3. Januar 2006

"Mit Hip Hop kannst du mich jagen"

Interview geführt von

Mit "Repale" ist nun das schon längere Zeit angekündigte Remix-Album auf dem Markt. Doch anstatt sich einfach nur auf mehr oder weniger typische Remixe von anderen Künstlern zu verlassen, haben sich Diorama doch etwas mehr Mühe gemacht ...Die Uhr tickt. Der verabredete Interview-Zeitpunkt ist schon verstrichen, und man fragt sich, ob man die richtige Telefon-Nummer rausgerückt hat. Oder ob Torben Wendt gerade bei irgendeiner Hausfrau anruft und sich wundert, keine Fragen über sein neuestes Werk "Repale" gestellt zu bekommen. Doch gerade als ich zum Hörer greifen will, klingelts doch, und der gut gelaunte Diorama-Frontmann meldet sich am anderen Ende.

Torben: Hey Eddy, sorry, dass ich erst jetzt anrufe. Aber ich war gerade noch mit dem Hund draußen. Das ist ein junger Golden Retriever, und den bekommst du einfach nicht müde, da musste ich einfach noch ein wenig länger draußen bleiben.

Kein Problem, so lange du nicht in zehn Minuten schon wieder zum Füttern los musst.

Nein, bestimmt nicht. Wir haben genügend Zeit.

Perfekt. Das erste Mal hab ich von dir und Diorama gehört, als du noch ganz allein mit Piano im Vorprogramm von Diary Of Dreams aufgetreten bist. Das ist aber schon Jahre her. Damals hatte ich den Eindruck, dass du ein recht introvertierter Mensch bist. Auf der Tour mit VNV Nation schien das ganz anders. Habe ich mich damals getäuscht?

Eigentlich nicht, ich würde mich schon als introvertiert bezeichnen. Dabei denke ich aber nicht, dass ein Charakter mit dem Wort introvertiert schon hinreichend beschrieben ist. Bei gewissen Dingen oder Situationen bin ich sicher sehr introvertiert. Aber dadurch, dass ich in meine Musik auch ein paar der ... ja ... Psychosen (lacht) reinpacken kann, bin ich in anderen Dingen deutlich freier. Ich bin auf jeden Fall kein Trauerkloß, sondern würde mich eher als lustigen Menschen bezeichnen. Ein Auftritt nur mit Klavier und dieser Art von Musik wirkt natürlich an sich introvertiert, aber ich versuche, das musikalisch zu kompensieren.

Als wir uns auf der schon erwähnten VNV Nation-Tour in der Frankfurter Batschkapp kurz persönlich kennen gelernt haben, wirktest du jedenfalls sehr offen, warst aber richtig erstaunt, als du dich mir mit Namen vorstelltest, und ich nur sagte: "Klar, weiß ich". Wieso das denn?

Ich war eigentlich primär erstaunt, dass du der Kerl von der laut.de-Seite bist, die ich eben schon lange kenne und sehr schätze. Das war witzig, dich mal live vor mir zu sehen, und den ganzen Artikeln ein Gesicht zuordnen zu können (so verliert man Leser, d.Verf.). In der Regel bekomme ich das meist nur sehr peripher mit, wie und in welcher Form Diorama in der Presse stattfindet. Es sei denn, ganz klassisch von Fans direkt vor Ort oder per E-Mail. Ansonsten befasse ich mich damit nicht so sehr und weiß nicht, wie bekannt Diorama bei Pressefuzzis ist. Das kratzt mich nicht sonderlich.

Immerhin seid ihr inzwischen so bekannt, dass euer Debüt neu aufgelegt wird.

Stimmt, wobei das eigentlich eher eine direkte Folge der VNV Nation-Tour war. Auch im Zuge von "Amaroid" haben sich dann doch so viele für das Debüt interessiert, dass die Restposten quasi innerhalb von einem Monat ausverkauft waren. Das waren jetzt aber auch nicht so enorm viele (lacht). Dann haben wir uns eben zusammen gesetzt und überlegt, ob wir einfach nur nachpressen oder lieber neu aufnehmen wollen. Wir haben uns schließlich zu einem Kompromiss entschlossen, um den Leuten, die die ursprüngliche Version schon haben, was neues zu bieten. Sowohl graphisch als auch vom Sound her und natürlich die drei Bonustracks. Der Klang ist auf der neuen Scheibe doch eine ganze Spur besser.

