Ihr wollt alle Spitzenreiter der Single-Charts? Hier sind sie. In chronologischer Reihenfolge.

Konstanz (alc) - Kennt jemand noch diese Dinger namens 'Jukebox'? Das waren Automaten, die nach Einwurf eines bestimmten Betrages, Vinyl-Singles nach Wahl abspielten. Auf diese Maschinen geht die Erhebung für Single-Charts zurück. Die Zeitschrift "Der Automatenmarkt" erfasste zum ersten Mal in den Fünfzigerjahren, welche Titel einer Jukebox die beliebtesten waren. Die allererste so ermittelte Nummer Eins der deutschen Musikhistorie war demnach "Es Hängt Ein Pferdehalfter An Der Wand" von einer Formation namens Kilima Hawaiians. Ob das Pferdehalfter immer noch an der Wand hängt? Wohl kaum. Viel hat sich getan im Laufe der Jahrzehnte. Es hat sich der Erhebungszeitraum geändert, erst monatlich, dann vierzehntägig bis hin zur wöchentlichen Verkündigung der Bestenliste.

Prestigeträchtig an den Single-Charts war und ist die Pole Position. Wer sich einmal eine Nummer Eins sichern konnte, dem war oft eine steile Musik-Karriere vergönnt. Ihr wollt sie alle? Wir haben sie alle. Hier sind alle Songs in chronologischer Reihenfolge versammelt, die jemals in Deutschland den Spitzenplatz der Charts einnahmen. Ladies and Gentlemen, hier sind ...

Alle Nummer-eins-Hits der deutschen Single-Charts

Wenn von den deutschen Single-Charts die Rede ist, gibt es viel Gejammer über die ach so schlimmen Songs, die sich dort herum treiben würden. Das Gemäkel mag durchaus berechtigt sein, aber die Geschichte der Charts zeigt auch, dass sich dort mitunter exzellentes Liedgut tummelte. Zeitgeschichtlich ebenso interessant, welchen Themen sich die Spitzenreiter der Charts widmeten. Von Heimattümelei über Fernweh bis hin zu (gesellschafts-)politischen Themen gibt es hier das ganze Spektrum.

Direkt zu den Nummer 1-Hits des Jahres ...

1953/54 - 1955 - 1956 - 1957 - 1958 - 1959 - 1960 - 1961 - 1962 - 1963 - 1964 - 1965 - 1966 - 1967 - 1968 - 1969 - 1970 - 1971 - 1972 - 1973 - 1974 - 1975 - 1976 - 1977 - 1978 - 1979 - 1980 - 1981 - 1982 - 1983 - 1984 - 1985 - 1986 - 1987 - 1988 - 1989 - 1990 - 1991 - 1992 - 1993 - 1994 - 1995 - 1996 - 1997 - 1998 - 1999 - 2000 - 2001 - 2002 - 2003 - 2004 - 2005 - 2006 - 2007 - 2008 - 2009 - 2010 - 2011 - 2012 - 2013 - 2014 - 2015 - 2016 - 2017 - 2018 - 2019 - 2020 - 2021 - 2022

Weiterlesen

47 Kommentare mit 14 Antworten, davon 38 auf Unterseiten

  • Vor 2 Monaten

    Ich habe jetzt nur die Übersichten bis 1970 angeklickt. Da war einmal Black Sabbaths "Paranoid" auf Platz 1. Danach hab ich aufgehört, denn das muss der Höhepunkt der deutschen Chart-Geschichte sein.

  • Vor 2 Monaten

    Glückwunsch! Ihr habt hier eine zu 98% akkurate und sogar international gültige Liste der am dringendsten zu vermeidenden Musik (und was irgendwer gehäuft als solche bezeichnet) der letzten 40 Jahre zusammengetragen.

    Ein hilfreicher Ratgeber für alle heranwachsenden Musikliebhabenden mit dem zeitgeschichtlichen Blick zurück auf ihrer Suche nach gutem Geschmack und elaboriertem Stilbewusstsein, welche Tonträgeranschaffungen auf dem Weg dorthin tunlichst auszulassen sind. Chapeau!

    • Vor 2 Monaten

      Dieser Kommentar wurde entfernt.

    • Vor 2 Monaten

      @ Pseudologe - Wieso der letzten 40 Jahre? Sind doch knapp 70 !

