• Vor 6 Monaten

    Mit diesem Album habe ich, 16 Jahre jung, Laibach entdeckt. "2525" war auf einer Rolling Stone Compilation und ich dachte, dass der damalige Papst Johannes Paul II. da tatsächlich sprechsingt. Dazu das grandiose Finale mit dem Orchester. Genial, wie sie diesen Klassiker entstaubt haben. Dann "Final Countdown", dass so viel schneller läuft als das Original. Und Techno statt Hardrock fand ich damals echt Klasse. Kann ich immer wieder hören. "Alle gegen alle" klingt bereits wie Rammstein, die sich allerdings in diesem Jahr gerade erst gegründet haben...
    "In The Army Now" ist irgendwie nicht mehr so poppig, sondern klingt eher bedrohlich. Sollte die Armee hier kritisiert werden? Warum?
    Will sagen, Laibach haben mich so zum Nachdenken über Militarismus gebracht, wie Hitler Maler war. Eigentlich fand ich nur die Musik gut. Das mit dem Kontext kam erst später.

    Falls es mal einen Meilenstein zur Band geben sollte, schlage ich diesen vor. Die genialen Coverversionen, die irgendwie sehr anders als die Originale sind (was will die Band uns bloß damit sagen?) höre ich nach wie vor sehr gerne. Sehr zugängliches Album, das immer noch gut klingt.