Spätestens seit "Geist" spielen OG Keemo und Funkvater Frank in ihrer eigenen Liga. Die beiden schaffen eine Mark und Bein durchdringende Atmosphäre, die sie über die Länge eines Albums hinweg aufrecht erhalten. Der Rapper mit seinem bildhaften Storytelling und der Produzent, der mit seinen Soundcollagen …

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  • Vor 10 Monaten

    Richtig geiles Album. Allerdings kicken mich die Banger in der ersten Hälfte (bis einschl. Suplex) wesentlich mehr als die zweite Hälfte. Das Konzept bzw die Story zerfasert leider in der zweiten Hälfte und verliert bissl den inneren Zusammenhang. Ich finde das Konzept total super und wäre den drei Jungs gerne länger auf ihrem Raubzug gefolgt, der dann aber leider nach dem zweiten Skit endet und auch nicht wieder aufgegriffen wird. Tiermotive sind allesamt super gewählt. Aber die Story will für meine Begriffe etwas zu viel bzw finde ich, dass die ganze Thematik Stoff für drei Alben liefern würde. Da finde ich, rein konzeptuell erzählt Kendrick auf "Good Kid..." die etwas konsistentere, sich ihrer eigenen Grenzen bewusstere Story. Trotzdem zu RECHT wahrscheinlich die wichtigste Platte im deutschen Rap dieses Jahr...

  • Vor 9 Monaten

    Gott. Ist. Das. Gut.

    1. Super produziert. Irgendwo zwischen Headbanger Rap, Funk, Trap und Kanyes Instrumental Parts auf den College Alben. Tolle Samples und Zitate von Yung Hurn bis Freundeskreis.

    2. Rapparts: Dieser Akzent ist gefährlich. Die meisten Reime bei sowas enden auf -sch oder auf -a. Aber er bekommt das irgendwie gebacken. Ohne Autotune aber irgendwie auch feinfühliger als Hardcore Rap. Am bemerkenswertesten ist seine Fähigkeit auch öfters mal ganz ohne Reime auszukommen. Nicht so ein kreativer Wortbauer wie Haftbefehl oder Haiyti aber irgendwie doch stimmig. Man wünscht ihm natürlich eine bessere und variablere Stimme, aber dafür kann er ja nichts.

    3. Story. Großartig. Konzeptalbum im besten Sinn. Nur wenige Schwache Tracks (Blanko z. B.). Vielschichtig und oft auch gar nicht beim ersten oder zweiten Mal zu verstehen. Normalerweise sind Typen die über ihr Crime Life und schwere Jugend erzählen extrem langweilig. Gelingt nur wenigen im Deutschrap. Meistens erschöpft sich das darin, Straßennamen für BTM und Handfeuerwaffen aufzuzählen und sich selbst zu attestieren man sei der Krasseste (und ähnlicher Scheiß). Das soll dann angeblich glaubwürdig sein, ist aber meist einfach nur lächerlich. (Bin ja nicht blöd: natürlich ist Rap nie vollständig echt und Street Credibility nur BS, sonst wär's ja keine Kunst). Oder man macht das halt halb-ironisch, aber das hat OG KEEMO auch nicht nötig. Ist irgendwie glaubwürdig weil das irgendwie ehrlich wirkt (ist mir auch egal ob das dann 100% (auto)biographisch) ist.

    4. Skits: Ich erst so: was soll der peinliche Scheiß über Hunde? Aber irgendwie passt auch das. Kein Proseminar in Philosophie aber schon bemerkenswert inklusive einer doch irgendwie intelligenten rechtsphilosophischen Abhandlung zum § 833 BGB und dem Verhältnis von Freiheit und Verantwortung. Joachim Gauck wäre stolz (wahlweise auch Spiderman).

  • Vor 8 Monaten

    Natürlich auch Kernschrott. 1/5 sollte klar sein.