Lasst uns nicht drum herumreden: Jeder, der mehr als zwei Pink Floyd-Alben kennt, sollte "Live At The Roundhouse" einen Hördurchlauf gönnen. Das Frühwerk dieser Band ist so reichhaltig und farbenfroh und überhaupt vital, dass der Durchschnittshörer verständlicherweise vor der schieren Masse an …

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  • Vor einem Jahr

    Zum tausendsten Mal: Ringo Starr ist einer der besten Rockdrummer überhaupt. Ich glaube, er ist heute immer noch der teuerste Studiodrummer der Welt - angesichts dessen, daß viele seiner Beteiligungen längst nicht so prominent beworben werden wie sie es könnten, muß das auch an seinen Fähigkeiten und seinem sensiblen Groovegefühl liegen.

    Das Projekt klingt sehr interessant! Von Floyd steh ich fast nur auf die Barrett-Sachen (wegen später fehlender Energie, Wildheit, Hoden oder wie auch immer man es nennen möchte), also werde ich hier wirklich mal reinhören. Das verspricht mir jedenfalls viel weniger Einschlafmaterial als die Livemitschnitte, die noch unter dem großen Namen liefen.

    • Vor einem Jahr

      "Ich glaube, er ist heute immer noch der teuerste Studiodrummer der Welt"

      Ich frage mich, warum. Dass der Typ weitaus besser ist als sein Ruf steht außer Frage. Aber teure Session Musiker können sich m.E. nicht leisten, nur ein Genre bedienen zu können. Die glänzen gerade duch ihre Vielseitigkeit. Und die besitzt er nicht.

      Ändert freilich nichts daran, dass er mit den Beatles Großes geleistet hat.

      Aber ja, wenn Rezensenten nicht verstehen, wie Musik gemacht wird. Werter Rezensent: Der Groove auf Pink Floyds Money ist beileibe kein mediokeres Beiwerk. Das Stück verlangt, dass der Groove "unisono" auf den Bass- und Gitarrenspuren aufliegt. Alle Alternativen (Synkopierungen, Chops etc) würden von hier nur ablenkend und unnötig selbstreferenziell wirken. Nur weil's simpel ist, ist es nicht weniger musikalisch oder "mediokerer" als technisch anspruchsvolleres Spiel.

    • Vor einem Jahr

      Gab letztens zu Ringos 80tem einen ehrenrettenden Artikel in der Zeit, in dem z.B. Huldigungen seines Spiels durch Mike Portnoy und Vinnie Colaiuta zitiert werden:
      https://www.zeit.de/kultur/musik/2020-07/r…

      Wobei mir persönlich das Schlagzeug bei den Beatles auch häufig negativ auffält. Das liegt aber m.E. vor allem am (nach heutigen Maßstäben) sehr komischen Drumsound.

      Ich muss hier weiterhin einen Stab für den armen Lars Ulrich brechen. Natürlich ist er kein Marco Minnemann, aber Kirk Hammett ist auch kein Govan Guthrie - um mal in dieser Analogie zu bleiben. Wenn ich Metallica live gesehen habe, kamen die gröbsten Verspieler (eigentlich immer, wenn er langsam und exakt spielen musste) alle vom Hammett. Also mal schön den Ball flach halten und nicht immer diese wohlfeile Mär nachplappern!

    • Vor einem Jahr

      Ist natürlich was dran, Schwinger. Für Jazz wird Starr in der Regel nicht gebucht. Er hat eben ein ganz bestimmtes Groovegespür, das nicht leicht zu imitieren und vor allem für Pop-/Rock-/Blues-Songs gebucht wird. Ich vermute, wenn nicht 128tel-Noten gespielt werden, bemerkt der Rezensent einen guten Drummer nicht.

    • Vor einem Jahr

      "Ich muss hier weiterhin einen Stab für den armen Lars Ulrich brechen."

      Der Typ versagt beim wichtigsten Job, nämlich die Time zu halten. Und das nach +30 Jahren Bühnenerfahrung.
      Case closed.

