SNL-Premiere, wirre Aussagen, viele Feature-Gäste: Showtime ist, wenn Kanye es sagt.

Kanyetown (hhu) - Morgen erscheint das neue Kanye-Album "Yandhi". Grund genug für den Designer, Sprachschöpfer, Kim Kardashian-Ehemann, Donald Trump-Freund und Unternehmer bei "The Fader" vorbeizuschauen, um die Promomaschine anzuwerfen.

Er spielte ein paar Arbeitsversionen von "Yandhi" vor, sprach über Gott (also sich selbst) und die Welt und trug mal wieder seine "MAGA"-Kappe, kombiniert mit einem Sweatshirt von Kniefetischist Colin Kapernick. Wer glaubt, das passe nicht zusammen, weil Donald höchstpersönlich besagten Kapernick einen "son of a bitch" nannte, ist leider nicht so "woke" wie Ye. Der hat die Kappe nämlich umdesignt und "positive Energie" reingesteckt. Also alles gut.

Aber natürlich war der Besuch beim Fader keine Fashionshow. Kanye hatte sehr viel zu sagen:

  • Es gab im 19. Jahrhundert ungefähr 800 Sklaven in den USA. (es gab so um die 3,9 Millionen, aber die haben sich ja dazu entschieden)
  • Wäre er ein Sklave gewesen, hätte er entweder gekämpft, wäre weggerannt oder wäre ermordet worden (Klar, wir hätten ja auch alle Hitler ermordet)
  • Aktuell gibt es in den USA rund zwei Millionen Sklaven in den "privat prisons" (privatisierte Gefängnisse stellen sicher ein Problem dar, auch Kim sprach darüber schon mit dem Präsidenten. Aber Sklaverei?)

  • Er hätte gerne Stand-Up-Comedian Louis C.K. als Gastgeber bei seinem morgigen Saturday Night Live-Auftritt präsentiert (Louis C.K. zog sich letztes Jahr aus der Öffentlichkeit zurück, nachdem vier Frauen ihn der sexuellen Belästigung bezichtigten)
  • Seine neue Sprache, die auf positiven Wörtern basiert, beeinflusste das Album maßgeblich (um die Bedeutung von "artificial" zu erklären, erklärt er: "Nach einem operativen Eingriff geht der "Pussy Count" einer Frau zurück auf Null")

Im Promovideo zur Sendung ist er auch mit seiner Lieblingskappe aufgetreten:

  • Außerdem muss die Bedeutung des Wortes "No" aus unseren Köpfen, weil sie uns einschränkt
  • Kanye bereut es, XXXTentacion nicht öffentlich verteidigt zu haben
  • Das gleiche gilt für die Missbrauchsvorwürfe gegen A$AP Bari
  • A$AP Bari sei verantwortlich für den Nummer 1-Erfolg von "Ye" gewesen, da er Kanye aus dessen "rich nigga shell" herausgeholt habe
  • "Yandhi" wird nur Platz 2 in den Charts erreichen, da Lil Wayne mit "Tha Carter V" auf eins lande. Was "lovely" sei, denn "das Universum braucht Ye- und Wayne-Musik zur gleichen Zeit."

Einen Tweet mit "Yandhi"-Snippet gibt es auch:

Features kommen von 6ix9ine, besagtem XXXTentacion, Ty Dolla $ign und eventuell Rihanna (zumindest hätte sie eine Hook von ihm bekommen). Es bleibt spannend.

Fotos

Kanye West und Rihanna

Kanye West und Rihanna,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Herbst) Kanye West und Rihanna,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Herbst) Kanye West und Rihanna,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Herbst) Kanye West und Rihanna,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Herbst) Kanye West und Rihanna,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Herbst) Kanye West und Rihanna,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Herbst) Kanye West und Rihanna,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Herbst) Kanye West und Rihanna,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Herbst) Kanye West und Rihanna,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Herbst) Kanye West und Rihanna,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Herbst) Kanye West und Rihanna,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Kanye West und Rihanna,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Kanye West und Rihanna,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Kanye West und Rihanna,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Kanye West und Rihanna,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Kanye West und Rihanna,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Kanye West und Rihanna,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Kanye West und Rihanna,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Kanye West und Rihanna,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Kanye West und Rihanna,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Kanye West und Rihanna,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Kanye West und Rihanna,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Kanye West und Rihanna,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Kanye West und Rihanna,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Kanye West und Rihanna,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Kanye West und Rihanna,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig)

Weiterlesen

laut.de-Porträt Ty Dolla Sign

"Meine Musik beschreibt eine Stimmung", sagt Ty Dolla $ign aus Los Angeles. "It's R&B that you can fuck to, not make love to." Musik als Spanische …

laut.de-Porträt 6ix9ine

Es ist quasi eine selbsterfüllende Prophezeiung, dass der Typ, der 2017 in einem viralen Meme als "Endboss der Soundcloud-Rapper" durchs Netz geistert, …

laut.de-Porträt Rihanna

Das Cover von ihrem Anfang 2016 erscheinenden Album "Anti" zeigt eine gekrönte Rihanna im Alter von vielleicht fünf oder sechs Jahren. Nach Jahren der …

laut.de-Porträt XXXTentacion

Soundcloud-Rap ist ein Begriff, der Enthusiasten von Hip Hop der alten Schule aufstößt wie einem guten Christen das Nekronomikon. Wenn die lose definierte …

4 Kommentare mit 4 Antworten