Gerüchte um einen Ausstieg Graham Coxons bei Blur kursieren seit geraumer Zeit. Fest steht, der Gitarrist hat ein Alkoholproblem. Ein britisches Magazin berichtet nun von dem endgültigen Split.

London (ebi) - Anfang September brachte Fatboy Slim den Stein ins Rollen. Graham Coxon habe sich von Blur getrennt, behauptete der Produzent. Auch auf dem neuen Album habe er nicht mitgewirkt. Obwohl seine Bandkollegen vor kurzem dann nur zu dritt nach Marokko flogen, um dem neuen Material den letzten Schliff zu verpassen, bestritt der Gitarrist die Trennung weiterhin. In einem Interview räumte er nun erstmals das Gegenteil ein. Coxon bestätigte den offiziellen Split gegenüber dem Q Magazine, berichtet dotmusic.

Manager Chris Morrison habe ihn aufgefordert, die Band zu verlassen, um seine Alkoholprobleme und Depressionen in den Griff zu bekommen, so Coxon. "Inzwischen weiß ich, dass ich lange, lange Zeit ein Arschloch war. Mit drei, vier Drinks war ich wahrscheinlich eine Viertelstunde pro Tag erträglich. Danach war ich mürrisch, faul und gereizt", gab er zu.

Seit Mai habe er nicht mehr mit Blur zusammen gearbeitet. Auf dem siebten Album der Band, das Anfang nächsten Jahres erscheint, habe er dennoch mitgespielt. Bei der Promo könne er aber nicht mitwirken. Ein Statement der restlichen Bandmitglieder dazu steht aus. Offiziell heißt es noch immer, Blur und Graham denken gemeinsam über die Zukunft nach. "Viele halten mich ohne Zweifel für bekloppt", meinte Coxon, der demnächst eine Solo-Single veröffentlicht und sich bereits einer psychiatrischen Reha unterzogen hat.

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