laut.de-Kritik

Die Düsseldorfer reiten auf der Death Metal-Welle.

Review von

Das mag jetzt erst mal etwas hart klingen, aber "Signs For The Fallen" hat mich im Vergleich zum Vorgänger enttäuscht. Auf "Emprise To Avalon" war es die Mischung aus fetten Metal-Riffs und folkloristischen Elementen, die den Charme der Scheibe ausmachte. Zwar greifen Arkadius und Co. auch auf ihrem neuen Werk auf diese Einflüsse zurück, jedoch bleibt die Mischung auf der Strecke.

Was genau heißt das nun? Ganz einfach, der einzige Song, in dem die folkloristische Seite der Düsseldorfer richtig zum Tragen kommt, ist das kurze "Threnody". Ansonsten haben sich Suidakra weitgehend von ihren schwarzmetallischen Wurzeln gelöst und reiten auf der melodischen Death/Thrash Metal-Welle mit, die von Schweden aus um sich greift. Und so geil die Melodien auch sind, die hier von der Band verbraten werden, so gut die Jungs an ihren Instrumenten auch sind, für mich haben sie doch einen großen Teil ihrer Eigenständigkeit damit eingebüßt.

Den Wechsel zwischen aggressiven Shouts und klaren Gesangsmelodien zelebrieren sie immer noch, er bleibt zum Glück ein Markenzeichen der Band. Jedoch war es gerade die Fähigkeit, verschiedene Stile in den Songs unter einen Hut zu bringen, die mich an Suidakra begeistert hat. Für mir waren sie immer so etwas wie eine härtere Ausgabe von Skyclad. Zwar verzichten sie wie gesagt nicht vollständig auf den Folk-Anteil, doch ist die Mischung bei weitem nicht mehr so ausgewogen, wie auf den beiden Vorgängern (von "A Vision's Demise" mal abgesehen).

"Signs For The Fallen" ist weit davon entfernt ein belangloses oder schlechtes Album geworden zu sein. Vielmehr sind Suidakra eine der Bands, die locker mit der Spitze der deutschen Metal-Liga mithalten kann. Aber sie sollten etwas darauf achten, ihr gewonnenes Profil nicht wieder zu verspielen.

Trackliste

  1. 1. Revenant
  2. 2. Crown The Lost
  3. 3. Threnody
  4. 4. Trails Of Gore
  5. 5. The Ember Died
  6. 6. When Eternity Echoes
  7. 7. Signs For The Fallen
  8. 8. Dimorphic
  9. 9. Bound In Changes
  10. 10. A Vision's Demise

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