laut.de-Kritik

Sie rücken keinen Millimeter von ihren Trademarks ab.

Review von

Vor drei Jahren veröffentlichten Sabaton mit "The Great War" ein Konzeptalbum über den Ersten Weltkrieg. Nun widmen sie sich auf "The War To End All Wars" wieder dieser Thematik.

Eine weibliche Stimme, die etwas über die Ermordung des österreichischen Erzherzogs Franz Ferdinand in Sarajevo und den Friedensvertrag von Versailles erzählt, umrandet das Werk. In der History Edition gibt es noch weitere Hintergründe zum Krieg.

Musikalisch rücken die Schweden von ihrem Erfolgsmix aus Joakim Brodéns gurgeligem Gesang, pathetisch heroischen Chören, Heavy-Geriffe, flächigen Keyboards und überladenem Orchester-Brimborium keinen Millimeter ab.

Schon "Sarajevo" macht mit stampfenden Rhythmen, orchestraler Epik und den lautstarken Chorgesängen unmissverständlich klar, dass die Band zumindest für sich selbst wieder einmal alles richtig gemacht hat. In "Stormtroopers" ziehen Sabaton das Tempo an, spendieren dem Track in der Mitte aber auch ein schönes Gitarrensolo, das dem Song eine spannende, epische Wendung gibt.

Auch im weiteren Verlauf begegnet man hier und da dem ein oder anderen gelungenen Solo. Zudem enthält die Scheibe mit "Hellfighters" und "The Valley Of Death" noch zwei weitere Nummern, die mit schnellen Tönen überzeugen. Der letztgenannte Track verfügt sogar über die knackigste Hook der gesamten Platte.

Ansonsten lässt sich dieses Werk kaum ertragen. "Dreadnought" bietet eintöniges Gestampfe an der Grenze zum Schlager. "Soldier Of Heaven" grenzt mit Zeilen wie "when I die, I'll be immortal" an Kriegsromantisierung und in "Race To The Sea" und "Lady Of The Dark" kann man sich vor klebrigen Melodic Rock-Anleihen kaum retten.

Den Vogel schießen dann noch "Christmas Truce" und "Versailles" ab. Im erstgenannten Track findet der Weihnachtsfrieden vom 24.12.1914 mit viel zu euphorisch geratenen Tönen und weiblichem Soul-Gesang die denkbar kitschigste Umsetzung, die man sich für diese Thematik vorstellen kann. Der zweitgenannte Song mutiert zu einer bierseligen Schunkelhymne, die vor hymnischem Friedenspathos geradezu übertrieft.

Letzten Endes geben Sabaton ihren Fans wieder einmal das, wonach sie lechzen, so dass die Platte wie geschnitten Brot über die Ladentheke gehen dürfte. Nur braucht man in Hinblick auf die aktuelle Situation in der Ukraine heldenhaften Weltkriegspathos gerade am allerwenigsten.

Trackliste

  1. 1. Sarajevo
  2. 2. Stormtroopers
  3. 3. Dreadnought
  4. 4. The Unkillable Soldier
  5. 5. Soldier Of Heaven
  6. 6. Hellfighters
  7. 7. Race To The Sea
  8. 8. Lady Of The Dark
  9. 9. The Valley Of Death
  10. 10. Christmas Truce
  11. 11. Versailles

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LAUT.DE-PORTRÄT Sabaton

Sabaton formieren sich 1999 im hohen Norden. Genauer gesagt in Schweden, wo man guten klassischen Heavy Metal ohnehin erwartet. Zu Beginn begeben sich …

19 Kommentare mit 32 Antworten

  • Vor 3 Monaten

    Unfassbarer Schrott. Wer das geil findet, kann sich ja die Bilder vom täglichen realen Kriegsgeschehen ansehen. Und sich als Hintergrundmusik "mit stampfenden Rhythmen, orchestraler Epik und den lautstarken Chorgesängen" von Sabaton bei Kaffee und Kuchen einen beschaulichen Nachmittag machen.

    • Vor 2 Monaten

      Was kann die Band dafür, das Krieg ist, wenn sie ein Album veröffentlichen? Das Release stand sicher schon sehr lange fest.