Sind die drei Bonustracks neue Songs, oder wurden die damals einfach nicht verwertet?

Die stammen alle drei aus dieser Periode. Das war mir enorm wichtig, dass da nicht einfach Songs drauf gepackt werden, und am Ende passen die nicht zu dem anderen Material. Der älteste geht auf 1997 zurück, und stilistisch passen die schon zum Rest.

Um noch mal auf das Thema Introvertiertheit zurück zu kommen. Beim Auftritt in der Batschkapp hatte ich eigentlich eher das Gefühl, dass du sowas wie Rock'n'Roll im Blut hast.

Haha, weiß ich nicht, irgendwie wohl schon. Aber es gibt unterschiedliche Arten von Introvertiertheit. Du musst nicht zwingend still in der Ecke stehen und Löcher in die Luft starren, um eine introvertierte Gemütshaltung auszustrahlen. Auf der Bühne bin ich immer in so einer Art Trance-Zustand, quasi in meiner eigenen Welt. Da kann es durchaus mal schwungvoller zugehen, da spricht nichts dagegen. Trotzdem ist das streckenweise eine sehr private Angelegenheit, die ich da erlebe.

Auf der Homepage von Light Of Euphoria hab ich kürzlich folgenden Spruch gelesen: "Civilization is what distinguishes us from animals, laughter is what distinguishes us from Goths". Fand ich ganz witzig, wie siehst du das?

Kann ich gar nicht unterschreiben. Ich hab in den letzten Jahren einfach so viele Menschen getroffen, und egal ob in der Szene oder in einer anderen – alle konnten lachen, weinen und sämtliche Stimmungen ausleben. Das ist für mich einfach Phrasendrescherei. Ich mag die Jungs von Lights Of Euphoria sehr gerne, aber den Spruch find ich nicht so prickelnd. Auch wenn er bestimmt nicht sonderlich ernst gemeint ist.

In welcher Szene fühlst du dich denn zu Hause?

Eigentlich schon im Gothic. In Reutlingen, wo ich herkomme, gibt es nicht so viele Szenen wie in einer Großstadt.

Ha, du bisch aus Reitlinga? No kenne mer ja schwäbisch schwätze.

Ha jo, kenn mer scho, abers verschdäht halt koi Sau, hahaha. Das einzige, was es in Reutlingen und Umgebung gibt, ist eben ne Dorfdisko und vielleicht ein paar coole Cafés. Da ich hier aufgewachsen bin, hatte ich eigentlich nie so den Kontakt zu einer bestimmten Szene und wurde auch nie Teil einer. Musikalisch sieht das natürlich anders aus. Da sind meine Wurzeln ganz klar in einem düsteren, melancholischen Bereich. Ob man das jetzt Gothic nennt oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen. Ich wüsste jedenfalls, in welcher Szene ich mich bewegen würde. Mit Hip Hop kannste mich jedenfalls jagen, haha.

Gut, das ist aber ein Thema für sich, über das mancher meiner Kollegen viel zu erzählen hätten.

Echt, wieso?

Och, da gabs schon ganz konkrete Gewaltandrohungen von irgendwelchen deutschen Möchtegerns.

Nee, ohne Scheiß? Das ist ja ganz schön krass, vor allem weil man bei den Jungs nie einschätzen kann, ob die nicht tatsächlich mal mit der Knarre vor der Tür stehen. Respekt, dass ihr euch da einen riskanten Job ausgesucht habt, hahaha.

Jeder braucht Hobbies. Mich schreiben leider immer nur Kiddies und Fans von Bands an, die sich persönlich beleidigt fühlen, wenn ich ihre Helden nicht in den höchsten Tönen lobe. Die wollten zwar schon mal meine Adresse, haben dann aber gekniffen.

Kommt bald Diorama - The Bigband?


Aber genug davon. Mich würde viel eher interessieren, was du vor ein paar Jahren in Kanada gemacht hast.

Das war im Rahmen meines International Business Studiums. Da war ich in Toronto. Ich hab da richtig Glück gehabt und mich einfach mal auf einen Studienplatz beworben. Den Platz hab ich bekommen und mir da ein wirklich schönes halbes Jahr gemacht. Das war auch nicht zu anspruchsvoll, sondern blieb alles im Rahmen, weswegen ich mir auch eine gute Zeit machen konnte. Das ist ne richtig geile Stadt.

