Nach dem durchgängig orchestrierten Bombast-Musical "The Astonishing" überraschte "Distance Over Time" mit seinem reduzierten Ansatz. In der Abgeschiedenheit der Yonderbarn-Studios pflegten Dream Theater einen sehr songorientierten Stil, nicht gänzlich frei von Frickel-Orgien, aber doch in überschaubarem …

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  • Vor 8 Monaten

    Bester DT Longplayer seit "A Dramatic Turn of Events", der glücklicherweise den fast schon DT-typischen Starkes Album/Schwaches Album-Zyklus durchbricht. Wie in der Rezension hervorgehoben hat LaBrie seine Register-Komfortzone gefunden, und seine Stimme kommt perfekt zur Geltung. Den Titeltrack kann ich zwar auch nach mehrmaligem Durchhören noch nicht in die Kategorie "A Change of Seasons" oder "Octavarium" einordnen. Dafür bin ich von "Awaken the Master" und besonders "Transcending Time" schwer beeindruckt. Hier blitzt Rush ("Spirit of the Radio") durch, und DT beweisen allen Unkenrufen zum Trotz ihr Gespühr für gute Melodien und Hooks.

  • Vor 8 Monaten

    Ich fand "Distance Over Time" ein kleines Stück besser, aber trotzdem ein super Album.

    • Vor 8 Monaten

      Ich finde Distance sogar um einiges besser. Werde mit dem neuen Album (noch) nicht warm, daher frage ich mich, bei den vielfach guten Kritiken, ob es dann nur an mir liegt (abseits davon, dass es mir ja nicht zu 100% zusagen muss).

      Es überwiegt noch der Eindruck von, dass alles zu vertraut wirkt, zu vorhersehbar, dass DT nichts neues mehr zu erzählen haben. Vor allem die Instrumentalpassagen - es ist irgendwie immer das gleiche - wenn man es in den Kontext der Bandgeschichte bringt. Man weiß sofort, dass es das übliche Wechselspiel zwischen Rudess und Petrucci geben wird, die immer gleichen Keyboardsounds und das Gefrickel bietet mir auch schon länger nichts mehr neues. Nach wie vor technisch auf dem höchsten Niveau, aber das bringt mir nichts, wenn das Herz fehlt.

    • Vor 8 Monaten

      Auf "Distance Over Time" hatte ich das Gefühl, dass wieder mehr Leidenschaft im Spiel ist. Gerade "Fall Into the Light" was ein super Song. Auf "A View From The Top Of The World" sticht für mich "Awaken The Master" positiv heraus. Finde aber auch "The Alien" wirklich gelungen.

  • Vor 8 Monaten

    Um den Faden wieder aufzugreifen aus dem Interview: Hier sieht man doch genau, was gesagt wurde: es wird gelobt, daß "die Muskeln spielen" gelassen werden. Nicht, daß hier unterhaltsame, authentische oder gar gute Musik gespielt wird. Und aller-, allerspätestens seit Dragonforce, Animals As Leaders uvm. ist das technisch schwierig zu spielende von DT kaum noch konkurrenzfähig.

    • Vor 8 Monaten

      Was ist denn bitte "authentische" Musik? Vor allem in Bezug auf Kunst ein fürchterliches und viel zu häufig verwendetes Wort (wenn ich wüsste wie, würde ich jetzt Schwingos Lieblingssmiley hier einfügen)

      Und AAL bedienen eine ganz andere Virtuosenschublade als DT und Dragonforce sind eher Powermetal. Wenn, dann wären schon eher die Bands, die Dream Theater direkt beeinflusst haben, die Konkurrenz.
      Namedropping: Haken, BTBAM, Arch Echo, Protest The Hero etc.

    • Vor 8 Monaten

      Authentisch ist so viel wie "Wir haben hier was mitzuteilen!" Energie. Starke Gefühle. Das Gegenteil von K-Pop.

      DT sind so inspiriert wie jede schlechte Altherrenprogband aus der Provinz. Hatte so eine mal gemixt. Zieht man mal die instrumentalen Penisprahlereien ab, klingen die genauso wie DT, inklusive Nachdenklichkeit für Dumme, irgendwas mit Aliens, kosmischer Weltbetrachtung und ähnlichem Schnarch, den sie selbst nicht so ganz geglaubt haben.

    • Vor 8 Monaten

      Und ja, Haken machen das ganze natürlich von Anfang an tausendmal überzeugender.

