Reanimierte Stars treten wieder auf die Bühne - die Hologramm-Technik soll es möglich machen.

Aus der Gruft (aml) - Vor gut einer Woche schrien viele Fans des verstorbenen Tupac Shakur vor Entsetzen auf, als sie den Rapper plötzlich neben Snoop Dogg live den Song "Hail Mary" performen sahen. Möglich machte diese optische Täuschung die moderne Hologrammtechnik der Firma Musion Technology Ltd.

Die Idee stammte von Dr. Dre, und ihm zufolge war die Hologramm-Auferstehung eigentlich ausschließlich für das diesjährige Coachella Festival gedacht. Doch Sanj Surati von Musion Technology sieht noch ganz andere Möglichkeiten.

"Historische Neuerung"

"Das ist offensichtlich eine aufregende und historische Neuerung, die wir im Moment alle miterleben dürfen. Es würde Sinn ergeben, sie in Europa und vielleicht sogar auf dem Rest der Welt zu verbreiten", sagte er dem britischen NME.

Und damit meint Surati nicht nur die Tupac'sche Hologrammshow, sondern die visuelle Wiederbelebung großer Musiklegenden wie Michael Jackson, Kurt Cobain, Jimi Hendrix und sogar der kürzlich verstorbenen Whitney Houston. Auch über eine digitale Reunion von TLC mit der 2002 verunglückten Lisa "Left-Eye" Lopez wird offenbar bereits nachgedacht.

Elvis Presley auf einer Bühne mit Bieber?

Auch verwegene Kombinationen der irgendwie untoten Wiedergänger wären möglich - der Phantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt. Surati lehnt sich da schon mal weit aus dem Fenster, er ist sich sicher: "Justin Bieber zusammen mit Elvis auf der Bühne - das wäre eine coole Sache."

Fotos

Snoop Dogg

Snoop Dogg,  | © lautde (Fotograf: Rainer Keuenhof) Snoop Dogg,  | © lautde (Fotograf: Rainer Keuenhof) Snoop Dogg,  | © lautde (Fotograf: Rainer Keuenhof) Snoop Dogg,  | © lautde (Fotograf: Rainer Keuenhof) Snoop Dogg,  | © lautde (Fotograf: Rainer Keuenhof) Snoop Dogg,  | © lautde (Fotograf: Rainer Keuenhof) Snoop Dogg,  | © lautde (Fotograf: Rainer Keuenhof) Snoop Dogg,  | © lautde (Fotograf: Rainer Keuenhof) Snoop Dogg,  | © lautde (Fotograf: Rainer Keuenhof) Snoop Dogg,  | © lautde (Fotograf: Rainer Keuenhof) Snoop Dogg,  | © lautde (Fotograf: Rainer Keuenhof) Snoop Dogg,  | © lautde (Fotograf: Rainer Keuenhof) Snoop Dogg,  | © lautde (Fotograf: Rainer Keuenhof) Snoop Dogg,  | © lautde (Fotograf: Rainer Keuenhof) Snoop Dogg,  | © lautde (Fotograf: Rainer Keuenhof) Snoop Dogg,  | © lautde (Fotograf: Rainer Keuenhof) Snoop Dogg,  | © lautde (Fotograf: Rainer Keuenhof) Snoop Dogg,  | © lautde (Fotograf: Rainer Keuenhof) Snoop Dogg,  | © lautde (Fotograf: Rainer Keuenhof) Snoop Dogg,  | © lautde (Fotograf: Rainer Keuenhof) Snoop Dogg,  | © lautde (Fotograf: Rainer Keuenhof)

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14 Kommentare

  • Vor 12 Jahren

    Das ganze erinnert mich irgendwie an die Köpfe der Berühmtheiten in Futurama...

  • Vor 12 Jahren

    @Sancho (« Das ganze erinnert mich irgendwie an die Köpfe der Berühmtheiten in Futurama... »):

    Ja, und ich musste an Star Wars denken. :)

    Das ist eine sehr merkwürdige Sache tote Musiker als Projektion wederauferstehen zu lassen, vor allem warum sollte ich mir ein Konzert ankucken, wo die Musik vom Band kommt und der "Interpret" eine optische Täuschung ist? Als Gag wie bei Snoop sicher cool, aber als kompette Show, also ich weiß nicht.
    Aber die Technik ist schon was tolles und hat viel bühnenshowgestalterisches Potential.

  • Vor 12 Jahren

    Wenn ich ein berühmter Musiker wäre, würde ich alles daran setzen, dass sowas mit mir nach meinem Tod nicht gemacht wird!
    Aber ich befürchte auch: Das würde sich für die Industrie lohnen - also wird es auch gemacht...

    Man stelle sich mal vor: Ein Künstler stirbt während seiner Tour... 24 Stunden danach laufen die Konzerte trotzdem weiter...