Kannst du laut sagen, ich war auch mal für ein Wochenende vor Ort. Das war zwar viel zu knapp, aber es reicht, um von der Stadt begeistert zu sein. Wir waren übrigens in einem Hotel zwei Querstraßen von deiner Uni entfernt. Warst du mal im Velvet Underground?

Machst du Witze? Ich war fast jeden Donnerstag im Velvet Underground! Donnerstag war immer die Gothic-Nacht, ich stand jedes Mal zu Apoptygma Berzerk auf die Tanzfläche und hab mein Tanzprogramm eröffnet, hahaha.

Als wir damals in den Laden eingelaufen sind, kam direkt erst mal was von Wolfsheim. Fand ich schon witzig.

Ja, cool. Die waren da ganz schön angesagt. Apoptygma hatten gerade ihre US-Tour hinter sich und waren entsprechend angesagt. Aber Wolfsheim liefen da durchaus öfters. Ich muss gestehen, dass ich hier in Deutschland alles andere als ein Tänzer in Clubs bin. Das war in Toronto irgendwie was anderes. Ich fand das immer total witzig. Du stehst da als einziger Deutscher, sozusagen am Arsch der Welt in Toronto, kennst keine Sau und machst dir ein Tänzchen mit Apoptygma.

Was war denn dein Lieblingsbier?

Ich hab mich eigentlich immer an Corrs Light gehalten. Das war von den dortigen Biersorten eigentlich noch das erträglichste, haha.

Ihr habt in letzter Zeit von Album zu Album mehr Bandmitglieder dazu genommen. Muss man eigentlich irgendwann mit Diorama – The Bigband rechnen?

Öh, ja, ich glaub schon, hehe. Wir sind gerade dabei, uns einen Drummer ins Boot zu holen. Der Verdacht ist nicht so weit hergeholt. Aber im Ernst, wir stoßen natürlich so langsam an unsere Grenzen. Mit einem Drummer ist das immer ne recht schwierige Geschichte. Ich hab neulich erst das Interview mit Funker Vogt bei euch gelesen, und Jens trifft das schon ziemlich genau. Logistisch ist das in dieser Szene einfach nicht mehr üblich, gerade wenn du im Ausland spielst. Viele Bands fahren einfach ganz unkompliziert ihre Playback-Kiste zu zweit, was ja durchaus seinen Reiz hat. Mich reizt das mit einem Drummer aber persönlich sehr, vor allem da wir einen an der Hand haben, der nicht nur gut ist, sondern auch menschlich passt. Gerade für eine Tour wäre das schon eine interessante Sache.

Das heißt, auf eurem neuen Album kann man mit richtigen Drums rechnen.

Ja, ich hoffe sehr, und ich gehe auch davon aus. Das neue Album soll im Januar 2007 kommen, somit haben wir sehr großzügig mit der Produktionszeit geplant. Wir wollen dieses Mal am Bodensee, in der Nähe von Überlingen, was anmieten und dort aufnehmen. Da gibts ein Gebäude, in dem öfter Workshops oder kleinere Messen stattfinden. Da gibt es einen größeren Saal, den ich für ein paar Wochen mieten will, um dort dann auch die Drums aufzunehmen.

Oh, dann gib gegen Ende der Aufnahmen doch einfach mal Bescheid. Dann komm ich vorbei, und wir gehen abends am See noch einen trinken.

Klar, sehr gerne. Ich hoffe, das klappt auch so wie geplant.

Da man bei Diorama nun inzwischen von einer richtigen Band sprechen muss, wie groß ist denn der Einfluss der anderen?

Der ist schon vorhanden. Ich bin zwar nach wie vor primär für die Texte und die Musik verantwortlich, aber das kommt auf den jeweiligen Song an. Es gibt durchaus Songs, die aus reinen Jamsessions entstanden sind. Auf "The Art Of Confusing Spirits" sind beispielsweise recht viele dieser Songs drauf. "Staring" oder "Forgotten" sind Sachen, die aus Ansätzen von den anderen Jungs hervorgegangen sind. Text, Melodien und Harmonieführung stammen dann aber wieder von mir. Im Gegensatz zu vielen anderen Sachen, die wirklich komplett auf meinem Mist gewachsen sind, handelt es sich dabei um echte Bandarbeit. Es kann aber jeder ständig seinen Teil dazu beitragen und mit Vorschlägen und Ideen kommen.

