Fetter Beat, fette Karre, genrekompatible Lyrics: Kolja Goldstein droppt die erste Single aus seinem kommenden Album "Interpol".

Dubai (dr) - "Eure Herkunft und Nachname langweilt mich", stellt des Deutschraps neuer Goldjunge zu Beginn noch grammatikalisch ausbaufähig, aber fast schon sozialkritisch fest. Folgt nun ein Manifest des Antinationalismus? Nee, Kolja Goldstein hat im weiteren Verlauf von "Urla & Gaia", dem ersten Vorboten seines neuen Albums "Interpol", anderweitig zu tun: Er steigt in seinen Edelschlitten und genießt auf stoische, betont männliche Art die Fahrt durchs Dubaier Nachtleben. Warum auch nicht?

Mit den Worten "Jede Herde braucht ein' Hirten" bringt sich Tierfreund Goldstein bereits implizit, aber unmissverständlich für einen Alternativberuf in Stellung, falls die Deutschrapkarriere wider Erwarten irgendwann nicht mehr genug Cash für Goldsteaks unter Palmen abwerfen sollte.

Der Beat ballert, das muss man ihm lassen. Goldstein wiederum ballert im Video nicht, er begnügt sich mit Sticheleien gegenüber nicht näher genannten Sprechgesangskünstlerkollegen, die im winterlichen Deutschland verharren: "Was ist aus der Szene geworden? Habt ihr alle eure Ehre verloren?" Ob die ehrenlose Internationale kriminalpolizeiliche Organisation schuld daran ist, dass abseits von Kolja und einem Jungspund, den der großzügige Wahldubaier kurz das Steuer seiner Karre bedienen lässt, fast alle Männer im Video verpixelt wurden, bleibt indes unklar. Die Antwort könnte "Interpol", die am 29.03.2024 erscheinende zweite LP Koljas liefern.

Auf YouTube ist man sich bereits einig: Endlich wieder familientaugliche Musik für Heiligabend!

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laut.de-Porträt Kolja Goldstein

"Amsterdam, Rotterdam, Utrecht, 's-Hertogenbosch, wir holen es raus, Bruder, bergen den Stoff. Wir sind taub, Bruder, wer, wenn nicht Gott." Die Nachfrage …

2 Kommentare mit 3 Antworten

  • Vor 2 Monaten

    Wieso ziehen diese Kufr alle nach Dubai?
    45 Grad im Schatten, nur fromme, witzlose backward savages mit Gottkomplex um sich herum und anderes Bonzengeschmeiß, wer da hinzieht, kriegt hoffentlich bald auf den Nacken geschlagen (47:7).

    • Vor 2 Monaten

      Ganz einfach. Wenig Steuern und hohe Sicherheit. Was die reichen Säcke in ihren 4 Wänden machen interessiert die frommen Einheimischen auch nicht.
      Es lebt sich da wie in Monaco (Reiche unter Reichen) und man darf sich sogar Sklaven für die Hausarbeit halten.

    • Vor 2 Monaten

      Ok, das hört sich gleichermaßen schlüssig wie ekelhaft an.

    • Vor 2 Monaten

      Rofl, ich zitiere mal was der Wahldubaier noch in Metadata gerappt hat: "Die in Dubai sitzen, Mann, die scheißen auf uns
      Schlachten sich ab, sie verheizen die Jungs
      Ein Leben zählt nix, reden geht nicht
      Ich weiß alles, doch ich sag', ich weiß nicht, warum"
      Glückwunsch also zum Aufstieg in die Chefetage was ein Hanswurst. Wenigstens widerspricht er sich aber innerhalb von 2 Alben und nicht innerhalb desselben Songs wie meister Kontra K. Trotzdem beides natürlich reale, konsistente und absolut unfickbare Ehrenbres wie der Rest der Deutschrap Bagage.