Die Freude über die neue und umfangreiche Europatour der Berliner trübten viele Probleme beim Ticketkauf.

Berlin (ebi) - Kommen Rammstein auf Tour, ist der Run auf Tickets so gut wie vorprogrammiert. Erst gestern startete der offizielle Vorverkauf für die neu angekündigten Stadiontour in Europa im kommenden Jahr, schon melden die ersten Locations "sold-out".

Für die Konzerte in Brüssel und Helsinki (jeweils zwei Termine), München (vier Gigs), Berlin (drei Konzerte) und den ersten Groningen-Termin sind keine Tickets mehr erhältlich. Dabei waren in München, Berlin, Brüssel und Groningen kurzfristig viele Zusatztermine angesetzt worden. Auch in Wien gibt es 2023 ein weiteres Konzert.

Unmut in der Fan-Community

Für die Mitglieder:innen der Fan-Community der Berliner (Lifad) legte der Vorverkauf bereits am vergangenen Dienstag los, lief aber alles andere als zufriedenstellend, wie etwa die Berliner Zeitung berichtete. Die Anhängerschaft, die 25 Euro pro Jahr Mitgliedsbeitrag bezahlt, beschwerte sich bei der Band sowie der Ticketbörse Eventim über "lange Wartezeiten, technische Probleme" und "Chancenlosigkeit".

Die Zeitung beruft sich auf enttäuschte User-Meldungen in den sozialen Netzwerken. So sei etwa die Beschreibung der verschiedenen Ticketkategorien völlig unzureichend gewesen, allein die unterschiedlichen Ticketpreise hätten einen Anhaltspunkt geboten, da es auch keinen Saalplan gegeben habe. Eventim habe daraufhin angeboten, Karten zu stornieren, aber ohne Umtausch oder eine Garantie auf neue Tickets. Überhaupt sei das Vorkaufsrecht für die Community nichts wert.

Auch beim regulären Vorverkauf zwei Tage später hakte es online offenbar an allen Ecken und Enden: Lange Wartezeiten, Intransparenz bei der Vergabe oder ständig wechselnde Angaben wurden moniert. Beispielsweise habe es geheißen, man könne bis zu sechs Karten pro Person kaufen. Tatsächlich sei oft nur eine pro Kategorie möglich gewesen.

Gewarnt wird nun vor Reselling-Plattformen wie Viagogo, denn alle Rammstein-Tickets seien personalisiert. Eventim weist zudem auf einen Ticketalarm hin: Werden Tickets aus welchen Gründen auch immer nicht verkauft oder versandt, gehen sie erneut in den Verkauf.

Rammstein befinden sich derzeit noch auf Nordamerika-Tour. Dort sind für alle ausstehenden Termine in den USA noch Tickets erhältlich, die drei abschließenden Gigs in Mexico City zwischen dem 1. und 4. Oktober sind dagegen ausverkauft.

Die bisherigen Daten der kommenden Europa Stadion Tour 2023:

22.05., Litauen, Vilnius, Vingio Parkas
27.05., Finnland, Helsinki, Olympiastadion
28.05., Finnland, Helsinki, Olympiastadion
02.06., Dänemark, Odense, Dyrskueplads
03.06., Dänemark, Odense, Dyrskueplads
07.06., Deutschland, München, Olympiastadion
08.06., Deutschland, München, Olympiastadion
10.06., Deutschland, München, Olympiastadion
11.06., Deutschland, München, Olympiastadion
14.06., Slowakei, Trenčín, Trenčín Airport
17.06., Schweiz, Bern, Stadion Wankdorf
18.06., Schweiz, Bern, Stadion Wankdorf
23.06., Spanien, Madrid, Estadio Cívitas Metropolitano
26.06., Portugal, Lissabon, Estádio Da Luz
01.07., Italien, Padova, Stadio Euganeo
06.07., Niederlande, Groningen, Stadspark
07.07., Niederlande, Groningen, Stadspark
11.07., Ungarn, Budapest, Puskás Aréna
15.07., Deutschland, Berlin, Olympiastadion
16.07., Deutschland, Berlin, Olympiastadion
18.07., Deutschland, Berlin, Olympiastadion
22.07., Frankreich, Paris, Stade de France
26.07., Österreich, Wien, Ernst-Happel-Stadion
27.07., Österreich, Wien, Ernst-Happel-Stadion
30.07., Polen, Chorzów, Stadion Śląski
04.08., Belgien, Brüssel, King Baudouin Stadium
05.08., Belgien, Brüssel, King Baudouin Stadium

Fotos

Rammstein

Rammstein,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rammstein,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rammstein,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rammstein,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rammstein,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rammstein,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rammstein,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rammstein,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rammstein,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rammstein,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rammstein,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rammstein,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rammstein,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rammstein,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rammstein,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rammstein,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rammstein,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rammstein,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rammstein,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rammstein,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rammstein,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rammstein,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rammstein,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rammstein,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rammstein,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rammstein,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rammstein,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof)

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4 Kommentare mit 5 Antworten

  • Vor 2 Monaten

    Ja, das war eine totale Katastrophe. Immer wieder neue Fehlermeldungen, ein reines Glücksspiel bis man endlich brauchbare Tickets im Warenkorb hatte. Warum sich ein professioneller Ticket-Verkäufer das leisten kann: Alle Tickets verkauft, wen in diesem Monopol-Saftladen sollte es also jucken? Eine Alternative als Käufer hat man nicht mehr, unser lokaler Ticket-Dealer hat letzten Monat die Segel gestrichen.

    Den wirtschaftlichen Schaden, den Rammstein-Fans durch ca. 6h Beschäftigung mit Cmd+R/Ctrl+R drücken ihren Arbeitgebern verursacht haben, könnte mal irgendjemand ausrechnen.

  • Vor 2 Monaten

    "Für die Mitglieder:innen der Fan-Community"

    Das funktioniert so nicht... Wirklich JEDE in diesem Beitrag erwähnte Bezeichnung für eine Personengruppe hätte man eher gendern können als "Mitglieder", von der Anhänger:innenschaft bis zu den User:innen.

  • Vor 2 Monaten

    Warum dieser Umstand mit den Tickets? Rammstein ist ja mittlerweile eine DER Fan-Melkmaschinen, da wäre es doch am einfachsten für alle Seiten gewesen, die Kohle einfach direkt an die Band zu überweisen, oder in einen Umschlag mit netter Grußkarte an die Band zu schicken. Die Amis scheinen zumindest mittlerweile etwas satt zu sein.

  • Vor 2 Monaten

    Ich möchte keinem was unterstellen, aber allein die Tatsache, das der Ticketverkauf exklusiv mit einem Anbieter durchgezogen wird deutet ja auf ein "Gewollt sein" dieser Situation hin:

    Wenn es schwer ist, Karten zu bekommen, steigt der Anreiz.

    Klar, wäre es wahrscheinlich eh ausverkauft, aber der Wert der Marke Rammstein steigt durch dieses "Rar machen" ungemein. Und das gehört ja schon länger zur Markenstrategie der Band...

    • Vor 2 Monaten

      "Wenn es schwer ist, Karten zu bekommen, steigt der Anreiz."

      Es steigt eher die Serverlast- das ist ein unfreiwilliger Denial of Service.
      Sieht man jedes Mal, wenn der Ansturm so groß ist.