Hast du bei den Sachen, die komplett von dir kommen auch schon eine genaue Vorstellung, wie Bass, Gitarre und Schlagzeug klingen sollen?

Zum Teil. Es kommt schon vor, dass ich zu Sasch (Gitarrist, d.Verf.) sage: "Komm, hier muss jetzt Gitarre rein". Ich bin aber kein Gitarrist, also setzen wir uns dann zusammen, er spielt was, und ich sage dann entweder, dass mir das gefällt oder eben nicht. Je mehr eigener Input von den anderen Leuten kommt, desto lieber ist mir das, da ich mich nur schwer in die anderen Instrumente eindenken kann. Auf der "Amaroid" hörst du beinahe bei jedem zweiten Lied richtig deutlich den Bass raus. Das finde ich toll. Auch die Gitarre hört man mit der Zeit immer besser raus, vor allem auch an Stellen, wo man es nicht vermuten würde.

Kannst du denn von der Musik inzwischen leben?

Ich versuche es zumindest, hahaha. Ich arbeite ja nicht nur mit und für Diorama, sondern bin immer wieder mit Diary Of Dreams unterwegs und im Studio. Dazu kommen noch Sachen wie Soundtrack-Produktionen, die Vertonung von Werbefilmen, Jingles, Sprachaufnahmen und alles mögliche. Das funktioniert langsam, aber man muss eben noch einige andere Aktivitäten nebenher machen. Wenn ich wirklich nur von der Musik meiner Band leben wollte, müsste ich ganz andere Musik machen, und darauf hab ich keinen Bock!

Repale in Torbens eigenen Worten


Verständlich, aber lass uns mal was ganz Ausgefallenes machen. Wir gehen jetzt jeden Song von "Repale" durch, und du sagst einfach ein paar Sätze dazu.

Wow, wirklich total ausgefallen, haha. Okay, los gehts.

"Drowned"

Eine nicht ganz so neue Nummer, die zwischen "Her Liquid Arms" und "Creating Confusing Spirits" entstanden ist. Sie wurde jetzt eben neu vertont und neu ausgestaltet. In der Ursprungsversion hat sie bisher auf kein anderes Album drauf gepasst, so ganz zufrieden war ich mit der Urversion auch nicht.

"The Girls (Bombay Overdose Version)"

Das ist ein eigener Remix. Der Song ist jetzt etwas schneller, wir wollten einfach mit einem anderen Ansatz heran gehen. Das war bei der ersten Version schon so ne Grundsatzfrage. Wir haben uns auf der "Amaroid" für die langsamere Version entschieden. Das hier ist eben die schnelle.

"Logic Friends (Remixed By Kartagon)"

Ein Remix von einer befreundeten Band namens Kartagon aus der Schweiz. Die wollten schon ewig einen Remix machen, und wir haben ihnen diesen Wunsch erfüllt, haha. Die machen selbst auch sehr geile Sachen, von daher war uns klar, dass das toll wird. Sie haben dem Song einen recht neuen und interessanten Touch verliehen, finde ich.

"The Rich Are All Perverted"

Fällt sehr aus dem Kontext, und auch du hattest ja so deine Probleme mit dem Song, wie ich gelesen habe. Kann ich verstehen, aber ich finde es schade, dass ich nie gefragt wurde, was ich mit dem Song eigentlich ausdrücken wollte. Es ist quasi die Vertonung eines Trips durchs Nachtleben in der Welt der Reichen und Verwöhnten. Dieses ganze Aufgesetzte und Falsche hat mich richtig angekotzt, in dem Song lass ich mich darüber aus. Dieser Satz blieb mir einfach im Gedächtnis hängen, und du fragst dich dann, auf welchem Trip du da bist. Deswegen ist der ganze Song auch musikalisch so ausgefallen, es steckt tatsächlich eine gewisse Ironie dahinter. Ich hab viel Schelte bekommen für das Ding, haha.

"Contradictive (Yes = No Version)"

Das Stück stammt vom ersten Album und hatte eigentlich schon immer eine Rockattitüde. Jetzt sind die Gitarren eben dabei, das gefällt mir so sehr gut. Viel mehr gibt es dazu eigentlich gar nicht zu sagen.

