laut.de-Kritik

9gag-Rap aus dem neunten Kreis der deutschen Meme-Hölle.

Review von

Hilfe. Die Nostalgie für die Ära von 257 und Trailerpark muss ausgebrochen sein. Wir sprechen von dieser Art Rap, die der eine Metal-Kumpel aus der Schulzeit, der es nie aus dem Dorf geschafft hat, besoffen auf dem Festival-Zeltplatz hört. Die beiden durch einen K.I.Z.-Cosign aus der Bedeutungslosigkeit gefischten Frankfurter Struggle-Rapper Mehnersmoos zeigen aber, dass es immer noch schlimmer geht. Ihr neues Album "Pennergang" macht 9gag-Rap aus dem neunten Kreis der deutschen Meme-Hölle. Als hätte man 2014 die schlechtesten Lines von Karate Andi, Trailerpark und drei VBT-Viertelfinalisten eingefroren, um sie heute vier Jahre verspätet auf 'ironischen' Lil Pump-Sound nachzureichen.

Klingt verlockend? Traut dieser Platte trotzdem nicht zu viel zu. Es gibt keine Worte dafür, wie Minuten-zu-Stunden-machend unlustig sie ist. Beschissene Lines ironisch zu rappen macht beschissene Lines nicht weniger beschissen. Und Jesus Mutter Maria Gottes, dieses Album hat beschissene Lines. Preisfrage: Wie witzig findet ihr das Wort "Hurensohn"? Wie witzig findet ihr das Wort "Pimmel"? Wie witzig findet ihr das Wort "Arschfick"? Für zwei Jungs, die genauso gut 45 Minuten über ihre eigenen Fürze lachen könnten, wirken selbst Disses gegen Atze Schröder, Chris Tall und Carolin Kebekus wie humoristisches Nach-Oben-Treten.

"Ich stapel' mein Geld so hoch wie ein' Hitlergruß / Deshalb tut eine Frau mit mir ficken tun". "Wir sind reich wie eine Bank". "Eier schwer wie Mathe". "Spasten die hinterm Mond leben wie ein Astronaut", "Ihr seid alle lame – Museum", "Ich finde nur noch Witze über Hitler funny, woah!". Antihumor mag seinen Zeit und seinen Ort haben, aber Mehnersmoos kämpft mit dem Konzept, vier Zeilen zu schreiben, ohne den Zuhörer die Augen rollen zu lassen. Urteilt man nach der Menge an 2008-RTL-Memes und ironisch falscher Grammatik, müssen K.I.Z wahrscheinlich beim Recorden mit der Knarre an der Schläfe verhindert haben, dass diese rappenden Rage-Comics reihenweise 'I bims'-Witze droppen.

Wenn sie nicht gerade kichernd über das Wort Arschfick am Boden liegen, scheinen sie sich aber für ihre ... sehr provokante Art auf die Schulter zu klopfen. Ein Dutzend Mal dissen sie Carolin Kebekus, es gibt Rape-Jokes, deren Pointe es ist, dass das Konzept Vergewaltigung einfach zum Schreien komisch ist. Auf dem Skit "Denno Mit Z" machen sie einen südländischen Akzent nach und klingen wie ein rassistischer Onkel, der beim Abendessen aus seiner Herren ü40 – politisch unkorrekt-WhatsApp-Gruppe vorliest. Und der Beef damit ist nicht mal, dass das problematisch ist. Der Beef ist, dass das so komplett unlustig ist, dass man sich vor Fremdscham spontan selbst entzünden möchte.

Aber das ist das Ding: Man schämt sich viel fremd, aber so richtig provoziert fühlt man sich trotzdem nicht. Über schwarzen Humor könnte man ja streiten. Über die Frage, was Comedy darf oder nicht darf, sicher auch. Aber bei Mehnersmoos gebt es nicht um Comedy dürfen, sondern um Comedy können. Ihr niemals endendes Rumgekrebse auf der Suche nach einer einzigen nicht beschissenen Pointe fühlt sich an, als würde der Klassenclown das vierte Mal am Stück ohne Lacher die Hand heben. Man wünscht, er würde einfach aufgeben, aber es geht weiter und weiter.