    • Vor 8 Monaten

      Dieser Kommentar wurde vor 8 Monaten durch den Autor entfernt.

    • Vor 8 Monaten

      :rolleyes: -> : rolleyes :

    • Vor 8 Monaten

      Also für mich ist das nur eine bedeutungslose Worthülse, das was für den einen 100 Prozent authentisch sein kann, ist für den nächsten das Gegenteil davon.
      Wenn ein Projekt mit dem Ziel an den Start geht, trven K-Pop zu machen, ist es authentischer K-Pop.

      Aber wenigstens dahingehend sind wir uns einig, das Haken der obergeilste Shit sind und kompositorisch in einer ganz anderen Liga spielen als DT.

      Vielen Dank Gleepi, ich meinte aber eigentlich das, wo das Smiley zeigt, dass es Guacamole gefrühstückt hat ;)

    • Vor 8 Monaten

      @Ragism: "... Nicht, daß hier unterhaltsame, authentische oder gar gute Musik gespielt wird." Das lese ich nicht aus dem Interview. Wieso sollten DT diese Tugenden (bewußt) aus den Augen verloren haben? Es ist ja auch immer noch so, dass es im Ohr des Hörers liegt, was "gute Musik" ist, oder was unterhält. Somit ist es absolut beliebig, einem Künstler das Gegenteil zu unterstellen.

    • Vor 8 Monaten

      Meypi, ich meinte den Faden unter dem Interview, wo eigentlich schon alles gesagt wurde zu dieser Platte und vermutlich jeder, die sie jemals veröffentlicht haben.

      Radioheadi, ja, "nicht authentisch" ist immer etwas heikel oder dürftig, der Begriff. Stimme insofern zu. "Gewollt", "bemüht", "eierlos", "ohne Dringlichkeit", "gefühllos" wäre vielleicht besser beschrieben.

    • Vor 8 Monaten

      "Aber wenigstens dahingehend sind wir uns einig, das Haken der obergeilste Shit sind und kompositorisch in einer ganz anderen Liga spielen als DT."

      Anders ja, eine ganz andere Liga sehe ich da nicht. Trotzdem steht Hakens Ouput in den 00ern locker über dem von DT.

    • Vor 8 Monaten

      In den 10ern natürlich.

    • Vor 8 Monaten

      21. Jahrhundert?

  • Vor 8 Monaten

    In den rund siebzig Minuten feuert der Gitarrist ein Skalengewitter ab, das "Terminal Velocity" oder "LTE 3" in Nichts nachsteht.

    Mit solchen Sätzen befeuert man aber auch die Kritiker. :D

    • Vor 8 Monaten

      Der Rezensent hat recht, und tatsächlich scheint Petrucci seine terminale Geschwindigkeit noch immer nicht erreicht zu haben. Der Punkt ist halt: Deswegen sind DT da, wo sie heute sind. Petrucci und seine Signature Gitarren sind DAS Standbein für Ernie Ball Music Man. Für jeden Stingray Bass verkaufen die 5 JP Modelle. Und deswegen klingen Haken so, wie sie heute klingen (siehe Haken Interview zum ersten "Awake" Hörerlebnis auf YT). Hier bei Laut verkehrt sich interessanterweise der Respekt vor einer unglaublichen musikalischen (ja!) und technischen Leistung in Abwertung und Ablehnung, obwohl sich doch die Frage gar nicht stellt.

  • Vor 8 Monaten

    Ein sehr gelungenes Album, wie ich finde. Vielleicht nicht ganz so catchy wie der Vorgänger, sind trotzdem tolle Songs ohne zu viel Frickelei, jedenfalls nicht so sehr, dass es unübersichtlich wird. Besteht ja immer ein bisschen die Gefahr, dass es so viel Abwechslung gibt, dass die Abwechslung völlig abhanden kommt und alles nur noch gleich klingt, siehe Obscura.

  • Vor 8 Monaten

    Ich find man muss James LaBrie auch dafür loben, dass er hauptsächlich in mittlerer Stimmlage singt. Die ganz hohen Töne trifft er ja live leider nicht ganz. In der mittleren Stimmlage singt er aber immer noch sehr gut. Dream Theater werden ja schon seit Jahren wegen seinem Gesang kritisiert. Ich kann mir die Band aber nach 30 Jahren und 14 Alben mit Ihm auch nur schwer ohne LaBrie vorstellen.