Schon wieder ein YouTube-Phänomen. Justin Bieber 2.0? Musikalisch: ja. Technisch: definitiv nein.

Mit Neuinterpretationen bekannter Hits erspielten sich Dirty Loops eine große Netzfangemeinde. Insbesondere im asiatischen Raum eilen die drei Schweden von Erfolg zu Erfolg. Einige Coverversionen sind …

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  • Vor 8 Jahren

    Es schmerzt mir sehr das zu schreiben, da ich wirklich hohe Erwartungen hatte, aber ich stimme dieser Rezension voll zu. Sie sollten lieber wieder covern und meinetwegen so mit Justin Bieber-Songs gute Musik machen.

  • Vor 8 Jahren

    Wieso? "Das Album ist doch eine schöne Hommage an die 80er. Da sind alle Superlativen vereint: Stevie Wonder, Chicago, Earth Wind and Fire und David Foster (!). David Foster - ! David Foster hatte seine Nummer Einsen doch auch in der Zeit mit Chicago und Earth Wind and Fire und Co. Er hat nun alles Erdenkliche erreicht und ist in einer Reihe mit Quincy Jones zu nennen, wollte nun mal wieder Back to the Roots und diese Jungs haben ihn einfach inspiriert. Klar, es gäbe Besseres, was das Song Material angeht. Sie haben schon sehr viel reingepresst. Manchmal ist weniger mehr.

    Aber ich kann es mir gut anhören. Da groovt man einfach mit! Hab nur sowas in den 80ern gehört :D! Bieber sehe ich eher in den 90ern, was die Retro-Schiene angeht. Nach seiner zweiten Single sagte ich schon, das wird mal die männliche Britney Spears :).

    David Foster glänzt durch bombastischen Kitsch. Das war immer sein Ding, er kann gar nichts anderes :D. Und das finde ich gut so - nicht falsch verstehen. Das ist einfach sein Ding. Natalie Cole, Celine Dion, Josh Groban - die ganz großen Gefühle, Balladen en masse. Diese Jungs wären vielleicht im etwas unpolierterem Jazz-Lager besser aufgehoben bei ihren Skills, obwohl Fusion auch grad nicht mehr so angesagt ist. Ich wär im Leben nicht darauf gekommen, dass Foster mal bei denen landet.

  • Vor 8 Jahren

    "Die Fertigkeiten der drei Musiker sind wirklich allererste Sahne. Aber warum missbrauchen sie die für derart austauschbaren Müll? Völlig emotionslos rauschen die Tracks am Hörer vorbei, auf Radioairplay und MTV gebügelt."
    Es scheint, als verwechsele der Rezensent Form mit Inhalt. Austauschbar ist das, was die drei machen ganz sicher nicht. Und das nicht nur wegen ihrer Virtuosität sondern auch Musikalität. Um das zu erkennen, bedarf es allerdings die entsprechenden "Rezeptoren" beim Hörer. Oberflächliches Schubladendenken doesn't cut it.

