Der dritte Teil der "Palmen aus Plastik"-Reihe lässt sich sehr leicht in drei Worten zusammenfassen: Inhaltsleeres, kapitalistisches Kalkül.

Damit könnte diese Rezension eigentlich auch schon wieder enden. Denn wenn man dem "Intro" von RAF Camoras & Bonez MCs neuester Kollaboration glauben schenken …

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  • Vor 2 Monaten

    Die zwei zweitrealsten Dudes im Game!

  • Vor 2 Monaten

    Ja, ist schon klar, dass das nur aus Kalkül entstanden ist und die Texte behindert (Wortwahl) sind. Aber statt 100 mal das Wort Kapitalismus zu schreiben und so zu tun als wenn ein Mercedes nur ein Zeichen von Unsicherheit und innerer Leere ist, hätte die Rezensionistin auch mal sagen können warum das Album so kacke ist, dass es nur 1 Stern bekommt. Wie sind die Beats und die Produktion? Ist es wirklich unhörbar? Keine Ahnung. Muss ich jetzt auf Spotif hören um das rauszufinden. Danke Anastasia, damit hast du zu den Pennern mehr Streams eingebracht.

  • Vor 2 Monaten

    Ich überlege mir gerade vor ein hochpreisiges Studiomikrofon zu scheißen, die Qualität der dadurch erzeugten Töne wäre ähnlich hoch wie bei diesem Erguss hier.

  • Vor 2 Monaten

    So viel schlechter als der vorgänger kanns nicht sein.

  • Vor 2 Monaten

    Then you wonder, how can kids eat up these albums like Valiums?

  • Vor 2 Monaten

    Der erste Teil hat seinerzeit viel Spaß gemacht, dem zweiten Teil fehlte schon irgendwie die Magie, hatte aber immer noch ein paar passable Songs und hier haben wir dann den endgültigen Abstieg ins Leere.

    Eines muss ich bei der Rezension einwenden: Inhaltsleer waren sie schon immer, sexistisch auch. Nur hat das damals halt ganz gut funktioniert, zum einen weil feministische Ansichten 2016 noch weniger akzeptiert und etabliert waren als jetzt. Zum anderen, weil Raf und Bonez mit ihren Stimmen eh mehr ein zusätzliches Instrument waren als eine inhaltliche Ergänzung. Und das Mixing auf allen Alben, wie auch auf diesem, war sowieso über jeden Zweifel erhaben. Hinter den Reglern ist RAF Camora weltweit einer der besten. Was will man da mehr? Nette, energische Songs für Zuhause oder beim Autofahren.

    Je weiter die Serie aber fortschritt, umso mehr ging die Innovation flöten. Es mangelte zunehmend an originellen Melodien und Drum-Patterns. Hinzu kommt jetzt, dass der große Dancehall- und Afrotrap-Hype im deutschen Hip-Hop mittlerweile abgeflacht, wenn nicht sogar vorbei ist. Und seit dem ersten Teil sind 6 Jahre vergangen, seit dem zweiten Teil sogar 4. Die junge Zielgruppe, die diese Musik damals dankbar aufgesogen hat ist jetzt beträchtlich älter und reifer geworden, die Jüngeren hören wahrscheinlich etwas für sie zeitgemäßeres.

    Zeitgemäß ist hierbei auch ein gutes Stichwort: Man kommt sich auf diesem Album vor wie auf einem Abitur-Klassentreff. Man selbst hat sein Studium fertig, hat eine Reihe neuer Personen kennengelernt, viele Nebenjobs gehabt, Beziehungen sind entstanden und wurden wieder getrennt, insgesamt ist man einfach nicht mehr diese Person von damals. Dann trifft man auf die beiden Kiffer der Klasse, die ihrerzeit mit zu den beliebtesten gehörten. Sie waren immer korrekt, aber haben sich oft wie Idioten aufgeführt. Tief im Innern hat man gehofft, dass sie mittlerweile auch den Sprung geschafft haben und sich veränderten, ohne dabei ihre Lockerheit und ihren Humor zu verlieren. Aber falsch gedacht, die beiden hängen immer noch miteinander ab und haben sich so gar nicht verändert. Es ist nicht schlimm, aber irgendwie weird. Alles, was diese Interaktionen mit den beiden hervorbringt, ist das Betonen der eigenen Erwachsenwerdung, sonst nichts.

  • Vor 2 Monaten

    Die Anzahl der Features und Bonus-EPs hat von PaP 1 bis hierhin ganz schön abgenommen. Vielleicht ist das ein Indikator dafür, dass den beiden auch selbst nichts mehr einfällt, wie man der Plastikpalmen-Nummer noch irgendwas hinzufügen kann...

  • Vor 2 Monaten

    Das erste Album hat natürlich 4 Sterne bekommen, weil es seiner Zeit angeblich super "innovativ" war. Die hier beschriebenen Attribute sind eins zu eins schon beim ersten Album vorhanden gewesen.

    Mukke für Leute, die ihre Wohnung verwahrlost haben, in den Kleingartenverein verzogen sind und den Staat und den Kapitalismus sowieso richtig scheiße finden, obwohl das auf dem Album zelebriert wird.

    • Vor 2 Monaten

      Ich kenne jemanden der Einsiedlermässig in einer Gartenlaube wohnt und auf den die Beschreibung auch sonst passt. Der hört aber Dire Straits und sowas. Glaube das ist eher Mucke für die Normalos in unserer Gesellschaft.

    • Vor 2 Monaten

      Palmen aus Plastik als Musik für Jusos finde ich schon ein Hot Take

  • Vor 2 Monaten

    @Koopsta: Ich halt auch und der hört den Müll.

  • Vor 2 Monaten

    Kapitalismus ist geil und Review macht Bock auf Album. Werd mir das mal reinziehen.