Bei einem Auftritt in London teilte der Foo Fighters-Sänger gegen die Pop-Diva aus. Im Gegensatz zu Swift stünde seine Band zu ihren Fehlern.

London (jmb) - Am Wochenende überraschte Dave Grohl mit einem Seitenhieb gegen Taylor Swift. Am Samstagabend spielten die Foo Fighters im Olympiastadium in London. Zeitgleich war Swift mit ihrer "Eras Tour" in der Londoner Wembley-Arena zu Gast, wo sie drei Abende hintereinander auftrat. Als Grohl bei seinem Auftritt darauf verwies, dass die Popsängerin ebenfalls in der Stadt sei, gab es Buhrufe aus dem Publikum. Mit Swift wolle er sich besser nicht anlegen, scherzte Grohl daraufhin. Genau wie Swift hätten auch die Foo Fighters einige "Eras" (="Phasen, Epochen") durchlebt - und da "Eras" sehr ähnlich wie das englische Wort für Fehler ("Errors") klingt, erlaubte sich Grohl einen kleinen Wortwitz: "We’ve had more than a few eras, and more than a few fucking errors as well." ("Wir hatten mehr als nur ein paar Epochen, und auch mehr als nur ein paar verdammte Fehler.") Das läge daran, dass die Band "tatsächlich live spielen". Wer rohen Rock'n'Roll liebe, sei bei ihnen an der richtigen Adresse.

Der Seitenhieb gegen Taylor kommt überraschend, bislang galt das Verhältnis zwischen der Pop-Prinzessin und dem Rocker als freundlich-entspannt. Bei einer Privatparty von Paul McCartney habe Swift ihm einmal "den Arsch gerettet", erzählte Grohl 2018 in einem Interview mit James Corden ("Late Late Show"). Einige Partygäste hätten ihn dazu gedrängt, sich ans Klavier zu setzen und ein Lied vorzutragen. "Ich kann nicht Klavier spielen und war zu diesem Zeitpunkt ein wenig durcheinander", sagte Dave. "Alle Gitarren waren für Linkshänder und ich dachte: 'Oh mein Gott, was soll ich tun? Was soll ich tun?' Und in diesem Moment steht Taylor Swift auf und sagt: 'Ich singe einen Song'".

Jetsetterin frustriert Gen-Z

Anfang des Jahres veröffentlichte Grohls Tochter Violet einen Tweet, in dem sie sich über Swifts notorische Privatjet-Reisen aufregte. Daraufhin zog die 17-Jährige den kollektiven Zorn der Swifties auf sich und erntete einen Shitstorm, inklusive mehrerer Morddrohungen. Taylor äußerte sich nicht zu dem Vorfall. Auf Social Media kursiert nun die Theorie, dass Grohl sich mit seinem provokanten Kommentar auf Violets Seite stellen wollte. Einige Swifties nennen Grohls Aktion hingegen männlichen Chauvinismus.

Taylors Antwort

Taylor reagierte nun offenbar auf Grohls Stichelei. Bei ihrem dritten Auftritt am Sonntagabend in der Wembley Arena bedankte sich Swift bei ihrer Band und betonte, dass diese mehr als drei Stunden live spielen würde: "Jeder einzelne meiner Bandmitglieder, jeder einzelne unserer Crew, meine Band, die heute Abend 3,5 Stunden lang live für euch spielen wird, sie haben das so sehr verdient. Genauso wie jeder einzelne meiner Mitstreiter. Und Sie haben uns das gerade so großzügig gegeben, das werden wir nie vergessen."

Weiterlesen

3 Kommentare mit 3 Antworten

  • Vor 26 Tagen

    Man so vieles berechtigterweise an Taylor Swift kritisieren, aber Onkel Dave macht es leider auf die allerdämlichste Boomerart.

  • Vor 26 Tagen

    "Wir spielen alle unsere Instrumente selber" – ein Spruch direkt aus den 1980ern.

    Sorry Dave, aber wenn es gut klingt und live die Performance stimmt, dann ist die musikalische Technik für die meisten Menschen zweitrangig.

    • Vor 26 Tagen

      "Sorry Dave, aber wenn es gut klingt und live die Performance stimmt, dann ist die musikalische Technik für die meisten Menschen zweitrangig."

      Die musikalische Technik ist ein wesentlicher Bestandteil daran, dass es live gut klingt und die Performance stimmt.

      Der Dave weiß natürlich auch, dass die Swift ne Band hat, die auch alle brav selber spielen. Freilich verzeiht man ner Rockband ein paar Schnitzer eher als der hochpolierten 12k-HD-Popmusik. Bei Rock zählt der Spirit viel mehr als die Perfektion.

    • Vor 25 Tagen

      Ist das wirklich so? Bei einer Show wie Swift sie (vermutlich) abfährt ist die Musik doch fast zweitrangig, oder? Geht's da nicht eher darum, dass da Leute auf der Bühne rumtanzen und solche Sachen? So typischer Pop-Kram halt?

      Sorry, wie du sicher merkst, trieft mir die Unwissenheit aus jeder Pore. ;)

      Wenn ich die Produktion von zeitgenössischer Musik als Maßstab nehme, dann bin ich mir jedenfalls sehr sicher, dass "handgemacht" die meisten Hörer nicht interessiert – vielleicht übertrage ich diese Denke nur fälschlicherweise in einen Live-Kontext.

    • Vor 22 Tagen

      Na ja, ob das wirklich nötig war….
      Wir alle wissen ja nun, dass Taylor Swift sich allein an ein Klavier setzen kann und All too well singt. Was er ja offenbar nicht kann. How bizzare.

  • Vor 26 Tagen

    Wird in diesem Fall viel heißer gegessen als es gekocht wurde. Er hat spitzbübisch die Swifties auf ne freundliche Art und Weise piesaken wollen. Sehe da keinen Grund, anzunehmen, er habe irgendwas davon ernst gemeint.

    Die Reaktionen von Swifties und den gelegentlichen Rockopas sind maßlos übertrieben, und saudumm.