  • Vor 8 Jahren

    Also ich stoße alle paar Jahre mal wieder auf diese Seite namens "laut.de". Meistens schiessen die Rezensionen immer vollkommen vorbei. Auch dieses mal zeigt die Rezension wieder, dass hier ein selbstgefälliges journalistisches Geschwafel wichtiger ist, als die Musik auf der CD. Hätte man sinnvolle Bewertungsmaßstäbe zu grunde gelegt, dann sollte dem erfahrenen Musikhörer eigentlich schon nach ein paar Sekunden auffallen, dass die Produktion äußerst druckvoll, transparent und nicht totkomprimiert klingt. Das wäre mal hervorzuheben. Zum Klangbild natürlich kein Wort in diesem Artikel. Das merkt man eigentlich bevor man sich anschaut, ob die Typen wie die von One Direction aussehen oder wie genau der Text bei Sexy Girls ist. Stattdessen wird hier der oberflächliche Text zur Bewertungsgrundlage. Mir ist noch nicht ganz ersichtlich, warum bei einem Album dieser Art ausgerechnet die Texte ein Bewertungskriterium darstellen. Es handelt sich bei dem Produkt um ein Album mit Musik drauf, und nicht um einen Gedichtband oder die weltbewegenden Texte eines John Lennon, die auf eine Interpretation warten. Man hätte vielleicht auch noch erwähnen können, dass Dirty Loops mit diesem Album eine neue Stilrichtung erschaffen haben. Und nein, ich muss den Redakteur leider enttäuschen - es handelt sich nicht um etwas austauschbares, weil es keinen anderen Interpreten gibt, der zur Zeit diese Musik bietet. Und genau deshalb ist die Musik nicht austauschbar, egal ob sie einem nun gefällt oder nicht und eigentlich auch unabhängig davon, ob man mit Musik ein wenig vertraut ist, oder sich lieber an Texten aufhält, welche eine der Kriterien sein dürften, die Dirty Loops-Hörer am wenigsten an der Musik interessiert. Die Tatsache, dass hier Texte in erster Linie phonetische Bedeutung haben und die inhaltliche zweitrangig ist, ist wohl noch nicht bedacht worden. Wie rezensiert ihr eigentlich James Brown? Wird dann fein säuberlich "Get up, huh, Sex Machine ... yeah" zitiert und zerrissen, in bitterer Enttäschung hier keine tiefere Sinngebung erkennbar ist? Ehrlich Leute, lasst mal jemand da dran, der auch Ahnung von Musik hat.

    • Vor einem Jahr

      Ja, besser könnte ich es nicht sagen. Ich habe bei "laut" bisher kaum nachvollziehbare Kritiken gelesen. Es ist tatsächlich so, dass hier offensichtlich die meisten Rezensenten glauben, Sie schrieben nur dann eine gute Kritik, wenn Sie zu einem höchstens durchschnittlichen Ergebnis gelangen.

  • Vor 8 Jahren

    Diese Art Pop-Musik (oder ist es mehr Jazz?) zu hören, habe ich mir schon sehr lange gewünscht. Jetzt gibt es es endlich. Danke! Die Texte sind da für mich wirklich zweitrangig.
    Liebe Dirty Loops: bitte noch mindestens zwanzig Alben rausbringen!

  • Vor 8 Jahren

    Nach einer solchen Rezension darf man dann durchaus mal die Frage stellen: Haben Sie dieses Album überhaupt auch nur einmal aufmerksam gehört?

    Zugegeben beim ersten Durchlauf im Auto machte sich bei mir ein wenig Ernüchterung breit. So kreativ und frisch wie die Coversongs waren die eigenen Songs im ersten Moment nicht.

    Allerdings wird das Album bei jedem Hören immer besser und man erkennt sehr sehr viele schöne Details, geniale Bassläufe, Backing Vocals, etc. heraus. Damit heben sich Dirty Loops schon mal definitiv vom üblichen 0815 Chart-Gerümpel heraus. Diese Detailverliebtheit und Verspieltheit hört man sonst bei den üblichen Standard Pop-Produktionen nicht.

    Genau hier liegt eben auch der Unterschied. Es ist genial verpackte und anspruchsvolle (Pop)-Musik, die den Hörer fordert. Dies erkennt man aber auch nur, wenn man den Songs Zeit gibt und vor allem auch aufmerksam zuhört. Hier jedoch von Austauschbarkeit und Emotionslosigkeit zu sprechen, passt einfach überhaupt nicht und lässt damit nur den Schluss zu, dass Herr Berger die erste Frage eindeutig mit "nein" beantworten muss.

