld strebte, es freudig verprasste und schließlich dessen Bedeutung in Frage stellte. Dazu gesellten sich mit Azad, Summer Cem und Elif jeweils passende Hook-Lieferanten. Nun hat der Düsseldorfer dem dritten Teil ein Spin-off spendiert. Erweitert um zwei weitere Strophen bedankt sich der Rapper in "Money II" bei seinen Fans und versichert ihnen, der Musik aus Überzeugung zu folgen: "Glaub' mir, gäbe es kein Geld für Musik, dann wär' Banger Musik immer noch Banger Musik."

Da Farid Bang ein Meister der Aufmerksamkeitsökonomie ist, hat er die Video-Veröffentlichung mit einer klugen Kampagne eingeleitet. Über die Social-Media-Kanäle von Elif und ihm inszenierten die beiden eine digitale Seifenoper. Auf die verliebten Fotos aus der Türkei folgte der gespielte Ärger der Sängerin: "Ich kann euch alle beruhigen. Farid hat einen Kleinen." Für den Rap-Boulevard stellte das Theater ein gefundenes Fressen dar. Auf Fotos mit vermeintlichem Babybauch sprangen die üblichen Verdächtigen direkt an. "Elif plötzlich schwanger von Farid Bang?", fragte Raptastisch mit ebenso hörbarem Entsetzen wie nachgewiesener Expertise in Fragen der Reproduktion.

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