1970 stand Pete Townshend vor demselben Problem wie Brian Wilson vier Jahre zuvor: Wie sollte er das vorherige Album seiner Band toppen? "Pet Sounds" (1966) war zwar offiziell von den Beach Boys, in Wirklichkeit aber ein Werk Wilsons, der die Instrumentalspuren eingespielt hatte, während die Band auf …

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  • Vor 6 Jahren

    Sicherlich das Album mit 3 der bekanntesten und besten The Who Songs, allerdings fällt der Rest (vielleicht auch deswegen) meiner Meinung nach ziemlich ab.
    Auf Albumlänge hat mich Quadrophenia immer mehr überzeugt.

  • Vor 6 Jahren

    hatte schon gedacht, Ihr könnt Euch überhaupt nicht mehr entscheiden, welche Platte von the who Ihr für den Meilenstein nehmt (das "ob" sollte ja wohl keine Frage gewesen sein....)

    Ich persönlich hätte mich ja für die Live at Leeds entschieden, was aber wohl mehr daran liegt, dass das meine erste von the who war und überhaupt eine der ersten Platten, die ich gekauft habe.

    Jedenfalls danke für die Rezi!

  • Vor 6 Jahren

    Neben Tommy einfach nur massiv inspirierend für mich...tolle Rezi auch von Giuliano :)

  • Vor 6 Jahren

    endlich haben die who ihren stein. sehr schöner, ausführlicher text. ich finde die form beider auch in der betagten gegenwart höchst bemerkenswert.
    tonwshend hat mit der klassikvariante v. quadrophenia kürzlich ein tolles werk geliefert.
    und daltry ist live noch immer höchst beeindruckend. wie tadellos er live mit ü70 sonsgs a la "love reign o'er me" bringt, ist große klasse.

  • Vor 6 Jahren

    Ein grandioses Album, obwohl ich persönlich auch eher der Quadrophenia Liebhaber bin. Übrigens die Limp Bizkit Version von "Behind blue eyes" finde ich total öde...geht gar nicht, der Gesang ist so was von einschläfernd und öde....furchtbar.

  • Vor 6 Jahren

    "In der Rubrik "Meilensteine" stellen wir Albumklassiker vor, die die Musikgeschichte oder zumindest unser Leben nachhaltig verändert haben. Unabhängig von Genre-Zuordnungen soll es sich um Platten handeln, die jeder Musikfan gehört haben muss."

    Finde das so Bands wie "The Who" irgendwie nicht in die Rubrik Meilenstein mit nur einem Album passen. Kann man für solche Fälle nicht eine Zusatzrubrik schaffen? (die Größten/ the Greatest als Rubrikname z.b.) Wo dann das Gesamtwerk von z.b. "The Who" gewürdigt wird. Aber auch so Genies wie Bowie, Zappa, Hendrix oder Bands wie Stones, Beatles, Pink Floyd würden dann entsprechend Würdigung erfahren.

    Klar viel Arbeit, aber ich finde es echt schade das neben z.b. einem Musikhistorisch sicher wichtigen Album wie dem "Rio/Duran Duran" nun "The Who/Who´s" Next bald in der Liste untertaucht. Mir fallen aktuell (spontan) etwa 20 Künstler/Bands höchstens ein, die eine ähnliche Bedeutung haben mit ihrem Gesamtwerk wie "The Who".

    Gruß Speedi

    • Vor 6 Jahren

      Was spricht eigentlich dagegen einer Band mehrere Meilensteine zu widmen? Ich denke auch, dass es Kapellen gibt die eventuell mehr als einen Stein erschaffen haben. Beim Thema The Who wäre z.B. Quadrophenia noch zu nennen.

    • Vor 6 Jahren

      es gibt schon ne quadro-rezi.

      meilenstein ist ja auch immer ein wenig eine art "oscar fürs lebenswerk" zur anerkennung wichtigen wirkens.

      insofern wäre es innerhalb der rubrik schierig. da sind doch immer neue kandidaten dran, die noch fehlen. würde man nun noch ne andere who-scheibe nachwerfen, müsste man das doch bei stones, bowie, waits, tupac, pink floyd, elton john, depeche mode etc auch tun.

      dazu müsste man dann andere kandidaten, die auch nen stein verdienen aufs wartegleis schieben und die exklusivität/pointe der rubrik töten.

    • Vor 6 Jahren

      Haben uns ja schon öfters über die Rubrik ausgetauscht. Grundsätzlich kennste ja meine Ansicht, halte die Rubrik für einen Mehrwert. Von dir hatte ich auch die Info das immer nur ein Album, zumindest habe ich es so verstanden. Wenn also keine Zusatz Rubrik, wie dann lösen? Muss man es überhaupt lösen oder besteht kein Handlungsbedarf? Quadro ist kein MS, sondern so http://www.laut.de/The-Who/Alben/Quadrophe…

      Schau aktuell wirkt es so als wenn Leo mit 88 Jahren auf die Bühne gerufen wird und seinen Ehren - Steck dir an den Hut - Oscar bekommt und nebenan lacht sich die 18 Jährige Jungschauspieler - Göre ins Fäustchen: "Rollen für 88 Jährige Tatergreise gibt es nicht mehr. Bist aber ein Guter gewesen. Schieb ab mit deinem Rolli!" Etwas würdelos oder?

