Nachdem Pete Townshend am Wochenende zugab, für Kinderpornografie im Netz bezahlt zu haben, wurde der The Who-Gitarrist gestern verhört und gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt.

London (ebi) - Freunde glauben nach wie vor an Pete Townshends Unschuld. "Ich hoffe, es ist nicht so schlimm, wie es klingt", sagte Popstar Elton John. Am Wochenende hatte der Who-Gitarrist zugegeben, vor sechs Jahren aus "Recherchezwecken" im Beisein seines damals zehnjährigen Sohns mit einer Kreditkarte für eine Kinderporno-Seite bezahlt zu haben. Nachdem er den Behörden seinen Computer freiwillig zur Verfügung stellte, verhaftete ihn die Polizei wenige Stunden später wegen Verdacht auf Besitz und Herstellung von Kinderpornografie. Anschließend durchsuchten Beamte sein Haus im Londoner Südwesten, berichtet die Sun.

Nach einem anderthalbstündigen Verhör in Twickenham wurde Townshend kurz nach Mitternacht wieder auf freien Fuß gesetzt -gegen Kaution. "Es liegt keine Anklage gegen ihn vor, er hat aber die Auflage für weitere Fragen zu Verfügung zu stehen", bestätigte sein Anwalt John Cohen. Vor der Verhaftung war der Rockstar zuhause im Beisein Cohens bereits drei Stunden befragt worden. Anschließend verhaftete ihn die Polizei im "gegenseitigen Einverständnis" und beschlagnahmte u.a. Townshends Rechner, mehrere Laptops und Videos. "Alles wird sich aufklären", gab sich Cohen zuversichtlich. Sollte Townshend kinderpornografische Inhalte downgeloadet haben, drohen ihm nach britischem Recht bis zu zehn Jahre Haft.

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laut.de-Porträt The Who

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