    • Vor 2 Monaten

      Danke für die Korrektur. Hab den Artikel nicht gelesen und nur grob überschlagen, wie viel Aufwand ich selbst maximal und bei Bezahlung in einen solchen Auftrag investiert hätte.

    • Vor 2 Monaten

      1) über i in "4","3","2","1","" iterieren
      1.1) http://www.chartsservice.de/historyd$(i).htm abrufen
      1.2) über die rows der iterieren und die einträge als tripel (artist,song,timeframe) in listen zu den titelzeilen neispeicher
      1.3) alle listen in eine große liste neispeicher

      2) über die liste der listen iterieren
      2.1) Eine Seite mit Titel $(aktuelleListe).name erstellen.
      2.2) über die aktuelle liste iterieren
      2.2.1) für jeden eintrag einen hyperlink auf die i+1-te nächste seite schreiben mit dem text "$(artist) - $(title)" des aktuellen Eintrags
      2.3) erneut über die aktuelle Liste iterieren
      2.3.1) für jeden eintrag eine neue seite erstellen
      2.3.2) Titel: $(artist) - $(title)
      2.3.3) mit der youtube api nach "$(artist) - $(title)" und das erste ergebnis einbinden
      2.3.4) untertitel: $(duration)

      3) wenn in den kommentaren auf falsch eingebundene videos hingewiesen wird händisch korrigieren und ggf PraktikantInnen beschuldigen.

      Stunde tops.

    • Vor 2 Monaten

      2.3.4) untertitel: $(timeframe)

    • Vor 2 Monaten

      Bin mir echt nicht sicher, ob ich es so gemacht hätte, selbst wenn ich das so wie Du aus dem Handgelenk schütteln könnte. Dieses selber von Hand durchwühlen und drüber ärgern (oder sich auch mal überwiegend daran erfreuen im Falle eines erwünschteren Arbeitsauftrags in Zusammenhang mit Musik) gehört für mich zumindest bei persönlichen Steckenpferden (wo Iterationen wiederum ja zu deinen zu gehören scheinen :D ) irgendwie mit dazu.

      Sonst fühl ich nicht, was ich tue.

    • Vor 2 Monaten

      genau genommen ist was ich mache ja Iteration vermeiden, in dem ICH etwas nur einmal mache, was dann irgendjemand oder irgendetwas beliebig oft wiederholen kann. Dieses Klick-Zieh-Strg+c-Schieb-Klick-Strg+v-Spielchen wird nämlich spätestens nach 100 Wiederholungen unerträglich, egal wie spannend das Thema ist.

    • Vor 2 Monaten

      Das ist halt Fluch und Segen deiner Methode - im reduziertesten Ansatz bekommst Du ja gar nicht mehr wirklich mit, was für ne Scheiße da die letzten 70 Jahre wirklich gekauft wurde und wie scheiße diese Scheiße wirklich war, als sie gerade der heiße Scheiß war...

    • Vor 2 Monaten

      wo ist da der Fluch? :lol:

    • Vor 2 Monaten

      plus natürlich erzählst du keinem, wie du das machst, brauchst eine ganze woche dafür und akzeptierst einen Monat später widerwillig den Auftrag das gleiche für die US-Charts zu machen.

    • Vor 2 Monaten

      Pathie ist eine Achse mit zwei Polen... So sehr mich meine musikalischen Liebschaften immer wieder verzücken, so leidenschaftlich kann ich auch manches, was eben nicht total egal ist, ein Leben lang hassen. :)

      Auch wenn bei nem Arbeitsauftrag wie "70 Jahre Nummer 1 Hits in Deutschland lt. Chart Media Control GmbH" zugegeben wohl deine Methode sehr viel mehr Segen als Fluch ist, da bei so viel total egalem Kernschrott und so wenigen Blüten in Feldern frisch mistgedüngter Scheiße die Messnadel schon weit Richtung antipathischem Pol hängt.

  • Vor 2 Monaten

    Der Kontrast von 2017 mit 6 Chart-Toppern zu den Folgejahren mit jeweils drölfzig (dank Streaming-Berücksichtigung) ist schon hart :eek:

    1990-1992 ebenfalls nur 6,7 Nummer Einses.