      Wie du selbst sagst, dafür ist die Rubrik zu wichtig.

      Gruß Speedi

  • Vor 6 Jahren

    Quadrophenia sind 6 Punkte, das 5.

  • Vor 6 Jahren

    "MORE THAN teenage wasteland"? An welcher Stelle willst du das heraushören, Giuliano?

  • Vor 6 Jahren

    Der Schlagzeug Einsatz von Keith Moon zu Beginn es Albums ist der ultimative Urschrei. Gigantisch. Die Stelle habe ich tausende Male gehört, mehr Energie geht nicht.

  • Vor 6 Jahren

    Bei mir lag der nun folgenden Text schon länger in meiner Schublade und ich werde einfach nicht warm mit dem MS für the Who. Nicht das er schlecht geschrieben wäre, sie hatten einfach bessere Alben dafür unter anderem auch das hier:

    The Who – Live At Leads

    Die Mutter meines besten Freundes war da und ich …...(hier fehlt ein Textbaustein) sie dafür.

    Mit 16 Jahren auf irgend einer Party im Keller meines besten Freundes, reichte mir ein Schulfreund eine Platte hinter die Stereoanlage und sagte: Spiel mal „Magic Bus“! Dem leistete ich auch Folge.

    „Magic Bus“ ist ein Stück auf der „Live At Leads“ von 8:39 Spielzeit und ihre damalige Hitsingel (26 UK / 25 USA). Ein Monotoner (Latin Percussion Instrument Claves) Rhythmus von Entwistles legendären Basslauf getragen, etwa 4 min lang, dann Explodiert der Bus. Eingeleitet durch die Gitarre (Windmühle) von Townshend spielt Moon sich die Seele aus dem Leib. Da die E - Gitarre damals schon mein Lieblingsinstrument war, neben dem Rockklavier (Freddie), drehte ich den Regler der Anlage auf Anschlag. Kaum 1 min später stand die Mutter meines besten Freundes unten im Keller und schrie: Das ist doch „The Who“ oder Speedi? Nein das ist ein Zauberbus, antwortete ich. Mach lauter, rief sie quer durch den Keller und begann zu tanzen. Erst als ich zwei Mal in voller Länge „Live At Leads“ aufgelegt hatte, ging die Mutter meines besten Freundes, Schweiß gebadet und glücklich in ihr Bett. Sie hatte gut abgerockt, dagegen ist Wacken heute Ringelpitz mit anfassen. Hinter meiner Stereoanlage (Man waren die Kompaktanlagen damals Teile), versteckte ich mich zwischen ungläubigem Staunen und Gänsehaut in Frostbeulengröße. Am nächsten Tag fragte ich sie nach der Schule, woher sie „The Who“ kenne und sie erzählte mir das sie „The Who“ ein Jahr vor der Geburt meines besten Freundes in Leads gesehen hätte. Sie hatte dort eine Studienfreundin die sie dazu eingeladen hatte. Gott las mich gut 20 Jahre älter werden auf der Stelle und sofort, dachte ich. Nun gut, die Platte hab ich einfach behalten und so wurde sie ein Fetenhit meiner Zeit. Die Zeit, der Mutter meines besten Freundes, muss aber wirklich großartig gewesen sein.

    „Live At Leads“ ist ein Livealbum wo man sich wünscht dabei gewesen zu sein. Alle Mitglieder von „The Who“ waren im vollen Saft, so klingt die Platte auch heute noch. Sie hat ja auch mehrere Restaurationen und Erweiterungen hinter sich, hier bespreche ich das Stream Album von Amazon Prime (Live At Leads 25th Anniversary Edition). Das Publikum geht gut mit und The Who bindet es wunderbar in ihre Show ein. So nah wie dort, kann man nur in Wirklichkeit einem seiner Stars sein. Deutlich wird das bei der Minioper „A Quick One, While He’s Away“. Daltrey überlässt die Rollenverteilung fast den Leuten, als ein Bandmitglied (vermutlich Thownsend) einen Einwand hat, unterbindet Daltrey seine Worte. Buhs, Ahs, Ohs, Klatschen, Stampfen sind die Folge. Das muss sich sehr gut angefühlt haben. Die Luftgitarre die ich jedes mal heute noch aufführe will keiner sehen. Wie eine Band live die Zuschauer mit einbinden muss, dafür ist „Live At Leeds“ quasi eine Schablone. Dafür braucht es auch kein Video.

