Porträt

laut.de-Biographie

Wiegedood

In Post Black Metal-Kreisen sind Gilles Demolder (Gitarre), Wim Coppers (Drums) und Levy Seynaeve (Gitarre, Gesang) keine Unbekannten. Alle drei spielen bei Oathbreaker, Seynaeves außerdem auch noch bei Amenra. Abseits dieser Aushängeschilder belgischer Untergrund-Finesse bereichern sie die ländliche Szene aber noch mit einer weiteren Combo: Wiegedood.

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Die Geschichte der Band ist tragisch, entstand sie 2014 doch als direkte Reaktion auf den Tod eines Freundes Coppers': Florent Pevée. Diesem widmen sie die Albumtrilogie "De Doden Hebben Het Goed" (zu deutsch: "Die Toten Haben Es Gut"). "Das ist unsere Weise, ihn zu ehren", erklären die Musiker. "Er war ein großartiger Musiker und starb im Alter von nur 21 Jahren. Es liegt in unserer Natur, verzweifelt an Menschen und Dingen festzuhalten, die wir lieben."

Bereits ein Jahr nach der Gründung erscheint Nummer "I" beim belgischen Independent-Label ConSouling Sounds. Darauf zelebrieren Wiegedood in vier überlangen Songs Black Metal in traditionellem musikalischen Sinne – ohne die satanische Konnotation, sondern mit Fokus auf das Thema Verlust. Monotone, Tremolo-Riffs und das Krächzen Seynaeves dominieren das Klangbild. Melodien sind wichtig, ordnen sich aber der Atmosphäre unter. Zwischen Wiegedood und den verknüpften Bands Amenra und Oathbreaker verläuft jedoch stilistisch noch eine klare Grenze.

Das Fehlen eines Bassisten kompensiert die Band, indem Demolder und Seynaeve ihre Instrumente live sowohl in einen Gitarren- als auch einen Bassamp stöpseln. Trotz der Verpflichtungen in anderen Acts organisiert das Trio über die Jahre einige Touren und trödelt auch im Studio nicht. Zwischen erstem und zweitem Album liegen nur zwei Jahre, "De Doden Hebben Het Goed III" folgt sogar nach nur einem Jahr. Als Wiegedood 2018 Letzteres veröffentlichen, haben sie bereits einen Vertrag mit Century Media unterschrieben und erreichen so ein wesentlich größeres Publikum.

"Wegen unseren vollen Terminkalendern sind unsere Songwriting-Sessions sehr produktiv", klären Wiegedood die rasche Arbeitsweise auf. Wir wissen, wie wenig Zeit wir haben und setzen uns deshalb bewusst enge Recording-Deadlines, um uns anzutreiben."

Markant ist neben den zusammenstehenden Albumtiteln auch das konsequent minimalistische Artwork. Die "De Doden Hebben Het Goed"-Trilogie ziert auf jedem Cover das aus Ästen zusammengesetzte Bandlogo in einsamer Natur. "Unser Logo repräsentiert unsere Band perfekt. Deshalb fanden wir, es und der Boden, in den es gepflanzt ist, wären toll für die Alben. Das Foto für 'III' schossen wir im Sint-Eloois-Winkel, einer kleinen Stadt nahe Kortrijk, wo Levy aufwuchs. Das Foto für 'II' entstand in De Haan, wo Gilles seine Kindheit verbrachte und die erste Fotolocation war Ransberg – von dort stammt Wim und er lebt auch heute noch dort."

Das Logo sieht man auch auf dem drei Jahre später veröffentlichten Nachfolger "There's Always Blood At The End Of The Road" auf schwarzem Hintergund. Auch sonst fällt das Album deutlich düsterer und schwärzer aus als die Vorgänger. "There's Always Blood At The End Of The Road" befasst sich der Band zufolge "mit den dreckigsten und ekelhaftesten Aspekten der menschlichen Natur und Gesellschaft. Es entfernt sich von den typischen Black Metal-Themen und konzentriert sich stattdessen auf den Kampf, den wir in unserem Inneren austragen und versuchen, die Tatsache zu überwinden, dass wir alle aus Dreck gemacht sind." Die wütende und verzweifelte Musik unterstreicht dies nur. Wiegedood kommen mit beiden Beinen im kompromisslosen Extreme Metal an und setzen sich zugleich eindrucksvoll an die Spitze des Genres.

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Köln, Gebäude 9, 2022 "There's Always Blood At The End Of The Road" – und immer schwarzmetallische Magie auf der Bühne!

"There's Always Blood At The End Of The Road"
– und immer schwarzmetallische Magie auf der Bühne!, Köln, Gebäude 9, 2022 | © laut.de (Fotograf: Alex Klug) "There's Always Blood At The End Of The Road"
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