    • Vor 2 Monaten

      Geez, lese ich ja jetzt leider erst, dass du offensichtlich die Meisenberg-Methode favorisierst um dich damit zum diesjährigen Fake Trollinger-Award zu wurschteln. Die Meisenberg-Methode ist doch diese von einem Sozialkundelehrer entwickelte Syntax-Matrix mit der du jeden einzelnen Satz deines Kommentars zu dem Äquivalent der jeweils stumpfstmöglichen vorhandenen Schlagwaffe in jedem durchschnittlsdeutschen Versicherungsmaklerbüro umformst?

      Hab extra Fake Trollinger geschrieben, die Meisenberg-Methode ist seit Wiederbelebung der laut-de-Kommentarspaltenjahresawards als unlauteres Hilfsmittel für sämtliche Realtrollpreiskategorien gesperrt und bei Nachweis gibt's direkt im Anschluss die Disqualifikation in allen nominierten Bereichen außer den Fake-Kategorien.

      Und um dort abzuräumen war die letzten Jahre sehr viel mehr Fleiß notwendig als ein Cheater mit Meisenberg-Methode allerseits vermittelt überhaupt und insgesamt je investieren zu wollen in solch eine oder eine vergleichbare Leistungsentlohnung. Also ab hier und jetzt bitte spürbar deutlich härter bemühen oder lieber umgehend den barrierefreien Hauptausgang der schweigenden Mehrheit als den auch persönlich bevorzugten erkennen und sofort Selbstlöschung einleiten, sollte klar sein. :)

    • Vor 2 Monaten

      Welche Drogen nimmst? WEnn du nichts zum Thema zu sagen hast, dann weitergehen und Klappe halten.,

    • Vor 2 Monaten

      Nee, Bubi, wenn du in einem Thema, was dich interessiert und wozu du beitragen möchtest, nur hirnbreiartige "Vertrau mir, Brudi, #isso"-Slogans statt irgendwelcher rational nachvollziehbarer Argumente schwurbelst, dann bist du auch derjenige, der ab hier ma bitteschön seine Fresse hält oder sich besser gleich selbst löscht, hm? Danke. :)

    • Vor 2 Monaten

      Sorry, ich fand Sabaton schon immer mies und kriegsverherrlichend. Die ganze Thematik ihrer Songs und ihr simpler und einfallsloser Aufbau würden sich bestens in irgendwelchen Propaganda Filmen gut machen.

    • Vor 2 Monaten

      Solange man ihre Musik kaufen kann, sind sie wohl nicht so schlimm oder gar als Aufruf zur Gewalt zu betrachten. Wer die Band aus den Interviews kennt, weiß, das sie Krieg nicht geil finden und genau mit diesem Wissen muss man auch an die Musik heran gehen.

    • Vor 2 Monaten

      Das ist so substanzloses Gesabbel gefüllt mit aufgeschnappten faktenlosen Meinungsfetzen von dem ich weiter oben meinte, dass du es dir generell sparen würdest wenn du hier auf echten Austausch aus wärst oder alternativ mehr als zwei ständig im Hohlraum miteinander kollidierende Neuronen besäßest.

      Weil es innerhalb jeder nennenswerten Diskussionskultur in seinem Beitragswert stets noch weit unter "keine Meinung haben und ohne Kommentar weitergehen" anzusiedeln ist. :)

    • Vor 2 Monaten

      @Pseudo:
      Also bevor ich mich jetzt lösche...
      hast du noch nen Therapieplatz in deinem bestimmt vollen Terminkalender für mich frei, um mir die Meisenberg-Methode näherbringen? Nur dass ich hier nicht noch einmal versehentlich solch dumme und disqualifizierende Kommentare ablasse?
      PS Mein letzter Therapeut hatte hässliche Füße :-(

    • Vor 2 Monaten

      Abschließend muss ich mir aber eingestehen, dass mich mein eigener Kommentar echt peinlich berührt hat, als ich den jetzt hier gelesen habe.
      Ist natürlich Quatsch. Wenn ich mir ES ansehe, gehe ich ja anschließend auch nicht mit dem Clownskostüm aus dem Haus.
      Muss an der krassen politischen Situation liegen, die mich ziemlich kirre macht.

