Der Rapper wird nach den acht Todesfällen auf seinem Festival nun auch gerichtlich zur Verantwortung gezogen.

Houston (ynk) - Bei einer Massenpanik auf dem Astroworld-Festival sind am vergangenen Freitag in Houston, Texas acht Menschen ums Leben gekommen. Nun gehen Verletzte und Angehörige von Opfern vor Gericht und verklagen den Rapper, sein Management und den Festival-Veranstalter Live Nation. Es sei eine "vorhersehbare Tragödie" gewesen, sagte einer der Opfer-Anwälte, konkreter geht es um eine Zuweisung der Schuld. Scott selbst adressierte in einem kurzen Text und mehreren Instagram-Stories, dass ihm die Situation nahe gehe und er nun mit den Houstoner Behörden zusammenarbeiten werde.

Noch konnte die Polizei nicht klären, was genau die tragischen Ereignisse ausgelöst hat. Jedoch wurde am Wochenende von verschiedenen Seiten argumentiert, dass vor allem eine Überbuchung der Einrichtung ein großer Faktor gewesen sein könnte. Wurden zur Erstausgabe des Festivals vor drei Jahren noch 50.000 Karten verkauft, gingen im Folgejahr 75.000 hinaus, dieses Jahr waren sogar schon 100.000 Menschen auf der Veranstaltung zu Gast. Ebenso zirkulierten mehrere Videos, in denen Fans ohne Eintrittskarten einen Security-Posten stürmten und so einer unklaren Zahl an weiteren Menschen Zugang zum Gelände verschafften.

Die Mischung aus einer generell unzureichenden Infrastruktur und die Überbuchung des Ortes dürften wohl vor Gericht die essentiellen Verhandlungspunkte darstellen. Doch auch das Verhalten von Travis Scott während der Live-Show warf Fragen auf. So kursierten Videos von Fans im Netz, die noch während der Show zur Bühne hinschrien, dass Menschen sterben. Travis Scott brach sein 75-minütiges Set zwar wiederholt kurz ab und bat darum, die Lage zu klären, nahm es aber auch mehrmals wieder auf. Inwiefern er sich der Ernsthaftigkeit der Situation bewusst sein konnte, lässt sich nicht eindeutig klären. Ein Krankenwagen versuchte, durch die Menge zu fahren, wurde aber von Feiernden gestürmt. Auch hier existieren Bilder, wie sie auf dem Dach des Hilfsfahrzeuges tanzten.

Generell hat der Vorfall eine Debatte über Sicherheitsvorkehrungen und Moshpit-Kultur losgetreten. Immerhin gab es bei Konzerten von Travis Scott schon mehrere Vorfälle, in denen er auf der Bühne sein Publikum dazu animierte, unverantwortlich zu handeln. Er selbst hat bisher weder Schuld eingestanden noch weitere Einordnung geboten. Wie genau der Fall sich vor Gericht entwickeln wird und welche weiteren Informationen dazu ans Licht kommen, bleibt abzuwarten.

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1 Kommentar mit 21 Antworten

  • Vor einem Jahr

    Was ist auch mittlerweile mit den Leuten los? Vielleicht klinge ich wie mein Oppa, aber ich glaube, dass wir an einem Punkt angekommen sind, wo wir vielleicht mal einen Gang runterschrauben sollten. Ich meine, früher ging man, wenn man wirklich (literally) auf die Kacke hauen wollte und seinen Körper riskieren, auf ein GG Allin-Konzert. Oder einen vergleichbaren Sonderling. Jetzt ist so ziemlich jeder bekannte Act irgendwie in dieser Turnup-Kultur drin und seit einigen Jahren haben wir warumauchimmer Moshpits auf Hip-Hop-Konzerten.

    In dieser Hinsicht muss ich auch den Oppa raushängen lassen und sagen: Hip-Hop-Fans verstehen weniger von Moshpit-Kultur oder Konzert-Etikette, als es die Leute tun, die sie seit Jahren praktizieren. Auf einem Hardcore-Konzert heben dich die Leute auf, wenn du fällst bei Hip-Hop-Konzerten wirst du teilweise ausgelacht. Das müsste sich mal ändern.

    • Vor einem Jahr

      In den Medien ist inzwischen auch häufiger der Vergleich zu einem Konzert von The Who gezogen worden, auf dem unter ähnlichen Umständen 11 Leute verstorben sind. Das hat weniger mit der Kultur des Genres als vielmehr mit den Platzverhältnissen der Menge zu tun. Ab einer entsprechenden kritischen Masse verliert sich jede Kontrolle, die einzelne Personen über die Situation haben könnten. Geholfen hätten weite Fluchtwege, ein Konzertabbruch und ein langsames Auflösen des Menge. Und vor allem hätte man vorsichtig sein müssen mit Kartenverkäufen in Überkapazität

    • Vor einem Jahr

      Tote in Menschenmassen gibt es, seit es Menschenmassen gibt. Die von Xc genannten Maßnahmen verringern glücklicherweise die wahrscheinlichkeit, dass so etwas geschieht.