    • Vor einem Jahr

      Nun lasset den armen Dänen in Frieden!
      Er hatte stets nur die Wahl zwischen Drums und Tennis!
      Wie würdet Ihr euch fühlen, müsstet Ihr entweder hausen bei den Ratten oder bei den Maden?

    • Vor einem Jahr

      "Der Typ versagt beim wichtigsten Job, nämlich die Time zu halten."

      Das bestreite ich ja gar nicht, ich setze es nur ins Verhältnis zu seinem Leadgitarristen, der sich ständig verspielt, sobald er nicht irgendwas dudeln kann, sondern langsam und präzise spielen muss (z.B. live das Intro von Fade to black... war jedesmal eine Katastrophe, wenn ich die Jungs gesehen habe).

      Ich will nur darauf hinaus, dass nicht der Larsi eine Pfeife inmitten einer Ansammlung von Berklee-Absolventen ist, sondern dass die alle auf einem ähnlichen Niveau spielen (Trujillo lasse ich mal außen vor, den kann ich nicht einschätzen).

    • Vor einem Jahr

      Nun, ist es dann nicht in etwa so wie mit den Kommentatoren auf laut.de? Ist nicht dann ein jeder ein Lars von uns?

    • Vor einem Jahr

      Bei Lars isses irgendwie umgekehrt - je langsamer er spielt, umso besser. Zumindest war das beste Drumming, was ich von ihm gehört habe, auf dem fast allseits verhassten "Lulu", was von sehr getragenem, fast schon jazzigen Spiel geprägt war.

  • Vor einem Jahr

    War 2018 in Berlin dabei. War schon ein ziemliches Fest.

  • Vor einem Jahr

    Super update, druckvoll und kein bisschen verstaubt (leider an mir vorbeigegangen). Erfrischend, dass die beiden Gitarristen es nicht nötig haben, wie Gilmour klingen zu wollen - so wie Gilmour klingt halt nur Gilmour, und die etwas rockigeren Gitarrensounds bringen sicherlich frischen Wind rein.
    Im übrigen ist so verkehrt Masons Geklöppel nun auch nicht, siehe z.B. Astronomy Domine weiter oben (oder mal in Scream thy Scream reinhören). Ist halt nicht so der filigrane Techniker, sondern scheint insgesamt eher was für Tribals u.ä. übrig zu haben. 10-20 Jahre jünger hätte er vielleicht Industrial gemacht.

  • Vor einem Jahr

    Wirklich stark, hab sie eben mit DVD bestellt. Aber Waters' Stimme gefällt mir um einiges besser.

  • Vor einem Jahr

    Eine handwerklich saubere, im Vergleich zu den Originalversionen gestraffte Live-Compilation früher Pink-Floyd-Perlen. An sich wenig essentiell, aber die mitunter exotische Songauswahl weiß durchaus zu begeistern. Besonders die Non-Album-Singles aus der Anfangszeit der Band werden ja durchaus gerne mal übersehen.

  • Vor einem Jahr

    Die PF Cover Band Interstellar Overdrive, die haben Eier. Spielen Dogs in der Originalversion 20min+. Da bekommt man Gänsehaut; und das schöne ist, man kann sie sich auch in unseren Breiten ansehen- Tourplan sollte zu bekommen sein.

  • Vor 7 Monaten

    Heiho - Pink Floyd kann richtig Spaß machen! Bin offenkundig kein richtiger Floyd-Fan, die Sich-selbst bzw. den jeweils anderen Überbietungsshows mit all dem Bombast der Herren Waters/Gilmore find ich gruselig, aber diese älteren/alten Herren sind einfach nur gut. Ne prima Lightshow, Spaß und Können - mehr brauchts nicht, um Euphorie auszulösen. Nicht alles meins, aber immer gut - He, Waters/Gilmore schaut/hört euch dieses "one of these days" an und dann ab in Rente!