Volle Reizüberflutung oder schnörkellos aufs Maul? Real-Talk oder abgedrehter Psycho-Trip? Wieso "oder"? Im Jubiläumsjahr zieht Rap alle Register.

Konstanz (laut) - Freund*innen der gepflegten wie der räudigen Rapmusik, es ist erneut vollbracht: Hip Hop hat heuer das halbe Jahrhundert vollgemacht. Im Jubiläumsjahr haben wir natürlich besonders genau beäugt, was das Genre inzwischen (oder ... noch?) so kann. Wie nahezu in jedem Jahr zuvor zerfiel der launige Kreis der Hip Hop-affinen Autor*innenschaft darüber in zwei Lager: Die einen greinen über ein vermeintlich dürftiges Rap-Jahr, während die anderen kaum fassen können, was da wieder alles erschienen ist. Bei allem Verständnis für erstere Fraktion kann es ganz so schlimm (wieder) nicht gewesen sei, wenn solche Perlen bei rumkommen:

Die Hip Hop-Alben des Jahres

Egal, wie reserviert man den Entwicklungen gegenüberstehen mag: Es tut sich ja doch Einiges im Genre. Manche wenden sich dem dem Jazz zu, oder dem Pop. Die einen kuscheln mit dem Mainstream, andere bleiben mit beiden Beinen fest auf der Straße. Volle Reizüberflutung oder schnörkellos aufs Maul? Real-Talk oder abgedrehter Psycho-Trip? Bloß gut, dass wir uns dazwischen gar nicht entscheiden müssen. Wir können alles haben, und am Ende fällt eh noch ein vollverchromter Ferrari auf uns drauf.

Danke, gut.

Natürlich zeigt unsere Liste wieder nur eine Auswahl, auf die wir uns irgendwie verständigen konnten. Wer es ganz genau wissen möchte, wird die Veröffentlichung der Jahrescharts der einzelnen Autor*innen abwarten müssen, da zerren wir auch noch die dunkelsten Geheimnisse ans Licht. Bis dahin sei euch, um den Hip Hop-Horizont noch etwas aufzubohren, laut.fm/zwo ans Herz gelegt. Dein Hip Hop-Radio, danke, gut, mit ausschließlich handverlesenen Lieblingstracks im Programm:

An dieser Liste mitgewirkt haben die laut.de-Autor*innen Anastasia Hartleib, Anthony Cereso, Dominik Lippe, Florian Düker, Franz Mauerer, Jakob Hertl, Johannes Jimeno, Julius Stabenow, Kay Schier, Max Brandl, Merlin Engelien, Mirco Leier, Moritz Klein, Raphael Chassé, Robin Schmidt, Stefan Johannesberg, Stefan Mertlik, Thomas Haas, dieser Yannik™ Gölz und Yo Mama Fromm.

Fotos

Jpegmafia und Nas

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33 Kommentare mit 19 Antworten, davon 20 auf Unterseiten

  • Vor 2 Monaten

    Ich weiß gar nicht, ob ich dieses Jahr überhaupt auf eine Top-5 komme.
    Kamikazes, Morlockk, Killer Mike, Danny solo und wenn er die Hoes scared. Billy Woods ist groß, aber mir zu wenig catchy.

    Nach euren in sehr weiten Hosen stattfindenden Hip Hop Kriterien könnte noch Peter Fox rein, der mir sehr viel Spaß gemacht hat. Und zu den 14 Minuten Musik, die Wa22ermann bisher veröffentlicht hat, shake ich natürlich willig den Booty und hoffe auf ein Album im nächsten Jahr.

    Sonst viel Durchschnit (Schacke, Bibiza) oder Schlimmeres und Deutschland wurde als Ganzes vin diesem Begees Song von Keemo gepimpslapped.

  • Vor 2 Monaten

    Larry June & Alchemist - The Great Escape
    Conway & 38 Spesh - Speshal Machinery
    Lord Juco & Finn - Company 2
    Ransom & Nicholas Craven - Director's Cut 4
    Apollo Brown & Planet Asia - Sardines
    DJ Muggs - Soul Assassins 3

    Morlockk-Album und das mit Samy waren auch ganz gut, ansonsten wirtschaftet sich Deutschrap immer weiter runter.

    Eher ein mageres Jahr insgesamt.

  • Vor 2 Monaten

    Für mich fehlt da noch:
    Smoke M2D6 – Quarantine Heart Throb