Der Soul-Veteran und mehrfache Grammy-Gewinner starb bereits am vergangenen Montag in Los Angeles.

Los Angeles (ebi) - Bill Withers ist tot. Die Soul-Legende starb am vergangenen Montag im Alter von 81 Jahren in Los Angeles. Als Todesursache werden Herzkomplikationen angegeben.

Withers zeichnet für Songs verantwortlich, die jeder Musikinteressierte und Radiokonsument schon einmal gehört haben dürfte, etwa "Ain't No Sunshine", "Lovely Day", "Lean On Me" oder "Just The Two Of Us".

"Der Verlust unseres geliebten, hingebungsvollen Ehemannes und Vaters hat uns am Boden zerstört", teilte seine Familie in einer Erklärung mit. In seiner Poesie und mit seiner Musik habe er aufrichtig zu den Menschen gesprochen.

Withers wurde 1938 in Slabfork, West Virginia geboren, wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf und erlebte den Rassismus am eigenen Leibe mit. 1971 veröffentlichte er sein erstes Album - bis 1985 sollten nur sieben weitere folgen.

Mit "Live At Carnegie Hall" schuf er 1973 eine der relevantesten Konzertplatten und Soulscheiben überhaupt. Unzählige Rapper sampelten oder bezogen sich auf Withers, darunter Kendrick Lamar, Dr. Dre, Drake, French Montana, Aaliyah oder Kanye West.

Im Laufe seiner Karriere gewann der Musiker drei Grammys. 2015 wurde Withers in die Hall of Fame inauguriert. Dort trat er gemeinsam mit Stevie Wonder and John Legend noch einmal für "Ain't No Sunshine", "Lean On Me" und "Use Me" auf die Bühne, nachdem er jahrelang jegliche Anfragen nach öffentlichen Auftritten oder Kollaborationen standhaft ausschlug. Den Gesang überließ er jedoch den Kollegen.

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laut.de-Porträt Bill Withers

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