Man fragt sich, mit welcher Blackmail sie die Produzenten hinter diesem Album aufgetrieben haben. Die Beats gewinnen keinen Innovationspreis, aber klingen durch die Bank gut, irgendjemand hat die Grundideen von Florida-Trap mit ein paar anderen zeitgeistigen Amirap-Ideen vermengt, ab und zu klingt auch der Autotune-Einsatz solide. Auf "Pennergang" bekommen wir Hörner à la "Industry Baby", "Drachenlord" erinnert ein bisschen an Lattos "Bitch From The South". Aber wer auch immer diese Beats gemacht hat, wird doch mehr gewollt haben als zwei aus dem Alter lange herausgewachsene Comedy-Rapper, die mit von Lil Pump geklauten Flows und Adlibs durch den Mix stolpern. Denn, wie wir alle wissen, befinden wir uns im Jahre 2017 und was ist bitte witziger als Lil Pump?!

Normalerweise würde ich dieses Album resümieren mit: Jungs, ihr seid jetzt wahrscheinlich irgendwas mit 30, loggt euch aus eurem Reddit aus, entfolgt die Dank-Memes-Accounts, räumt eure Zimmer auf, ihr verbringt zu viel Zeit im Internet. Dieses ganze Album stinkt nach Trotteln, die einer Frau auf einer Party 30 Minuten den Plot einer "Rick & Morty"-Folge erklären und das dann für einen erfolgreichen Flirt halten. Aber das Ding ist: Irgendwie stinkt unter diesem gewollt provokanten Antihumor auch noch die pure Kalkulation durch. Versteht mich nicht falsch: Dass diese Clowns die ganze Nacht besoffen "Family Guy" schauen, das nehme ich ihnen doppelt und dreifach ab. Aber ich nehme ihnen halt auch ab, dass sie am nächsten Morgen in Hemd mit Young Professional-Manbun beim Label aufschlagen und ihr subversiv-ironisches neues Hip Hop-Projekt verkaufen. "Pennergang" ist das schlechteste von beiden Welten. Gleichzeitig kalkuliert, aber doch völlig aus der Zeit gefallen, inhaltlich komplett leer und wirklich bar jeder Beschreibung unlustig. Wer sich über die Wackness im Deutschrap aufregt, sollte nicht so fundamental dazu beitragen.

Trackliste

  1. 1. Hurensohn
  2. 2. Tedi (feat. DJ Spermaficker)
  3. 3. Drachenlord
  4. 4. Hey John (feat. Maxim K.I.Z.)
  5. 5. 99 Puffs
  6. 6. Bosse
  7. 7. Schnaps Kippen Dosenbier
  8. 8. Denno Mit Z
  9. 9. Pennergang
  10. 10. Blau
  11. 11. Anti Anti Alkoholiker
  12. 12. Mobbing
  13. 13. 3 Uhr Nachts (feat. DJ Arschlochficker)

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26 Kommentare mit 47 Antworten

  • Vor 6 Monaten

    Dieses Albung ist mein 13. Grund.

  • Vor 6 Monaten

    Herrn Golz fehlt es offensichtlich an dem nötigen Kunstverständnis und Achtung vor Werk und Künstler, um dieses Album zu erfassen und angemessen zu bewerten.

    Besonders überheblich ist der letzte Absatz, der das Zitat "Jungs, ihr seid jetzt wahrscheinlich irgendwas mit 30..." enthält. Hier verliert er jeden Respekt vor dem Künstler. Furchtbar!

    Schade, dass dieses Album nicht durch einen kompetenteren Redakteur beurteilt wurde. Über seine Motivation für diesen Verriss lässt sich spekulieren. Ich vermute, er ist neidisch, da er weder rappen kann noch reich ist.