    Das Album hat aber unendlich mehr zu bieten. „The Who“ hatten ihr Hitalbum „My Generation“ 5 Jahre hinter sich, „Tommy“ (1969) wurde fast gleichzeitig zu „Live At Leads“ (1970) heraus gebracht. „The Who“ hatten neben den beiden anderen Großen (Beatles, Stones) der auslaufenden sechziger Jahre ihren Platz eingenommen. Alle vier damaligen Bandmitglieder waren auf der Spitze ihres Könnens angekommen, sie waren auch zwischen menschlich damals eine Macht. Die Rollenverteilung innerhalb der Band war klar akzeptiert. Thownsend schrieb hauptsächlich die Songs und mit seiner Gitarre, die den Punkrock und Wave voraus nahm, bestimmte er wohin die Reise geht. Daltrey seine Stimme beschreibe ich als passend zum Who Sound und keiner stellte das in Frage. Auf der Scheibe hört man wie sie ihren Auftritt genossen, Daltrey redet sehr viel und die Bandmitglieder lachen, scherzen mit ihm und untereinander. Auch ist „The Who“ noch nicht so laut (später bespielten sie Hallen mit 130 Dezibel), ich würde die Lautstärke als beschwingt beschreiben, genau richtig. Dem Schlagzeugspiel von Moon hört man seine Jazzschule (Gene Krupa) noch an. Entwistle (The Ox) sein Bassspiel zeichnet sich durch die Coolnes aus und die Ruhe die er seiner Band damit gab. Das alles zusammen hat selbst heute noch eine tolle Energie bzw. Power. Die mich zu diesem Review inspirierte.

    Ausgerechnet das Live Album von The Who als Meilenstein? Im Laufe dieses Reviews hat sich die Frage eigentlich beantwortet. Natürlich werden nun einige sich fragen warum nicht „Tommy“, „Quadrophenia“ oder „Who's Next", also Studioalben von „The Who“. Viele werden mit „The Who“ ähnliches verbinden wie mein Erlebnis mit der Mutter meines besten Freundes. Etwas was man live erlebt hat, wo man dabei war. Was einen ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Das ist „The Who“, „The Who“ waren die ersten die man nicht kennen musste als Band bzw. ihre Musik. Man hörte sie und die Situationen die sie provozierten sorgten für diesen Aha – Effekt. Worauf anders bei „The Who“ als wie auf einem Live Album, wird man das besser empfinden können? Dazu leise gedacht, als jemand der mittlerweile alles von „The Who“ kennt. Die Fülle an Material, die Hit-dichte ihrer Studioalben ist so groß, das es nur ungerecht wirkt wenn man da ein Album raus nimmt und zum Meilenstein kürt.

    Auch wenn The Who erst 6 Jahre bis zum Erscheinen von „Live At Leads“ als Band existierten, es kennzeichnet ihre künstlerische Mitte. Den Einfluss den sie durch spätere Alben „Quadrophenia“ bzw. durch „Tommy“ auf Künstler (Konzeptalben, Bowie, Pink Floyd) nahmen, zeichnete sich ab mit diesem Live Album. Was die Veröffentlichung von anderen Live Alben anderer Künstler betrifft, war „Live At Leads“ eine Musterschablone, die heute für aktuelle Künstler noch inspirierend wirken kann. Als Anspieltipp würde ich alle verfügbaren Restaurationen, Orginale, remastered/remixed Versionen die man bekommen kann empfehlen, egal ob mit oder ohne Tommy, ob Leads oder Hull. Die Alben werdend dich ohne Fragen staunend u. Glücklich umhauen, so wie mich die Mutter meines Freundes umgehauen hat.

    Gruß Speedi

    • Vor 6 Jahren

      "Daltrey seine Stimme" :D

    • Vor 6 Jahren

      Du hast völlig recht Morpho. Habe mich auch lange gefragt was ist das für eine seltsame Stimme, sie macht es einem nicht leicht mit ihr warm zu werden. Dazu der Typ, das Hemd und die unbehaarte Brust meist Kaliforniensonne gebräunt.
      Heute denke ich, das ist es, so schräg wie diese Stimme manchmal klingt, das ist ihr Alleinstellungsmerkmal. Heute hat sie sogar eine gute Technik. Fast könnte man das Klische mit dem altem Wein bemühen.

    • Vor 6 Jahren

      Für dem speedy sein Text würd ich schon ein Fleißkärtchen ziehen :D

    • Vor 6 Jahren

      Du bist doch nur neidisch auf John Entwistle sein Bassspiel und seine Coolnes.

    • Vor 5 Jahren

      Bester Auszug:

      "Da die E - Gitarre damals schon mein Lieblingsinstrument war, neben dem Rockklavier (Freddie), drehte ich den Regler der Anlage auf Anschlag. Kaum 1 min später stand die Mutter meines besten Freundes unten im Keller und schrie: Das ist doch „The Who“ oder Speedi? Nein das ist ein Zauberbus, antwortete ich. Mach lauter, rief sie quer durch den Keller und begann zu tanzen. Erst als ich zwei Mal in voller Länge „Live At Leads“ aufgelegt hatte, ging die Mutter meines besten Freundes, Schweiß gebadet und glücklich in ihr Bett. Sie hatte gut abgerockt, dagegen ist Wacken heute Ringelpitz mit anfassen."