"Pale (Above The Arctic Circle Version)"

Noch ein eigener Remix, den ich unbedingt aufnehmen wollte. "Pale" ist so ein Stück, das mich immer wieder beschäftigt hat, und an dem ich eine andere Facette heraus arbeiten wollte. Vor allem am Gesang wollte ich noch ein paar Sachen verändern.

"Il Bacio Della Realizzazione (Remixed By Klangstabil)"

Ein Remix von unseren Freunden Klangstabil, die ich auch künstlerisch sehr bewundere. Wir tauschen oft unsere Idee aus, wir wollten unbedingt ein Remix von ihnen auf dem Album haben. Eingesungen ist es von Maurice, und ich bin wirklich begeistert von dem Stück. Teilweise finde ich es sogar besser als unsere Version.

"Handoutdrugs"

Ist mehr oder minder parallel zu "The Art Of …" entstanden. Das blieb damals erst mal liegen, jetzt haben wir uns den Track eben nochmal vorgenommen. Hätte zwar auch auf einem anderen Album landen können, war aber noch nicht komplett ausgearbeitet. Das haben wir jetzt nachgeholt.

"E Minor (Red Chapel Version)"

Noch ein eigener Remix, fällt mir aber grad nix weiter zu ein, haha.

"I Wait For You (Ionized Version)"

Sollte sehr relaxt und gleichmäßig vor sich hin plätschern. Ich war schon bei der Ursprungsversion der Meinung, dass das Lied davon profitieren würde, wenn man ein wenig mehr mit Beats und Sequenzern arbeitet. Das ist jetzt eine sehr chillige Version, über die wir selbst etwas überrascht waren. Ich mag die Nummer.

"Exploitation"

Ist ein wenig sperrig, spartanisch und vor allem eine sehr intime Nummer, bei der es um seelische Ausbeutung geht. Ich hatte von Anfang an ein bestimmtes Konzept dafür im Kopf, und so wie es ist, ist eigentlich alles drin, was ich will und was ich damit sagen wollte. Viele Diorama-Stücke sind schon sehr bombastisch und fast überladen. Das wollte ich bei "Exploitation" genau nicht haben.

"On The Rocks"

Eigentlich nur das Intro zu "World Of Ice". Das hat eigentlich nur ne eigene Nummer, damit man gleich weiterskippen kann, wenn man das Intro nicht mag, haha.

"World Of Ice"

Klingt sicherlich mehr nach Futurepop als unsere anderen Songs und ist sehr eingängig geworden. Auf die Nummer hatte Felix maßgeblichen Einfluss. Er hat einen Großteil dieses Songs bewerkstelligt.

"Friends We Used To Know (Remixed By Frozen Plasma)"

Hat nicht allzu viele Ecken und Kanten, gefällt mir aber recht gut. Macht einfach Spaß zu hören.

"Leaving Hollywood (Chamber Version)"

Beim Remix standen wir vor der Frage, ob wir den Track jetzt richtig aufblasen und bombastisch gestalten wollen, oder ob wir ihn lieber klein und eng halten. Privat, intim, direkt. Ein Mittelding wollten wir nicht, und nach langen Diskussionen haben wir uns auf Letzteres geeinigt. Von den älteren Stücken hat diese mit am meisten durch den Remix profitiert, ohne dabei den Charme vom Original einzubüßen. Sowas will ich auch nicht als Fremdremix freigeben.

Willst du zusammenfassend noch was zu "Repale" sagen?

Ja, "Repale" ist wirklich ein Album, auf dem ich andere Sachen ausprobieren konnte und wollte. Ich hab schon von vornherein gewusst, dass es da nicht nur Lob gibt, aber ich kann da nicht aus meiner Haut. Wenn ich eine bestimmte Vorstellung habe, dann will ich das auch so durchziehen. Ich hätte auch irgendein blödes Nebenprojekt machen können. Aber ich hab ja klar gesagt, dass es sich vom üblichen Diorama-Stoff unterscheidet. Ein Nebenprojekt ist zwar am Laufen, das ist auch nicht blöd, dafür aber noch geheim, haha.

Weiterlesen

LAUT.DE-PORTRÄT Diorama

Diorama ist ursprünglich der erste eigenständige Gehversuch von Torben Wendt, der vorher schon bei Nexus, einem Trance/Dreamhouse-Projekt, und Drinking …

Noch keine Kommentare