    • Vor 2 Monaten

      Du hast kapiert, dass es ein Antikriegsalbum ist? So wie jedes Album zuvor auch?

    • Vor 2 Monaten

      Und hast kapiert, dass die Band vollkommen unabhängig der Deklaration, es handele sich um ein Anti-Kriegsalbum, schon immer kriegsverherrlichende Darstellungen und entsprechende Selbstinszenierung instrumentalisiert da ihre Show und ganze Aufmachung abseits der Musik bis zuletzt subtil in manche Komposition hinein v.a. diejenigen anspricht und ansprechen möchte, die die Veröffentlichung maximal noch als Anpeitscher auf ihrer Zugfahrt in die Ukraine mitbekommen haben, weil sie sich innerlich bereits am Morgen des Ausbruchs auf "Endlich mal Krieg, geil! Fahr ich hin, misch ich mit!" als unumstößlichen Punkt ihrer Sicht festgelegt haben?!

    • Vor 2 Monaten

      Ich höre mir Sabaton sicher nicht an aber hatte in meiner ganz frühen Teeniezeit eine (mir mittlerweile peinliche) Manowarphase.
      Wenn man deren Texte im heutigen Kontext liest….naja.
      Geh ich recht in der Annahme dass dies ungefähr vergleichbar ist?
      Wenn dem so ist muss ich sagen ist das halt nichts weiter als typisches Genregeheule das man sicherlich nicht sooo ernst nehmen sollte.

    • Vor 2 Monaten

      Checkst du es echt nicht, PSeudologe? Wie kann es kriegsverherrlichend sein, wenn es nicht ernstgemeint ist. Sabaton schildern in ihren Texten nur, was Krieg ist und rufen nicht dazu auf, inden Krieg zu ziehen oder ihn zu glorifizieren, Es ist ein musikalischer Antikriegsfilm wie das Boot oder Johnny zieht in den Krieg.

    • Vor 2 Monaten

      Schon klar, demnach bist du also einer von denen, die nach nem eindeutig nachgewiesenen Mord aus niederen Beweggründen und einem der Gesellschaft bekannten Täter mit eindeutig nachgewieaener Täterschaft erst Mal lautstark zu fragen beginnen, was das Opfer diesem armen Menschen im Vorfeld bloß angetan haben muss, dass dieser sich ab irgendeinem Punkt nicht mehr anders zu helfen wusste außer durch erstechen, zerstückeln und die Leichenteile in der gesamten Wohnung verstreuen sowie diese danach noch ein biss kernlooten zu können und hältst das dann auch noch für die Urdefinition von "thinking out of the box", hm?

      Aber selbst wenn nicht verstehst du es so gut wie sonst kaum ein zweiter Newbie-Fake auf dieser Seite innerhalb wenigster Beiträge eine derart stumpfe und unreflektierte Schiene zu fahren, dass hier in Rekordzeit keiner mehr Interesse haben wird sich mit dir und deiner Scheiße zu befassen ganz egal wie viel stumpfer und hartnäckiger du dich dann noch an die Kommentare respektierterer Teilnehmer unserer Muppetshow dranhängen wirst. :)

    • Vor 2 Monaten

      Dein erster Absatz ist völliger Schwachsinn und hat rein agr nichts mit meiner Argumentation zu tun. Dümmliche Unterstellungen, mehr nicht. Seid ihr ne Sekte und hobelt euch einen auf eure Gruppenzugehörigkeit auf einer drittklassigen Musikseite? Ihr labert halt Dreck über Sabaton. In unserem Land herrscht Meinungsfreiheit also kann ich auf euren Dreck reagieren. Deal with it.

    • Vor 2 Monaten

      Dieser Kommentar wurde vor 2 Monaten durch den Autor entfernt.

    • Vor 2 Monaten

      Siehe unten. Trottel.

  • Vor 3 Monaten

    Musik, die so klingt wie der Leadsänger aussieht.

  • Vor 3 Monaten

    Großartiges album! An alle plattnasen und schrumpfköpfe hier, ein herzliches fuck you.

  • Vor 2 Monaten

    Wie sie alle nicht verstehen das das Satire ist.

