laut.de-Kritik

Ein verdammt starkes Comeback-Album.

Review von

Mit "Chasing Ghosts" melden sich Stabbing Westward nach langer Pause wieder zurück und zumindest ich begrüße dieses Comeback sehr. Vor allem in der Besetzung mit Christopher Hall an Gitarre und Gesang, Walter Flakus an den Keys, Carlton Bost an der zweiten Klampfe und Bobby Amaro hinter den Drums. Als wäre das noch nicht Reunion genug, hat man auch Produzent John Fryer (Nine Inch Nails, Depeche Mode) wieder mit ins Boot geholt, der für die beiden Alben verantwortlich zeichnet.

Viel schief laufen kann da fast gar nicht mehr und entsprechend verbindet die Mischung, die Chris und seine Jungs auf dem Album anrühren, Rock, Alternative und Industrial – und ja, auch immer mal wieder ein bisschen Pop. Tanzbar ist das Material jedenfalls durchgehend und auch für die Nackenmuskulatur ist definitiv was dabei.

Mit dem Triple "Am I Nothing", "Damaged Goods" und "Cold" legen sie einen bärenstarken Einstieg hin, der textlich ne schwere Emo-Schiene fährt und musikalisch souverän in ein Soundgebilde aus den oben genannten Stilen eingewoben ist. Besonders "Cold" könnte in dieser Art auch von Orgy stammen, die sich ihre Einflüsse mit Sicherheit auch von Stabbing Westward abgeholt haben.

Tranceartige Klänge gibt es beim elegischen "Push" oder dem reduzierten "Ghost" zu hören. Noch sphärischer wird es nur mit dem finalen "The End With Fade Dec 11". Dazwischen warten noch fette Groover wie "Wasteland" oder "Control Z" und natürlich die obligatorische Ballade, "Crawl". Für meinen Geschmack vielleicht ein bisschen schmalzig aber es soll ja auch immer noch Evanescence-Hörer geben.

Die einzige Nummer, mit der ich nicht richtig warm werde, ist "Dead & Gone". Zwar werden hier im Refrain die verzerrte Gitarre ordentlich von der Kette gelassen, allerdings passt der Schunkel-Rhythmus nicht so ganz dazu und macht den Effekt irgendwie wieder platt. Alles in allem aber ein verdammt starkes Comeback-Album, dem hoffentlich auch ein paar Gigs folgen werden.

Trackliste

  1. 1. I Am Nothing
  2. 2. Damaged Goods
  3. 3. Cold
  4. 4. Push
  5. 5. Wasteland
  6. 6. Control Z
  7. 7. Crawl
  8. 8. Dead & Gone
  9. 9. Ghost
  10. 10. The End With Fade Dec 11

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