    • Vor einem Jahr

      Wobei der coole Typ schon Recht damit hat, dass dieser ganze "Rager"-Scheiss ziemlich dumm ist. Travis propagiert ja schon seit Jahren ziemlich offensiv diesen maximalen Kontrollverlust und das ist mMn auch sein größte "Schuld" an diesem Drama...Leute ohne Tickets dazu aufzurufen einfach trotzdem auf das Konzert zu kommen um so richtig hohlzudrehen, OBWOHL es sowieso schon viel zu viele Tickets für die Größe der Venue gibt, ist mindestens verantwortungslos aber viel eher einfach ein in Kauf nehmen, dass so etwas passieren kann. Dazu dann tolle Insta-Videos seiner grenzdebilen Ollen mit Krankenwagen in der Menge und man hat schon das Bild einer ziemlich verkommenen und kaputten "Kultur".

    • Vor einem Jahr

      Xc: Dein Posting stimmt ja hinten und vorne nicht. HipHop-Musik ist immernch weltweit der größte Faktor in der Mainstream-Musik. The Who lebte davon Lügengeschichten über krasse Deutschrap-Gangster unters überaus junge Volk zu streuen - als dann Sido und Bushido nicht mehr mitgemacht haben war das Ende quasi schon besiegelt, den kleine Farids und Co konnten die Lücke nicht füllen. DIE KRITISCHE MASSE??? Seit wann ist die Masse kritisch? In welcher Welt lebst Du? Die Masse ist stumpf, kritisch sind die vergleichsweise wenig denkenden Menschen außerhalb dieses Konsum-Brot-und-Spiele-Pfuhls. Kritische Masse, selten so gelacht.. Aber ja, ich stimme Dir zu: Unsere Konzerte verändern sich und ich finde das gut so, nur die wenigsten Konzertgänger werden künftig auch noch am moshen sein, so ist das nunmal mit dem Fortschritt.

    • Vor einem Jahr

      Tooli, Allah, das Stück mit der kritischen Masse kommt mir bekannt vor, kann das sein? ;)

    • Vor einem Jahr

      @MeTOOLica
      Was hat denn The Who mit Deutschrappern zu tun? In welchem Paralleluniversum lebst du?

    • Vor einem Jahr

      Ich bin sehr verwirrt über dein Posting, ich glaube, du hast geschafft, was du wolltest @metoolica

    • Vor einem Jahr

      @tooli
      gehörst du dann auch zur kritischen masse innerhalb deiner "wenige denkende Menschen außerhalb dieses Konsum-Brot-und-Spiele-Pfuhls"-bubble? denk mal drüber nach.

    • Vor einem Jahr

      Da sieht man halt wieder, dass Xc und nomi einfach Lvl0 Haider sind, die einfach nicht hierher gehören. Löscht euch!

    • Vor einem Jahr

      ach hai, ich habe nur eine kleine frage gestellt. das "fragen stellen" in deinem begrenzten horizont nicht vorkommt, hast du hier mit jedem einzelnen post dokumentiert. du bist hier das one-trick-haiderpony. :joint:

    • Vor einem Jahr

      nomi sollte zuminest mal etwas runterfahren und einfach gediegener stisen, ma anmerken.

    • Vor einem Jahr

      Nomi sollte sich einfach endgültig löschen...

    • Vor einem Jahr

      solltest dich in DerWahnsinnigeHai umbenennen. deinen löschaufforderungen kommt doch sowieso niemand nach, trotzdem wiederholst du sie beständig. besser könnte man verminderte intelligenz nicht dokumentieren. chapeau.

    • Vor einem Jahr

      @weini
      war klar, dass du dich sofort dranhängst, du bist die definition eines lappens. sorry.

    • Vor einem Jahr

      Nomi, dem Beißreflex des Hais nach zu urteilen hat er es gerade vermutlich wieder schwer im Büro. Hab Mitleid.

    • Vor einem Jahr

      Ja wow, der nervige Trottel der ständig provoziert, nennt mich einen Lappen, bin schwer getroffen..

    • Vor einem Jahr

      jo, weini lass gut sein... nachher heulst du bloß wieder.

    • Vor einem Jahr

      Ne, Alter, DU lässt ma gut sein, darum geht es. Wat gibt Dir diese nervige Stisung? Brauchst Du das? Sei doch mal geschmeidig..

    • Vor einem Jahr

      ne, lass DU gut sein.

    • Vor einem Jahr

      Mjam lecker copypasta

    • Vor einem Jahr

      Dieser Kommentar wurde entfernt.