    • Vor 2 Monaten

      Glaub ich nicht, und selbst wenn's das wäre, macht es diese Schrottband nicht besser.

    • Vor 2 Monaten

      So lange du selber nur deinen subjektiven Eindruck als Argumentation zu verkaufen versuchst bist du mir natürlich auch keinen echten Diskurs wert. Alle deine Kommentare in den letzten Tagen bestehen aus nichts außer stumpfen Proll-Provo-Sprüchen von denen du zu denken scheinst, allein deine selbstbewusste "Isso, glaub mir Brudi!"-Haltung mache diesen verschwurbelten Schwachsinn, den du fetzenweise und ungeprüft irgendwo aufgeschnappt und als deine übernommen hast, irgendwie wahrer und zu was wertigerem und faktenbasierterem als eben einfach nur irgendeine substanzlose Allgemeinpostenmeinung, die vergleichbar voll mit weiichkonsistenter Scheiße ist wie jeder bundesdeutsche Durchschnitts-Darmausgang.

      Was die Band dafür kann, dass Krieg ist? Nix. Aber dass sie eben doppelt angeschissen ist, wenn Mal welcher herrscht, weil sie bspw. wie Sabaton jahrelang zuvor kriegsverherrlichende Show -, Musik- und Textelemente in vorgeblich satirischer oder Antikriegsbewusstsein fördernder Motivation letztlich ganz lapidar und profan zur Steigerung des kommerziellen Erfolgs in ihre Selbstinszenierung und -Vermarktung eingeflochten haben bzw. als maßgebliche Basis für diese nutzen, innerhalb der sich nunmal nicht v.a. pazifistische Antikriegs-Aktivist*innen angesprochen fühlen durch eine von Sabaton angebotene Identifikationsfläche - sondern eben eher militante Kriegsfetischisten, die sämtliche mit Kruppstahl gefertigten Panzermodelle der Wehrmacht anhand optischer Kleinigkeiten auf verwackelten und gering auflösenden Schwarzweißbildern voneinander differenzieren können - SOWAS sollte mensch vielleicht auch als Anhänger der Band Mal zwischenzeitlich reflektiert haben. Dass er das bis dahin im sich häufenden Einzelfall eben noch nicht hat lässt sich zumeist daran erkennen, dass er wie du weiter oben noch immer so dummdreiste Provo-Fragen formuliert wie bspw. was die Band denn dafür könne wenn gerade Krieg ist.

      Z.B. ein anderes Band-Gimmick zur Selbstvermarktung nutzen und zwar von vornherein? Aber klar, als Blumenkenner- und Ökometalband bekämst du ja die noch immer international so zahlreich existierenden aggressiven jungen Männer mit Hang zu Kriegsrhetorik sowie einer (un)heimlichen inneren Überzeugung, Krieg sei letztlich auch nur eine von vielen probaten und legitimen Möglichkeiten um interpersonelle Auseinandersetzungen beizulegen, praktisch nicht zum CD-Kauf oder Konzertbesuch verführt.

      Und dann doch lieber einfach alles auffahren und zur Vermarktung nutzen, was das Kriegsfetischistenherz begehrt und schlicht behaupten dies geschehe stets aus satirischer Perspektive und mit einer zugrundeliegenden Antikriegshaltung der beteiligten Akteure... Wer's glaubt. Vor allem aber: Wer's braucht. Ungefickte, aggressive und sozial ziemlich isolierte junge Männer im Fall von Sabaton signifikant häufiger als bspw. gleichaltrige Frauen, die sich in pazifistischen oder Antikriegs-NGOs engagieren.

    • Vor 2 Monaten

      The anti-incel cope is real.

    • Vor 2 Monaten

      malosse hart im souli-Fandom, taucht inzwischen fast ausschließlich zu Einlassungen meinerseits kurzzeitig aus seiner Psychose auf. "Nicht so real wie du selber deine Außerirdischen-Psychose empfindest, aber das wird sicher noch wenn du irgendwann mal gelernt hast für ein paar Leckerlis ordentlich Flosse zu geben, Genosse malosse." ruf ich ihm an der Stelle amüsiert zu. :)

  • Vor 2 Monaten

    Sabaton war cringe, ist cringe und wird immer cringe bleiben.