    • Vor 6 Monaten

      @bernd81:
      Es ist sehr, sehr wichtig und zielfördernd, auf dem Redakteur rumzutrampeln. Man muß immer wieder betonen, daß er keine Ahnung hat und nur durch persönliches Unvermögen zu seiner Einschätzung kommt. Weil - wenn man festgehalten hat, daß der Redakteur mit seinem Schmalhirn und seiner Nullpeilung einfach nicht die künstlerische Gesamtleistung erfassen konnte, die ihm hier in vollem Glanz präsentiert wurde, ist umgehend jedem klar, welche Meinung man eigentlich von diesem Album haben sollte, man erkennt umgehend die technischen Raffinessen der Künstler und den Mehrwert der zur Schau gestellten Lyrik. Alles das würde der geneigte Leser auf gar keinen Fall vor Augen geführt bekommen, wenn man es ihm in Form einer Gegenrezension mitteilte. Es funktioniert nur, wenn man den Redakteur zur Sau macht, denn damit ist automatisch das Album aufgewertet und man macht damit im selben Atemzug auch Werbung für den Künstler.
      Gruß
      Skywise

    • Vor 6 Monaten

      @skwiese
      Es ergibt auf jeden Fall Sinn, unter „Kommentiere diesen Artikel“ den darüber stehenden Artikel zu kommentieren. Es ergibt Sinn, dabei den Sinn des Artikels, nämlich eine möglichst objektive Beurteilung eines Werkes unter künstlerischen Gesichtspunkten, worum es ja bei der Rezension eines musikalischen Werkes gehen sollte, zu kommentieren. Es ist auch erlaubt, Stilmittel wie Ironie zu verwenden, wie in meinem letzten Satz geschehen. Sinn eines Kommentars ist es nicht zwingend, eine verbesserte Rezension zu verfassen. Ich bin nämlich im Gegensatz zu Herrn Golz kein Redakteur einer Homepage, die mit Rezensionen von musikalischen Werken ihr Geld verdient. Es geht mir auch nicht darum, Ihnen oder irgend jemand anderem mitzuteilen, was ich von diesem Werk halte. Vielmehr geht es mir darum, mitzuteilen, warum ich diese Rezension für nicht angemessen halte.
      Grußlos
      Bernd

    • Vor 6 Monaten

      @Bernd81:
      a) Es gibt keine objektiven Beurteilungen. Zumindest keine aussagekräftigen.
      b) Natürlich kann man mit einem Kommentar eine Meinung abgeben. Nur - "Der Redakteur hat keine Ahnung" ist eine These. Diese gehört jetzt argumentativ untermauert. Denn wenn es darum geht - wie von Dir selbst angesprochen -, mitzuteilen, warum die Rezension nicht angemessen ist, dann muß das auch begründet werden. Nur dem Redakteur das Denkvermögen abzusprechen, sagt nichts darüber aus, wie richtig oder falsch er mit seiner Einschätzung lag.
      Du mich auch
      Skywise

    • Vor 6 Monaten

      @skwiese
      Letztmals: meine These ist nicht „der Redakteur hat keine Ahnung“, sondern „die Rezension setzt sich nicht angemessen mit dem Werk auseinander und die verwendete Sprache ist teilweise geringschätzig“.

      Ich kann mich nicht erinnern, dass wir zwei schon beim „Du“ waren.

      Vorsicht, es folgt Ironie: Nach Dienst-Schluss aufm Parkplatz? ;-)

    • Vor 6 Monaten

      Wie respektvoll ist es eigentlich, den Nachnamen des Redakteurs konsequent falsch zu schreiben, obwohl man anscheinend doch Umlaute auf seiner Tastatur hat?

    • Vor 6 Monaten

      @bernd81:
      Letztmals: und diese These wird nicht mit Belegen untermauert. Es wird nichts aus dem Werk zitiert, es werden keine Beispiele genannt, die verdeutlichen, daß der Redakteur sich nicht ausreichend damit auseinandergesetzt hätte oder daß die geringschätzige Sprache in irgendeiner Weise nicht angemessen wäre.