  • Vor 7 Jahren

    Ich bin jedesmal aufs Neue sprachlos, wenn mir diese "Rezension" ins Sichtfeld gerät. Ein Review einer renommierten Musikseite dient vielen Leuten als vorgeschalteter Filter, um das Hörenswerte vom Überflüssigen zu trennen. Daher sollte nicht der individuelle Geschmack, sondern die Sachkompetenz des Rezensenten den Auschlag bei der Beurteilung geben. Selten ist jemand so am Ziel vorbei gallopiert wie Manuel Berger. Natürlich erinnern die Texte weder an Rilke noch an Brecht. Ich bin erschüttert! Schonmal Nils Landgren Funk Unit ("All we need is da fonk") oder Tower of Power ("I like your style")gehört? In dieser Musiksparte dienen Texte dazu, die Eintönigkeit von bloßem Vocalise-Singen zu vermeiden. Sie sind meistens Mittel zum Zweck und mehr nicht. Warum nicht gleich Tupacs Musik aufgrund seiner mangelnden Gesangsfähigkeiten verreissen? Und ja, natürlich zielt die Musik von Dirty Loops auf ein großes Publikum. Ist ein Fusionmusiker nur dann ein guter Musiker, wenn ihn möglichst niemand kennt? Ich bin Musiklehrer und bei meinen Schülern, die von Funk und Fusion nicht viel halten, hat diese Musik eingeschlagen. Sie erfreuen sich am poppigen Element der Musik und werden hinterrücks mit Jazzrock infiziert. Und es wird der Tag kommen, wo sie verblüfft feststellen, dass sie Chick Corea und Herbie Hancock mögen. Denn diese Poppigkeit ist ja nur das mainstreamtaugliche Mäntelchen, dass man dieser Musik umgelegt hat. Wenn man sich an den einen oder anderen Elektrobeat gewöhnt hat, kommen bei jedem Lied soviele jazzige Licks, musikalische Gimmicks und originelle Grooves zum Vorschein, dass das Wort "Beliebigkeit" bei mir nur ein großes Fragezeichen ins Gesicht zaubert. Diesem Bassisten beim Spielen zuzusehen, ist für jeden angehenden Musiker ein Grund, sich die Freudentränen aus den Augen zu wischen und die Selbstironie, mit der diese musikalische Wundertüte garniert ist, macht diese musikalischen Ausnahmetalente noch sympathischer. Steve Lukather, Stevie Wonder und Quincey Jones sind aus dem Häuschen, wenn es um die drei jungen Burschen geht. Das heißt nicht, dass man die Musik mögen muss. Aber das sollte Herrn Berger animieren, noch einmal über die Fundiertheit seiner Kritik nachzudenken.
    Am besten hat es Georg Kreisler in seinem Lied "Der Musikkritiker" ausgedrückt
    https://www.youtube.com/watch?v=6ozEA0JJiCY

  • Vor 7 Jahren

    Habe eben gerade diese "Rezension" gelesen ...
    Herr Berger sollte sich darauf beschränken über Dinge zu schreiben von denen er etwas versteht. Ich schreibe, als professioneller Musiker, ja auch nicht Rezensionen über Bücher die sich fundiert mit z.B. neuen Theorien in der Quantenphysik beschäftigen.
    Im Übrigen verweise ich gerne auf den Link meines Vorgängers zum Kreisler-Lied ... ;-)

  • Vor 7 Jahren

    Ich kann mich meinen beiden Vorrednern nur anschliessen. Konnte gar nicht glauben was ich da lese. Auf jeden Fall können wir uns innerfamiliär z.B. im Auto immer auf diese Mucke einigen was sonst gelegentlich schwierig ist. Frau Mama geniesst unter anderem den Funkaspekt, die Kinder können schön mitsingen und ABGEHEN und der Papa freut sich über die vielen kleinen Jazzlicks und interessanten Arrangementideen. Alle begeistern wir uns ob der schieren musikalischen Spielfreude und Energie die aus jedem Ton schaut. Wozu so etwas niedergeschrieben werden muss verstehe ich nicht.