laut.de-Kritik

Metalcore mit hoher Detaildichte und guten Gästen.

Review von

Caliban begegnen auf Album Nr. 13 der Dunkelheit in ihrer ureigenen Metalmischung, die mit "Irgendwas mit Metalcore" ganz gut beschrieben ist. Trotz der apokalyptischen Grundstimmung auf "Dystopia" in der visuellen und textlichen Gestaltung setzt das Quintett um die beiden Gründungsmitglieder Andreas Dörner und Marc Götze auf sorgsam illustrierte Licht/Schattenreflexe in der Musik - mit allen merklichen Verschiebungen dazwischen versehen.

Die Riffs sind austariert bis zum Anschlag, einprägsam und virtuos gestaltet und bilden die Eckpfeiler, auf denen die meist eruptiven Strophen sowie die emphatischen Refrains platziert sind. Das Besondere an diesem Album sind einerseits die Gastauftritte und andererseits die Detaildichte in der Musik.

Einige elektronische Einsprengsel wie Synthie-Sounds oder Pop-affine Kirmes-Klänge bettet die Band sinnvoll in die Songstruktur ein. Mit Annisokay-Fronter Christoph Wieczorek teilt sich Dörner im Opener und Titelsong brav die cleanen und gutturalen Parts auf, was dem musikalischen Setting aus brachialer Tieftonschieberei, sinistrer Atmosphäre und einer Hammaer-Hook Rechnung trägt.

Auf "Of Truth And Sacrifice", dem brillanten Doppelschlag der befreundeten Thüringer Krach-Institution Heaven Shall Burn, half Dörner auf dem Track "Terminate" aus. Für "VirUs" - wie "mOther" und "sWords" ein prägnantes Wortspiel als Songtitel - revanchiert sich nun Deutschlands metallischster Intensivpfleger Marcus Bischoff und kreischbrüllt mit seinem Caliban-Kumpel um die Wette, dass es die Ohren schaudert. Auch wenn es die letzten zwei Virus-dominierten Jahre anders vermuten lassen, handelt "VirUs" von Ideen, die ob schändlich oder schön, die Hirne besetzen.

"Dragon" versprüht eine düster-dräuende Dynamik, deren Sog aus doomigen, sich stetig steigernden Strophen und einem Refrain besteht, der textlich wie musikalisch das innere Beast zähmt. Der Breakdown am Ende des Tracks symbolisiert die Abwärtsspirale und Job For A Cowboy-Fronter Johnny Davy verkörpert perfekt die titelgebende Kreatur.

Trackliste

  1. 1. Dystopia
  2. 2. Ascent Of The Blessed
  3. 3. VirUs
  4. 4. Phantom Pain
  5. 5. Aliens
  6. 6. sWords
  7. 7. Darkness I Became
  8. 8. Dragon
  9. 9. Hibernate
  10. 10. mOther
  11. 11. The World Breaks Everyone

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