      Nein, wir waren nicht beim "Du". Aber es gibt einen Menschenschlag, den ich nicht zu siezen pflege.

      Gruß
      Skywise

    • Vor 6 Monaten

      Hör nicht auf Skywise, Bernd. Redakteur Gölz wird schon seit mehreren Jahren vom laut'schen Verfassungsschutz beobachtet. Wir brauchen engagierte Leser wie dich, Bernd, um die Wahrheit auszusprechen!

    • Vor 6 Monaten

      @Schwingster:
      Find' ich jetzt riskant. Bist Du sicher, daß bernd81 früher nicht schon als "IM Schokoputin" aktiv war? So was kann arg nach hinten losgehen.
      Gruß
      Skywise

    • Vor 6 Monaten

      Fehlt Kunstverständnis?

      Ich habe 2 Sekunden reingeklickt.
      Was für ein erbärmlicher Dreck.
      Musik für Freunde hochgiftiger Dämpfe.

    • Vor 6 Monaten

      @ceee3: Sie haben Recht, ich habe tatsächlich den Namen des Redakteurs falsch geschrieben. Herr Gölz, falls Sie das hier lesen: ich bitte um Entschuldigung dafür, ich habe den Namen tatsächlich zunächst nicht richtig gelesen und mir dann die falsche Schreibweise gemerkt!
      Den Namen von user "Sykwise" habe ich allerdings mit absicht falsch geschrieben, da ich mich über den Tonfall seiner Antwort auf meinen ursprünglichen Kommentar geärgert habe, die ich als sehr "oberlehrerhaft" empfunden habe. Ich vermute, ich habe auch mehrere Ausdrucks- und Interpunktionsfehler gemacht und würde mich freuen, wenn Sie ,user "ceee3", mich darauf hinweisen könnten. Ich lerne gerne dazu!

      @Skywise: ich bewundere Sie für Ihre Fähigkeit, einen "Menschenschlag" mit so wenig Information über Menschen zu beurteilen. Was Ihren Punkt betrifft: wir kommen hier nicht zusammen. Und das müssen wir auch nicht.

      @Schwingster: vielen Dank für die Information.

      So, jetzt darf jeder nochmal ne versteckte Beleidigung drunter schreiben und dann lassen wir es auch gut sein, oder? Die Sonne scheint...

    • Vor 6 Monaten

      Bissl Nachsicht mit newbie-fakes wie Bernd, die offensichtlich am Prinzip "Heinz Fischer" einfach schon das Grundkonzept nicht korrekt erfassen konnten sollte klar sein!

    • Vor 6 Monaten

      @bernd81:
      Es ist echt keine Kunst, Vollidioten oder Trollfinger zu identifizieren, die gerne andere Leute runterputzen, aber nicht in der Lage sind, passende Argumente zu bringen. Nein, wir müssen nicht zusammenkommen. Können wir ja auch nicht, weil - auf welcher Basis denn? Einigen können wir uns ja schlecht, weil keine Argumente ausgetauscht wurden.
      Gruß
      Skywise

    • Vor 6 Monaten

      Warum, warum verlaufen diese Gespräche mit den Trollen eigentlich immer und immer wieder gleich, warum gibt es denn nicht einmal den Moment der Überraschung? Sowas wie, dass Bernd loslegt und argumentativ und stichhaltig seine These untermauern würde, anstatt in Worthülsen zu verweilen? Gab es das hier jemals, dass sich ein Troll als kein Troll herausgestellt hat?

  • Vor 6 Monaten

    Fast so gut wie dieser Rapper 10faced. Aber nur fast.

