Einst galt Eko Fresh als eins der größten Talente, die die deutsche Rap-Szene zu bieten hatte. Jeder weiß das, nicht zuletzt deswegen, weil Eko selbst nicht müde wird, selbiges zu betonen. Jeder weiß auch: Lang, lang ists her. Niemand kennt sich damit besser aus als die unangefochtene Nummer eins …

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  • Vor 9 Jahren

    Ek to the Roots ist ein gutes Album, dies nur vorweg

    Die erste Platte gefällt mir im Ganzen etwas besser. Ich finde schon das Intro sehr gut gemacht, danach ist alles aus einem Fluss. "Euer Vater" finde ich cool als EInstieg, "Es muss sein" gefällt mir weniger, auch weil der Refrain schon in früheren Lieder ähnlich vorkam. Das Beste Lied auf der Platte ist "Rap Lexikon", geile Rhymes, Super Flow, guter Refrain und schwungvoll...hier zeigt EK zum ersten Mal so richtig was er draufhat. Das Negativste am ganzen Album sind die Features. Ich kann mit Fredo Star hier nur wenig anfangen, besser ist das "Der König ist zurück", da ich finde das Ek hier durchgehend die Wahrheit erzählt und ich kaufe ihm das auch ab, dass es kein 0815 Steh auf, gib nie auf-Lied ist. "Diese 2" mit Bushido ist das Beste Feature auf der ersten Platte, evtl. auf dem ganzen Album und das Lied ist für mich in der Tat ein Klassiker, auch dank dem geilen Beat. Die Beats sind über das ganze Album gesehen wohl der grösste Pluspunkt, es gibt nur wenige die abfallen und dafür viele wirklich geile Beats. Der Gastarbeiter gefällt mir, ich finde es auch ok dass er in der 2. Strophe auf sich zu sprechen kommt, da er nicht nur von sich sondern seiner ganzen Familie spricht. So, dies ist für mich klar die Stärkere Hälfte der ersten Platte, danach taucht das ganze ein wenig ab. Das Feature mit Noble ist ok, aber nicht mehr. "Mein eigener CHef" geht mir auf den Sack und "Augenbrauen" ist auch ok, aber auch nicht mehr. Frauenartzt hat auf "Ehre und Stärke" nicht seinen besten Tag und dadurch geht auch dieser SOng in die Sparte Ok. "SCheiss drauf" kann ich auch nicht so ganz ab und so sind wir bei schon "Manche sind so" Die einzige echte Story, Ek kann Storytelling, die Story hier aber ist für mich eher dünn und hat auch keine echte Aussage und keinen echten Erzählwert, der Beat ist aber nett. "Fatales Trio" ist eigentlich gut, aber auch hier machen die Featuring-Gäste wie bei "Ehre und Stärke" das Lied schlechter und nicht besser. Klassentreffen ist dann, entschuldigung, etwas peinlich. Toni der Assi ist für mich eine Witzfigur, kein Rapper, Auch Ali und Papa Landliebe kann ich nicht ernstnehmen. MoTrip versucht zu retten, und der letzte Teil (MoTrip und Eko) ist gut, am Besten nächsten Mal nur diese 2 aufbieten.

    Platte 2:Das 2. Intro ist klar schwächer, und auch der erste Teil der 2. Platte überzeugt mich nicht. "Schon wieder" gefällt mir genausowenig wie "90er Drive-By" und "Scheisse gibts umsonst" Die Nr. 5 und 6. der 2. Platte sind ok, aber auch nichts besonders. Erst bei "Träumer" kommt wieder ein Lied das mir gefällt. Farids Part am Anfang nervt ein wenig, aber Ek und Cem können gefallen. Auch die Nr. 9 und 10 sind höchstens Durchschnitt. Nun aber kommt endlich der Beste Teil der 2.Platte. Raptutorial, in dem Ek das Rhymen erklärt und mir dabei richtig gut gefällt und dann "Gefällt das", das Beste Stück des Albums. Hier für mich der Beste Featuring-Part des ganzen Albums, weil Hans Sarpei wirklich in das Lied passt und das Lied ist einfach nur geil vom Beat aber auch vom etwas ironischen, aber doch auch klugem Text her. Und Ek Flowt hier mal wieder richtig. Auch "Der Don" gefällt mir sehr gut, hier vor allem der Refrain. Auch bei "Immer noch so hart" nerven mich die Featuring-Gäste eher, da sie aus meiner SIcht wie Xatar, Ssio, Toni der Assie, Ali, Papa Landliebe und Frauenartzt Eko nicht im Geringsten ebenbürtig sind. "Von unten" finde ich super,dafür "Mein Name ist 2" nicht gut. Der Abschluss mit dem Outro mag ich und rundet aus meiner SIcht das Album sehr gut ab. Der 18.te Track ist vom Beat her gut, ich verstehe kein Wort aber der flow passt, allerdings ist Türkischer Rap überhaupt nicht mein Ding.

    Fazit: Ek to the Roots ist für mich die bisher Beste Eko Platte. Es gibt ein paar wirklich ganz starke Lieder (Rap Lexikon; Gefällt das; Rap Tutorial)und durchwegs Hammer-Beats. Eine Enttäuschung sind bis auf Hans Sarpei, MoTrip, Summer Cem und Bushido vor allem die deutschen Featuring Parts, welche für mich allesamt 3 Klassen unter Eko sind und das Album abwerten. Jedoch gefällt mir sehr wie Eko Flowt und seine Rhymetechnik ist unerreicht, unzählige Doppelrhymes, Kreuzreime und auch gleiche Endungen mit anderem Sinn (Bleibt zu hoffen ihr Zeitgenossen habt die Zeit genossen)sind super gemacht.

    Empfehöung: Das ALbum ist empfehlenswert, aber kein Must-Have.