Lady Gaga gibt zu, dass sie 2006 mit Rob Fusari gearbeitet hat. Doch beim Vertragsabschluss habe der Produzent sie übers Ohr gehauen.

New York (msd) - Das Musikimperium schlägt zurück. Lady Gaga hat nun auf die Klage ihres vermeintlichen Förderers und Produzenten Rob Fusari reagiert und eine Gegenklage eingereicht. Ihre Anwälte fordern nicht nur, dass Fusari die Anschuldigungen von letztem Donnerstag zurücknehmen soll.

Sie bitten ihn außerdem zur Kasse. Fusari soll eine Entschädigung in Höhe von 30 Millionen Dollar (ca. 22 Mio. Euro) zahlen, weil er versuchte, "Vorteile aus einer unerfahrenen darstellenden Künstlerin zu ziehen".

"Räuberisch und ausbeuterisch"

Einem Bericht der New York Daily Times zufolge argumentieren Lady Gagas Anwälte, Fusari habe die Künstlerin Stefani Germanotta überlistet. Er habe sie dazu gebracht, eine ungesetzliche Abmachung zu unterschreiben, die ihm die Rechte an Lady Gagas zukünftigen Einnahmen übertrug. Sein Vorgehen bezeichnen die Anwälte als "räuberisch und finanziell ausbeuterisch".

Die Abmachung soll so konstruiert gewesen sein, dass der wahre Zweck verschleiert blieb. In der Klageschrift gegen den Produzenten heißt es weiter, dass der Vertrag zwischen beiden ungültig sei, weil Fusari kein lizenzierter Talentförderer sei. "Rob war genauso sehr ein Agent wie sie eine römisch-katholische Nonne ist."

"Lächerlich"

Vergangene Woche hatte sich der angebliche Entdecker des Stars gemeldet, Urheberrechte an Songs angemeldet und einen Teil der Einnahmen gefordert. In der einjährigen Zusammenarbeit 2006 habe er sie entdeckt, ihr zu Ruhm verholfen, ihren Stil geprägt und den Namen Lady Gaga erfunden.

Die Fronten dürften sich jetzt verhärten. Gagas Anwälte geben ja nicht nur zu, dass es einen Vertrag gibt und ihre Mandantin hier in eine Falle getappt ist. Sie gestehen damit auch die Zusammenarbeit ein. Wie viel ist also dran an der Version Fusaris?

Die Internetkommune rüstet auf

Im Netz jedenfalls haben sowohl Lady Gaga als auch Rob Fusari bereits ihre Anhänger gefunden. In Internetforen liefern sich die jeweiligen Parteigänger amüsante Wortgefechte, die bisweilen Grabenkampfcharakter annehmen. Liebesbekundungen an den Star treffen auf Hasstiraden gegen die gestylte Exzentrikerin und auf die Ansicht, etwas weniger Geld schade ihr nicht.

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Lady Gaga

Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig)

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