Porträt

laut.de-Biographie

Ashley Slater

Bekannt wurde er als der Posaune spielende Glatzkopf und Sänger der Band Freakpower. Mitte der 90er Jahre hatte Slater die Band gemeinsam mit Fatboy Slim aka Norman Cook gegründet, und nachdem Levi's den Song "Turn On, Tune In, Cop Out" zum Soundtrack eines Werbespots gemacht hatte, errang Freakpower 1995 sogar für kurze Zeit die Spitze der englischen Single-Charts. Nach zwei Alben kam es jedoch zum Streit zwischen den beiden Bandgründern und Freakpower brach auseinander (angeblich, weil Norman Cook sich geweigert hatte, ohne seine damalige Freundin auf Tour zu gehen).

Ashley Slater - BigLounge Aktuelles Album
Ashley Slater BigLounge
Prima Solodebut eines gestandenen Musikers.

Doch Ashley Slater, der Mann mit der souligen Schmeichelstimme, war bereits vorher als Musiker aktiv, so spielte er beispielsweise in Carla Bleys Bigband. "Ich habe Posaune gespielt, mein Geld aber vor allem als Verkäufer in einem Video-Shop und in einem Pizza-Lieferservice verdient. Das sind einfach die besten Jobs, wenn du gerne einen Joint rauchst. Das gehört da praktisch zur Arbeit," erzählt er in einem Interview über seine frühen Jahre.

Nach der Freakpower-Pleite produziert Slater unter dem Pseudonym Dr. Bone, mehr Aufmerksamkeit erlangt in den englischen Clubs aber The Man feat. Ashley Slater. Nach etwa dreijähriger Auszeit folgte die Rückkehr auf die Bühne, im vergangenen Jahr eroberte Ashley mit der der Reggae-Combo Jamaican Allstars die Herzen der Engländer. Ende Januar 2002 erscheint in vielen europäischen Ländern, darunter die Schweiz, Österreich, Frankreich und England Slaters Solodebut "Ashley Slater's Big Lounge". In Deutschland jedoch findet sich zunächst kein Vertrieb für den gestandenen Musiker.

Manager Stephen Pressinger, der selbst lange Jahre als Promotion- und Labelmanager bei Majors und Indies Erfahrungen gesammelt hat, versteht die Welt nicht mehr: "Die Platte ist super, aber ich glaub e nicht, dass die Company mit ihren Strukturen das durchbringt" war so die Standard-Antwort der angefragten A & R-Manager. Da sprechen alle Labels von einer Rückkehr zur Qualität als Reaktion auf die Rezession, und dann lassen sie ein solches Kaliber links liegen. "Kein kommerzieller Erfolg zu erwarten", heißt es zunächst.

Weil aber "Ashley Slater's Big Lounge" sich in den oben genannten Ländern jedoch recht ordentlich verkauft, und auch weil sich immer mehr deutsche DJs vor allem für den "Private Sunshine"-Remix begeistern, findet sich schließlich doch ein deutscher Vertrieb: Auf ppsales bzw. Indigo erscheint im Dezember 2002 zunächst die Single, das Album kommt in Deutschland Mitte Februar auf den Markt.

Alben

Ashley Slater - BigLounge: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2002 BigLounge

Kritik von Joachim Gauger

Prima Solodebut eines gestandenen Musikers. (0 Kommentare)

Surftipps

  • Offizielle Seite

    Infos zu Ashleys erstem Solo-Album.

    http://www.biglounge.net
  • bitboutique

    Labelseite mit interessanten Remixen.

    http://www.bitboutique.ch/page.php?sp=2
  • Wildpark

    Ein Interview mit Ashley Slater aus dem Jahr 1996 zum Thema Freakpower.

    http://www.wildpark.com/konserve/musik/22_freak/c_freak_mu.html
  • Phonogen

    Remix-Contest.

    http://www.phonogen.com/welcome.html

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