Hany weiß einfach wie es geht. Zumindest hat er mit "Weg Von Der Fahrbahn" bereits bewiesen, dass er das Erfolgsrezept für außergewöhnliche Street-Rap-Alben besitzt. Keine zwei Jahre nach dem umjubelten Debüt legt der Frankfurter nun den Statusbericht aus der hessischen Mainmetropole vor: irgendwo …

Zurück zum Album
  • Vor 6 Jahren

    Dieser Kommentar wurde wegen eines Verstoßes gegen die Hausordnung durch einen laut.de-Moderator entfernt.

  • Vor 6 Jahren

    Pünktlich zum den Sommer verdrängenden Schmuddelwetter ruft Hanybal die "Haramstufe Rot" aus. Im Herbst der Karriere, erlebt er seinen zweiten Frühling und liefert nach dem überraschend starken "Weg von der Fahrbahn" ein neues Album nach.

    Dieses geht in positiver Weise auf Nummer Sicher. So finden sich gewohnte Representer zu scheppernden Beats ("Kiffen Koksen Alken Ficken", "Baller Los") genauso wie sozialkritische Stücke ("Kranke Welt") auf dem harten Asphalt wieder. Der stete Wechsel zwischen Tragik und beinharter Komik gelingt, wie auch im Vorgänger durch hochwertige Produktionen und energiegeladene Parts fließend. Features wie Celo&Abdi auf dem soundtechnisch verstörenden Titeltrack oder Olexesh auf dem knackigen "Messi Ronaldo" zeigen einmal mehr auf, dass sie als Gastbeiträge meist besser funktionieren als auf eigener Albumlänge.

    "realität" als legitimer Nachfolger des deepen "Spiegel" setzt genauso ein Ausrufezeichen wie das nach feinster Queensbridge tönende "Fick die Welt". Zwischendurch wird mit einem hibbeligen Nimo im hypnotischen "Vanilla Sky" auf grünen Wolken geschwebt um "Kopfgefickt" in der melodisch "Schönen Neuen Welt" aufzutreffen, in der das Credo "Jag Die Batzen" in bester Oldschool-Manier ausgerufen wird.

    Bei satten 20 Tracks stellt sich ab und an zwar ein Verschleißgefühl ein, die "Skimaske" mag nicht mehr ganz so motiviert sitzen, ein monotoner Manuellsen beißt sich an anderer Stelle nicht wirklich durch und das "Blaulicht" leuchtete letztes Jahr weitaus heller. In "Mein Ball" wird dazu recht unaufgeregt Autobiographisches aufgetischt, was jedoch auch die weiche Seite des harten Frankfurtes betont.

    "Bist Du Bereit" fragt Hany auf dem treibend-aufbauenden Song und gibt den Teacher, was das Album weitaus weiter vorranbringt als das müde Haftbefehl-Feature bei "Wo Sind Die Gegner".

    Der Hörer ist bereit für ein weiteres Jahr Hanybal. Der AHA-Effekt des Vorgängers bleibt aber aus.

    4/5

  • Vor 6 Jahren

    Also für meinen Geschmack sind da ein paar von den auf-Nummer-sicher-krasse-Bilder-auf-melancholischen-Beats-Titeln zu viel drauf. Außerdem haben sich (für Hany sehr ungewöhnlich) ein paar sehr nervige Hooks eingeschlichen. Daher nicht ganz so gut wie der Vorgänger, aber trotzdem nach wie vor ganz eigene Liga in diesem Subgenre. 4/5

    • Vor 6 Jahren

      Bin sogar kurz davor, die Wertung auf 3/5 zu senken. Gerade die ganzen ach so namhaften Feature-Tracks sind dermaßen vorhersehbar (Hook-Part-Hook-Featurepart-Hook), dass bei mir schon nach spätestens 5 Durchläufen die Langeweile eingesetzt hat... Schade.

  • Vor 6 Jahren

    Neuer Anlauf nach längerer Pause