  • Vor 2 Monaten

    Diese Kritik ist ein peinliches Zeugnis für die Vetternwirtschaft im Onlinejournalismus. Der hier in die Tasten schmetternde Dilettant ist offensichtlich so wenig mit Memes, Musik und dem Zeitgeist vertraut, dass seine mittlerweile im Teenageralter verweilenden Kinder ihn bitten, sie 100m vor der Schule rauszulassen. Allein, dass 9gag noch als popkulturelle Referenz genutzt wird, lässt bei mir den Boomeralarm schrillen. Der Autor scheint keine Sekunde darüber nachgedacht zu haben, dass Mehnersmoos mit dieser Kritik eines von zwei Zielen erreicht haben dürfte: ein literarisch ungebildeter Vater regt sich auf. Das andere Ziel ist übrigens so schlechte und inhaltlose Lieder zu produzieren, dass der Rapscommunity vor Augen geführt wird, wie belanglos Textinhalt geworden ist, ohne zu sagen, wie belanglos Textinhalt geworden ist. Und das wurde mit Bravur geleistet und dazu triggert man beim Zuhörer das Bedürfnis diesen Müll mitzugrölen, weil er weiß, dass die Stimme der Vernunft keineswegs geschwollen daherphilosophieren muss. Dem Autor, der wahrscheinlich irgendwas mit 40 ist, sollte man eines sagen: schenk deiner frustrierten Frau mal wieder Blumen, versuche die Kultur deiner Kinder zu verstehen, statt ihnen zu sagen, wie dämlich sie ist, quatsche nicht den Mainstream der Facebook-PC-Community unreflektiert nach und versuche vor allem zu akzeptieren, dass der Weg der Kritik nicht immer an ein eindeutiges und anprangerndes, meisterliches Interpretieren der Kunst selbst gebunden ist. Auch wenn mein Kommentar das jetzt tut. Man kann auch in bescheuerter Weise ein Verhalten ad absurdum führen, um Kritik zu üben, ohne diese deutlich auszusprechen. Ich hätte mir gewünscht, dass Kritiker nicht bewerten, wie ihre eigene Wunschvorstellung des Genres umgesetzt wurde, sondern sich objektiv und umfassend gebildet mit einem Thema auseinandersetzen. Das ist hier leider so wenig passiert, wie sich der rassistische Onkel mit der Flüchtlingskrise auseinandersetzen würde.

    • Vor 2 Monaten

      Ganz schön langer ad hominem. Auch nicht gerade ne rhetorische Meisterleistung, mmh?

    • Vor 2 Monaten

      Belanglose Inhaltslosigkeit und inhaltslose Belanglosigkeit der Rapscommunity ist temporär und dem anhaltenden Bandenkrieg mit der Sonnenblumen-Mafia geschuldet! Erbärmlich, entmenschlicht, selbstgefällig und damit ganz das Stereotyp, was kollektiv und völlig zutreffend als Problem dieser Generation gesehen wird, bravo! Anderen hier Uninformiertheit und Boomertum vorzuwerfen während mensch selbst in seinem offensichtlich erst äußerst kurz existierenden z-klassigen Minderleben noch nicht einmal eine Ausgabe des Manager Magazins zu Ende durchgeblättert hat! Peinlich und durch und durch ein nicht zu leugnendes Kind seiner nicht bloß zahlenmäßig drittklassigen Geburtenjahrgänge, der Beitrag von OP! :mad:

    • Vor 2 Monaten

      "Ziel ist übrigens so schlechte und inhaltlose Lieder zu produzieren, dass der Rapscommunity vor Augen geführt wird, wie belanglos Textinhalt geworden ist, ohne zu sagen, wie belanglos Textinhalt geworden ist."

      Oder Mehnersmoos haben einfach schnell genug gecheckt, wie einfach man mit dem Shit Geld verdienen kann und meinen es doch ein kleines bisschen ernst ;)

    • Vor 2 Monaten

      "Ey ich häng' mit den Atzen an der Theke
      Dabei sind wir noch nich' mal Azteken"

      Da müsste doch dein Herzilein auch höher schlagen, souli oder? :D

    • Vor 2 Monaten

      ja bruder menerzmoosz gude francfurter jungz habe gehobe deutschrap nivea auf neue levels siehe fetter brotz

    • Vor 2 Monaten

      Absolut. Eigentlich eine sehr gute Chance für Deutschrap, schade, dass nur der Satire-Anteil gesehen wird.

    • Vor 2 Monaten

      denke auch mehnezmoqus sehe das metal und rap is gleiche musikz

    • Vor 2 Monaten

      sehr gut erkannt, ElMassivo. Vielleicht liegt hier des Pudels-Ironie-Kern. Bin mir aber nicht ganz sicher. Womöglich wollen sie sogar die Metal-Szene komplett auf's Korn nehmen, deswegen.

    • Vor 2 Monaten

      bruder das wäre complizierte irnoic und keiner hat wisdom zu sehen das sehr gud wiezel

  • Vor 2 Monaten

    Bestes Deutschrap-Album allerzeiten! "3 Uhr Nachts" ist absolutes Gold!

  • Vor einem Monat

    Faszinierend und erschreckend, wie angreifend viele der Kommentare sind. Ich weiß, dass es einen nicht sofort zum verlässlichen musikalischen allround Experten macht, wenn man Musik studiert hat und seinen Lebensunterhalt damit verdient. Aber trotzdem: Ich muss kurz gegen diese ganze Negativität angehen.

    Der erste Song, den ich von der Band kennengelernt hatte, war "3 Uhr Nachts". Das Musikvideo berücksichtigend ist das wohl einer der kunstvoll-witzigsten Songs, die es in der deutschsprachigen Musik seit Jahren gegeben hat. Die Dramaturgie der Erzählung ist fantastisch, der Song hat einen wirklich coolen Grundgroove, ist eine herrliche Parodie zur 80er Jahre Ästhetik (inklusive smoothen Gitarrenparts, poppigen Bässen und einem typischen 80s Drumkit. Selbst an das ALF T-Shirt (AHA! ArschLochFicker! Da kommt der Name also her!) wurde gedacht!

    Der Part vom Übergang des Gesprochenen zur Musik (die Mid8 während des Telefonats) ist auch so unfassbar geschickt designt, das man fast nicht merkt, dass man von der unrythmischen Sprache langsam wieder zurück in den Rap schleicht.

    Abseits dieser paar Beispiele anhand des Songs "3 Uhr Nachts" stecken so viele intelligente Witze (und auch coole Beats, die zwar vom Readkteur erwähnt werden, aber in der Endwertung aufgrund ihrer angeblich geringen Originalität keine Würdigung erfahren!?) in diesem Album. Ich denke auch, dass es gar nicht so einfach ist, Text zu schreiben, zu producen und zu veröffentlichen, die so unfassbar dumm erscheinen, auf dem zweiten Blick dann aber doch meistens doch eine zweite Ebene haben, die ebenfalls unfassbar dumm und dämlich ist. Es klingt absurd das zu sagen, aber hierzu gehört eine ganze Menge intellektuelle Arbeit! Wer es besser kann, darf sich gerne mit einem Gegenprojekt melden.

    Natürlich ist nicht alles Gold. Das Album ist auch nicht die Offenbarung, auf die alle gewartet haben. Neben dem ganzen Plastikpop von Mark Forster, Max Giesinger, Cro und wie sie alle heißen, ist die Musik von Mehnersmoos zumindest für mich eine willkommene Abwechslung und ein Beitrag zur Pluralität der künstlerischen Freiheit.

    Aber wie immer: Kunst liegt im Auge des Betrachters. Ich find das Album mit all seinen Höhen und Tiefen ganz fett!

    Liebe Grüße und habt euch alle lieb!

    • Vor einem Monat

      Habe wegen des auffällig angenehmen Tons mal in das hier verteidigte „3 Uhr Nachts“ reingehört. Ich erwarte eine Entschuldigung…

    • Vor einem Monat

      Hättest dich lieber Mal auf den soliden Indikator verlassen sollen, dass es faktisch nur Trash sein kann wenn es Till Wieselspiegel feiert als sei August 2000 und die "Chocolate Starfish..." von Limp Bizkit gerade mit nem Track auf nem VISIONS-Sampler angeteasert worden, @Kubi. ;)